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Nach Eklat: Roger Schmidt und Rudi Völler drohen Sperren

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Ermittlungsverfahren eingeleitet  

Nach Eklat: Schmidt und Völler drohen Sperren

22.02.2016, 17:51 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Nach Eklat: Roger Schmidt und Rudi Völler drohen Sperren. Nachdenklicher Blick: Roger Schmidt bei der Pressekonferenz nach Eklat gegen Dortmund. (Quelle: imago/Thomas Bielefeld)

Nachdenklicher Blick: Roger Schmidt bei der Pressekonferenz nach Eklat gegen Dortmund. (Quelle: Thomas Bielefeld/imago)

Widerstand gegen die "Staatsgewalt", Hohn und Spott für das deutsche Schiedsrichterwesen sowie abenteuerliche Verschwörungstheorien: Trainer Roger Schmidt und Sportchef Rudi Völler haben ihrem Arbeitgeber Bayer Leverkusen am Sonntag einen Bärendienst erwiesen - beiden drohen Strafen durch das DFB-Sportgericht.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Montag gegen Schmidt und Völler jeweils ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. "Das Verfahren wird ganz normal geführt, und es wird sicher eine Sanktion geben. Aber welche, das kann ich noch nicht sagen", sagte der Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner bei Sport1 über die Causa Schmidt. 

"Habe meiner Mannschaft geschadet"

Im Spiel gegen den BVB hatte Schmidt nach dem Dortmunder 1:0 eine knapp zehnminütige Spielunterbrechung provoziert, weil er nicht wie von Schiedsrichter Felix Zwayer gefordert auf die Tribüne gehen wollte. Nach der Partie hatte der Coach sein Fehlverhalten eingeräumt und sich reumütig gezeigt.

"Ich habe da natürlich eine Vorbildfunktion und der bin ich heute auch nicht gerecht geworden. Da bin ich zu stur gewesen und habe zu emotional reagiert. Damit habe ich meiner Mannschaft geschadet", sagte der Coach und gelobte Besserung: "Ich werde natürlich weiter an mir arbeiten. Ein gewisses Bewusstsein für das Unterstützen meiner Mannschaft auch in einer schwierigen Situation, wird natürlich immer bleiben."

Darüber hinaus will sich Schmidt weiteren Konsequenzen stellen, wünscht sich aber, dass die besonderen Umstände berücksichtig werden. "Mir ist natürlich bewusst, dass das jetzt Konsequenzen hat. Ich werde die Strafe, wenn sie im Maße ist, auch so akzeptieren. Ich habe mich falsch verhalten, das ist mir hundertprozentig klar, aber es gab auch Fehler auf dem Platz, die am Ende entschieden haben, wer drei Punkte kriegt. Deswegen sollte man das aus allen Blickwinkeln beurteilen", so der Bayer-Coach.

Schmidt legt gegen Zwayer nach

Allerdings klagte Schmidt im nächsten Atemzug schon wieder über Schiedsrichter Felix Zwayer, der das Spiel für neun Minuten unterbrochen hatte. Zuvor hatte Schmidt gegen den Dortmunder Führungstreffer vehement protestiert.

"Wir sind durch ein irreguläres Tor in Rückstand geraten. Ich habe den vierten Offiziellen darauf hingewiesen. Es war sicherlich ein Fehler von mir. Dennoch habe ich mir gewünscht, dass der Schiedsrichter mir einmal erklärt, warum ich auf die Tribüne muss", sagte der 48-Jährige.

"Kein Kommentar" von Zwayer

Zudem stellte Schmidt indirekt eine Verbindung zwischen seiner Verbannung und einer Fehlentscheidung des Referees wenige Minuten später her. "Dass der Schiedsrichter bei freier Sicht diesen Elfmeter nicht pfeift, vielleicht auch, weil ich vorher zu emotional war. Ich hoffe nicht, dass es so war, aber mir fällt keine andere Erklärung dazu ein."

Zwayers Reaktion auf diese Anschuldigung fiel kurz und knapp aus: "Kein Kommentar." Allerdings räumte der Schiedsrichter ein, das von Schmidt angesprochene klare Handspiel des Dortmunders Sokratis im Strafraum übersehen zu haben: "Dazu muss ich sagen, dass wir bedauerlicherweise falsch entschieden haben. Wenn wir die Perspektive der Fernsehbilder gehabt hätten, hätten wir auf Elfmeter entschieden."

Völler schießt über das Ziel hinaus

Eine Reaktion vonseiten des DFB in Richtung Völler nach dessen anmaßenden Aussagen über Schiedsrichter Felix Zwayer ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Am Nachmittag wurde auch gegen ihn ein Verfahren eingeleitet. Dass er seinen Coach in Schutz nahm, ist Völler hoch anzurechnen, mit seinen Unterstellungen in Richtung des Referees aus Berlin schoss er aber deutlich über das Ziel hinaus.

"Er hat sich ja revanchiert. Deshalb hat er den Elfmeter nicht gepfiffen, obwohl 30.210 Besucher im Stadion und selbst Dortmunds Kapitän Mats Hummels das Handspiel deutlich gesehen hatten", echauffierte sich "Vulkan" Völler in Bezug auf ein klares Handspiel des Dortmunders Sokratis in der 71. Minute und fügte sarkastisch an: "Ich glaube nicht, dass Zwayer gesperrt wird." Er unterstellte Zwayer zu allem Überfluss auch noch, bewusst aus Verärgerung über das Verhalten der Bayer-Protagonisten den Strafstoß nicht gegeben zu haben.

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