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Derby-Sieg in Köln: Leverkusen rückt an Hertha ran

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Spielbericht  

Derby-Sieg in Köln: Leverkusen rückt an Hertha ran

10.04.2016, 19:33 Uhr | dpa

Derby-Sieg in Köln: Leverkusen rückt an Hertha ran. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Mitte) zeigt Leverkusens Wendell (li.) die Gelb-Rote Karte.  (Quelle: dpa)

Schiedsrichter Manuel Gräfe (Mitte) zeigt Leverkusens Wendell (li.) die Gelb-Rote Karte. (Quelle: dpa)

Bayer Leverkusen hat die Patzer der Konkurrenz genutzt. Mit dem souveränen 2:0 (2:0) im Nachbarschaftsduell beim 1. FC Köln rückte die Werkself zum Abschluss des 29. Bundesliga-Spieltags auf Platz vier vor. In der hektischen Nachspielzeit sah Kölns Leonardo Bittencourt die Rote Karte und Leverkusens Wendell Gelb-Rot.

Julian Brandt (39. Minute) und Javier Chicharito Hernandez (44.) erzielten die Tore für Bayer, das seine Aufholjagd im Rennen um einen Platz in der Champions League mit dem vierten Ligasieg in Serie ohne Gegentor fortsetzte und nur noch einen Punkt hinter Hertha BSC liegt.

Im sonst fairen Derby kochten dann ganz zum Schluss nochmal die Emotionen hoch. In der fünften Minute der Nachspielzeit grätschte Bittencourt Gegenspieler Mehmedi von hinten ab und sah zurecht die Rote Karte. In der anschließenden Rudelbildung ließ sich Leverkusens Wendell nach einem Stumper von Kölns Mladenovic zu einer Revanche-Aktion hinreißen und wurde von Schiedsrichter Manuel Gräfe daraufhin ebenfalls mit Gelb-Rot vom Platz geschickt.

Köln muss den Blick wieder nach unten richten

Köln muss sich nach der vierten Heimniederlage in Serie bei nur sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16 wieder nach unten orientieren, kann in den direkten Duellen gegen die Abstiegskonkurrenz aus Darmstadt, Augsburg und Bremen aber alle Zweifel beseitigen. Trainer Peter Stöger hätte sich eine andere Einstimmung auf seinen 50. Geburtstag am Montag gewünscht.

Leverkusen profitierte vom Remis der Hertha gegen Hannover und der Gladbacher Niederlage in Ingolstadt und trifft im Saisonendspurt noch auf beide direkte Tabellennachbarn.

Calhanoglu prüft Horn

50.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen zunächst eine offene Partie. Bayer war balltechnisch sicherer, die Kölner gaben aber nicht klein bei und versuchten selbst immer wieder, offensiv Akzente zu setzen. In der dritten Minute ließ Bayer-Torwart Bernd Leno den Ball bei einem Schuss von Simon Zoller nach vorne abprallen - aber ohne Konsequenz. Sein Kölner Kollege Timo Horn musste in der 14. Minute bei einer scharfen Freistoßflanke von Hakan Calhanoglu eingreifen. Keine Probleme bereitete Horn ein Kopfball von Wladlen Jurtschenko (17.).

Leno musste bei Kopfbällen von Dominic Maroh (19.), Doppeltorschütze beim 2:1-Hinspielsieg, und Anthony Modeste (21.) nicht aktiv werden. Gefährlicher wurde es, als Bittencourt (36.) erst im letzten Moment von Bayer-Verteidiger Wendell gestoppt werden konnte. Der Brasilianer fehlt Leverkusen nach seinem Platzverweis im nächsten Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt wie sein gelb-gesperrter Abwehrkollege André Ramalho.

Brandt trifft erneut

Leverkusen verstärkte den Druck und belohnte sich mit zwei sehenswerten Toren. Karim Bellarabi bediente Brandt und der schoss zum dritten Treffer im dritten Ligaspiel in Serie ein. Kurz darauf legte Nationalspieler Bellarabi auch für Chicharito auf, der kraftvoll zu seinem 16. Saisontor traf.

Köln versuchte, in der zweiten Halbzeit mehr Offensivkraft zu entwickeln. Viele Zuspiele waren unpräzise, aber Chancen zumindest für das Anschlusstor gab es reichlich. Zoller (59.) zwang Leno per Kopfball zu einer gewagten Parade direkt am Pfosten. Gegen Bittencourt (69.) war der Bayer-Keeper mit dem Fuß zur Stelle. Auch Marcel Hartel (86.) konnte den gut aufgelegten Leno nicht überwinden.

Pech für Kießling und Calhanoglu

Leverkusen spielte nicht mehr mit dem Schwung der Schlussphase im ersten Abschnitt - aber cool genug, um den Sieg nicht zu gefährden. Der eingewechselte Stefan Kießling (81.) und Calhanoglu (90.+4) mit einem Freistoß an den Pfosten hätte sogar noch erhöhen müssen.

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