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Bundesliga-Abstieg rückt für Eintracht Frankfurt immer näher

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"Das ist eine schwere Stunde"  

Der Abstieg rückt für die Eintracht immer näher

10.04.2016, 12:17 Uhr | dpa, sid

Bundesliga-Abstieg rückt für Eintracht Frankfurt immer näher. Timothy Chandler von Eintracht Frankfurt ist nach der Niederlage gegen 1899 Hoffenheim geknickt. (Quelle: dpa)

Timothy Chandler von Eintracht Frankfurt ist nach der Niederlage gegen 1899 Hoffenheim geknickt. (Quelle: dpa)

Nach dem Schlusspfiff hörte und fühlte sich in Frankfurt schon vieles an wie nach einem Abstieg aus der Bundesliga. Tausende Fans hatten das Stadion bereits nach dem entscheidenden Gegentor zum 0:2 gegen den direkten Konkurrenten 1899 Hoffenheim verlassen.

Die, die noch dageblieben waren, waren entweder totenstill oder beschimpften die Mannschaft mit teils erhobenen Fäusten. "Das ist eine schwere Stunde. Wir alle können die Tabelle lesen", sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen.

Nerven liegen blank

Und die spricht gegen den Traditionsverein: Mit nur 27 Punkten bleibt Frankfurt Vorletzter, der Abstand zum rettenden Ufer wuchs fünf Spieltage vor Schluss auf drei Zähler an.

"Was soll ich jetzt machen? In den Urlaub fahren?", blaffte Mittelfeldspieler Stefan Aigner genervt auf die erwartete Frage nach den Chancen auf den Klassenerhalt. Dann folgten Durchhalteparolen. "Wir haben noch alle Möglichkeiten und geben nicht auf", sagte er: "Wir geben solange Gas, bis nichts mehr geht." Vor allem aber braucht die Eintracht endlich mal wieder ein Tor.

Bruchhagen: "Wir dürfen nicht resignieren"

Nur zweimal in den vergangenen acht Spielen traf ein Frankfurter Profi, der verletzte Torjäger Alexander Meier wird seit Wochen schmerzlich vermisst. Auch gegen Hoffenheim "haben wir das wieder versäumt", sagte Bruchhagen: "Wir können nur darauf aufbauen, dass die Mannschaft gewinnen wollte. Wir haben einfach kein Glück und dürfen nicht resignieren."

Die Spielanlage des Tabellen-17. am Samstag war tatsächlich besser. Die erste halbe Stunde lang dominierten die Gastgeber vor 51.000 Zuschauern und setzten die Kraichgauer, die mit dem Sieg den erhofften Befreiungsschlag landeten, immer wieder unter Druck. Die Tore aber erzielten dann die eingewechselten Hoffenheimer Nadiem Amiri (62.) und Mark Uth (90.).

Auch Kovac übt sich in Durchhalteparolen

"Diese Niederlage nervt verdammt", sagte der neue Trainer Niko Kovac: "Aber die Mannschaft müht sich und hat sich in allen Teilen verbessert - außer beim Toreschießen. Leider passiert dann das, was passiert, wenn man unten steht. Es fehlt das Quäntchen Glück."

Der kroatische Coach rechnet mit einer "engen Geschichte bis zum letzten Spieltag". Es sei "noch nichts verloren", sagte Kovac. Allerdings warten auf die Eintracht unter anderem noch schwere Auswärtsspiele in Leverkusen und beim Lokalrivalen Darmstadt 98. Am letzten Spieltag könnte es zum absoluten Endspiel bei Werder Bremen kommen.

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