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Fußball  

Elf schwere Monate: Das Krisenjahr des DFB

12.04.2016, 11:48 Uhr | dpa

Fußball - Elf schwere Monate: Das Krisenjahr des DFB. Der Deutsche Fussball-Bund hat elf schwere Monate hinter sich.

Der Deutsche Fussball-Bund hat elf schwere Monate hinter sich. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Die Affäre um das deutsche WM-Sommermärchen 2006 hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in seinen Grundfesten erschüttert. Ein Rückblick auf die vergangenen Monate.

Mai/Juni 2015: Der damalige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erhält im Zuge des FIFA-Skandals Informationen über Ungereimtheiten rund um eine DFB-Zahlung in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den Weltverband. Niersbach behält dies für sich, das DFB-Präsidium wird von ihm darüber nicht informiert.

16. Oktober 2015: Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet über schwarze Kassen beim DFB und einen möglichen Stimmenverkauf durch die deutschen WM-Organisatoren bei der Vergabe der Endrunde 2006. Erst jetzt räumt Niersbach Zahlungs-Ungereimtheiten ein, weist die Vorwürfe einer gekauften WM aber zurück.

03. November 2015: Die Steuerfahndung durchsucht die DFB-Zentrale sowie die Privatwohnungen von Niersbach, seines Vorgängers Theo Zwanziger und des früheren DFB-Generalsekretärs Horst R. Schmidt. Die drei Mitglieder des WM-Organisationskomitees werden der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall verdächtigt.

09. November 2015: Wolfgang Niersbach tritt unter dem Druck der WM-Affäre von seinem Posten zurück. Es sei der Punkt gekommen, "die politische Verantwortung zu übernehmen", erklärt Niersbach nach einer außerordentlichen Präsidiumssitzung. Als Interimschefs rücken die Vizepräsidenten Reinhard Rauball und Rainer Koch an die DFB-Spitze.

17. November 2015: Das Amateurlager kürt Schatzmeister Reinhard Grindel einstimmig zum Kandidaten für die Niersbach-Nachfolge. Mit ihrem Vorpreschen in der wichtigsten Personalfrage widersetzen sich die Landeschefs dem Wunsch des Profifußballs, der mehr Zeit eingefordert hatte. Der Verbandsfrieden ist empfindlich gestört. Dennoch verständigen sich beide Lager drei Tage später bei einer Sondersitzung des Präsidiums auf eine gemeinsame Linie.

11. Februar 2016: Das Profilager erklärt, Grindel bei der Wahl zum DFB-Präsidenten zu unterstützen. Im Gegenzug erklärt das Amateurlager, den Forderungen des Profibereichs nach einer Strukturreform nachkommen zu wollen. Ein entsprechendes Eckpunktepapier soll auf dem außerordentlichen Bundestag verabschiedet werden. Unter anderem sollen die wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt und die Kontrollfunktionen neu geordnet werden.

26. Februar 2016: Der DFB gibt die Trennung von Generalsekretär Helmut Sandrock bekannt. Der seit März 2012 im Amt befindliche Sandrock erklärt, sein Schritt sei nötig, damit "ein kompletter Neuanfang - auch personell - glaubwürdig und konsequent dokumentiert wird". Friedrich Curtius wird drei Wochen später zum Nachfolger ernannt.

04. März 2016: Die vom DFB mit der Untersuchung der WM-Affäre betraute Kanzlei Freshfields veröffentlicht ihren Bericht. Beweise für einen Stimmenkauf können nicht vorgelegt werden. Allerdings wird er auch nicht ausgeschlossen. Zudem präsentieren die Ermittler eine neue Spur. Diese führt über Franz Beckenbauer nach Katar.

April 2016: Kurz vor dem außerordentlichen Bundestag, auf dem Reinhard Grindel an diesem Freitag zum neuen DFB-Präsidenten gewählt werden soll, bricht das Machtgerangel zwischen Profis und Amateuren wieder aus. Ligapräsident Rauball warnt davor, die Interessen der Bundesliga zu übergehen. Sein Kollege Koch macht sich dafür stark, den Einfluss der Profis zu begrenzen.

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