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Werder Bremen schöpft neuen Mut im Abstiegskampf

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"Hoffnung stirbt zuletzt"  

Werder Bremen schöpft neuen Mut im Abstiegskampf

17.04.2016, 10:27 Uhr | sid

Werder Bremen schöpft neuen Mut im Abstiegskampf. Nach dem wichtigen Sieg gegen Wolfsburg lagen sich die Bremer in den Armen. (Quelle: dpa)

Nach dem wichtigen Sieg gegen Wolfsburg lagen sich die Bremer in den Armen. (Quelle: dpa)

Viktor Skripnik klatschte dreimal in die Hände, umarmte kurz jeden seiner Spieler und marschierte schnurstracks in die Kabine. Von übermäßiger Freude oder gar Euphorie fehlte beim Trainer nach dem ebenso wichtigen wie überzeugenden 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg jede Spur.

"Dieser Sieg war enorm wichtig für uns - vor allem mental", sagte Skripnik und sah dabei ganz und garnicht aus wie ein Trainer, der gerade seinen Job gerettet hatte: "Die Mannschaft hat mit Herz Fußball gespielt. Nur so geht es im Abstiegskampf." Gestik und Mimik des Ukrainers ließen tief blicken: Die teils heftigen Diskussionen um seine Person sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen.

"Werder Bremen bleibt drin"

Sportchef Thomas Eichin, der die öffentiche Skripnik-Debatte mit seinen schwammigen Aussagen zur Zukunft des Trainers erst losgetreten hatte, atmete nach dem ersten Bremer Bundesliga-Dreier seit dem 5. März (4:1 gegen Hannover) erstmal kräftig durch. "Wir werden jetzt nicht ausflippen, aber wir sind froh, dass wir diese schwierige Woche so gut überstanden haben", sagte er und sprach von einem "Pflichtsieg. Er war die provozierte Antwort, die wir von der Mannschaft erwartet haben".

Wie wichtig das grün-weiße Lebenszeichen tatsächlich war, verdeutlicht ein Blick auf die Tabelle. Die Kellerkonkurrenz punktete nahezu geschlossen, Werder hätte bei einem weiteren Sieglos-Spiel den Anschluss zum rettenden Ufer verloren. Doch nun kämpft die halbe Liga um den Klassenerhalt. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", sagte Werder-Spielmacher Zlatko Junuzovic bei Sky und wagte vor dem Endspurt eine kühne Prognose: "Werder Bremen bleibt drin."

Pizarro jetzt alleiniger Bremer Rekord-Torjäger

Einen besonderen Grund zum Jubeln hatte Sturm-Oldie Claudio Pizarro. Mit seinem Führungstor per Foulelfmeter zum 1:0 (32.) stieg der Peruaner zum alleinigen Rekord-Torjäger der Bremer auf. Mit nun 102 Ligatreffern (184 Spiele) überflügelte "Pizza" am Samstag den heutigen Aufsichtsrats-Chef Marco Bode, dem 101 Treffer für die Grün-Weißen gelangen.

Doch auch der Rest der Werder-Mannschaft präsentierte sich im Vergleich zur 1:2-Heimpleite in der Vorwoche gegen Augsburg wie ausgewechselt und spielte die erschreckend schwachen Wölfe zeitweise an die Wand. Ihre technischen Mängel machten die Gastgeber mit großer Laufbereitschaft und viel Leidenschaft wett. Die weiteren Werder-Treffer von Fin Bartels (64.) und Sambou Yatabaré (83.) waren der verdiente Lohn. Die Gegentore durch Josuha Guilavogui zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (36.) und Bas Dost (87.) fielen nicht ins Gewicht.

Viel Zeit zum Genießen bleibt den Bremern nicht. Bevor es am Freitag zum Nordderby nach Hamburg geht, steht am Dienstag das "Bonusspiel" im Pokal-Halbfinale bei Bayern München auf dem Programm. "Wir haben nichts zu verlieren", sagte Verteidiger Alejandro Galvez und frohlockte mit breitem Grinsen: "Im Pokal ist alles möglich."

Allofs knöpft sich Spieler vor

Nach Lachen war auf Wolfsburger Seite dagegen keinem zumute. Nationalspieler André Schürrle nannte die trüben Aussichten auf nächste Saison ohne internationales Geschäft eine "Katastrophe". Und auch VfL-Geschäftsführer redete nach dem unterirdischen Auftritt und dem wohl endgültigen K.o. im Kampf um Europa Tacheles.

"Das war ganz dünn", sagte der Manager und zürnte nach dem fünften Liga-Spiel hintereinander ohne Sieg in Richtung seines hoch bezahlten Personals: "Alle in unserem Kader wollen die Drei- oder Vierfach-Belastung - und dann geht man nicht in die Zweikämpfe und verhält sich taktisch falsch."

Dass Allofs nach einem Griff an den Arm des vierten Offiziellen selbst vorzeitig auf die Tribüne geschickt wurde, passte ins traurige Bild, das der noch amtierende Pokalsieger vier Tage nach dem Aus in der Champions League bei Real Madrid (0:3) an der Weser abgab.

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