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Trotz 2:0-Sieg bei Hertha: Meisterfeier der Bayern vertagt

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Spielbericht  

Meisterfeier der Bayern vertagt

23.04.2016, 17:34 Uhr | sid

Trotz 2:0-Sieg bei Hertha: Meisterfeier der Bayern vertagt. Herthas Vedad Ibisevic (re.) im Duell mit Bayerns Serdar Tasci. (Quelle: dpa)

Herthas Vedad Ibisevic (re.) im Duell mit Bayerns Serdar Tasci. (Quelle: dpa)

Bayern München ist nur noch einen Sieg von der Rekord-Meisterschaft entfernt. Das Team von Trainer Pep Guardiola gewann am 31. Spieltag sein Auswärtsspiel bei Hertha BSC trotz einer überwiegend pomadigen Vorstellung 2:0 (0:0) und kann mit einem Sieg am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach den vierten Meistertitel in Folge unter Dach und Fach bringen. Das ist bislang noch keinem Bundesligaklub gelungen.

Vier Tage vor dem wichtigen Halbfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atletico Madrid präsentierten sich die Bayern jedoch meilenweit von ihrer Bestform entfernt. Vor 76.233 Zuschauern im Olympiastadion, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw, erlöste der seit Wochen glänzend aufgelegte Arturo Vidal den nicht in Bestbesetzung angetretenen Favoriten mit einem abgefälschten Distanzschuss zum 1:0-Führungstreffer (48.). Douglas Costa sorgte mit einem sehenswerten Schuss für die Entscheidung (79.).

Hertha muss um Königsklasse bangen

Die vor allem in der ersten Halbzeit sehr engagierten Herthaner holten nur einen Punkt aus den vergangenen vier Ligaspielen und müssen wieder um die Champions-League-Teilnahme in der kommenden Saison bangen.

Bei den Bayern fehlten noch die angeschlagenen Jerome Boateng und Arjen Robben. Kapitän Philipp Lahm wurde für das Spiel in Madrid komplett geschont. Hertha-Trainer Pal Dardai nahm gleich sechs Änderungen in der Startelf im Vergleich zum Halbfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund vor. So durfte Keeper Thomas Kraft gegen seinen Ex-Klub sein Comeback im Hertha-Tor nach 217 Tagen feiern.

Kraft hütet Hertha-Tor

Kraft bekam weniger zu tun als erwartet. Die Münchner taten sich überraschend schwer im Spielaufbau, was auch an den sieben Umstellungen gelegen haben könnte, die Guardiola im Vergleich zum Pokalsieg gegen Werder Bremen vorgenommen hatte. Bayern spielte behäbig, viel zu leicht ausrechenbar und ohne Zug zum Tor.

Hertha begann dagegen deutlich mutiger als im Pokal gegen Dortmund und erspielte sich einige gute Möglichkeiten. Mitchell Weisers Schuss konnte Bayerns Innenverteidiger Serdar Tasci aber gerade noch mit dem Oberkörper blocken (20.). Die Berliner attackierten die Münchner früh beim Spielaufbau und präsentierten sich zunächst deutlich lauffreudiger als der Favorit aus dem Süden.

Stark macht Costa-Schuss unhaltbar

Guardiola dürfte in der Kabine die passenden Worte gefunden haben, denn die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag für die Gäste: Nach Vorarbeit von Weltmeister Mario Götze zog Vidal aus 22 Metern ab, der Ball wurde vom Herthaner Niklas Stark noch abgefälscht und war damit für Kraft unhaltbar. Doch auch mit der Führung im Rücken blieb das Spiel der Bayern größtenteils ideenlos. Zumindest ließ die Abwehr kaum noch Hertha-Chancen zu.

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