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Beach-Volleyball: Erdmann/Matysik im Olympia-Spagat - "Das war Schikane"

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Beach-Volleyball  

Erdmann/Matysik im Olympia-Spagat - "Das war Schikane"

02.05.2016, 15:26 Uhr | dpa

Beach-Volleyball: Erdmann/Matysik im Olympia-Spagat - "Das war Schikane". Kay Matysik (l) und Jonathan Erdmann benötigen Punkte im Olympia-Ranking.

Kay Matysik (l) und Jonathan Erdmann benötigen Punkte im Olympia-Ranking. Foto: Daniel Reinhardt. (Quelle: dpa)

Fortaleza (dpa) - Kay Matysik muss einiges wegstecken für das große Ziel Olympia und den großen Traum, im Sommer an der Copacabana noch einmal bei den Besten mitzumischen. Knie-Operation im vergangenen Herbst, Muskelverletzung zum Jahresstart - und nun beim Comeback gleich erstmals in einem Finale auf der Welttour.

"Das war von 0 auf 100", sagte der Berliner Beachvolleyball-Profi nach dem zweiten Platz im brasilianischen Fortaleza. Am Montag saßen Matysik und sein Partner Jonathan Erdmann schon wieder im Flieger Richtung Russland, wo in dieser Woche das nächste Open-Turnier startet.

Erdmann/Matysik brauchen Punkte im Olympia-Ranking, da ihnen durch die lange Verletzungspause zahlreiche Turniere durch die Lappen gegangen sind. Nur die 15 Top-Teams dürfen in 96 Tagen in Rio de Janeiro starten, höchstens zwei pro Land. Die WM-Dritten von 2013 galten als Deutschlands klarer Kandidat Nummer eins - bis zu Matysiks Rückschlag. "Es war nicht zu erwarten, was wir geleistet haben", sagte der 35-Jährige zur starken Leistung in Brasilien.

Dabei musste und muss Matysik mit seinem sieben Jahre jüngeren Blocker Erdmann den Spagat meistern, auf der einen Seite die Physis zu stabilisieren und weiter zu verbessern, auf der anderen Seite viele Resultate zu holen. Dass dann bei extremen äußeren Bedingungen in Fortaleza - 37 Grad im Schatten, der Sand 39 Grad heiß - im Finale gegen das Gastgeber-Duo Oscar/Andre der "Tank" leer war, verwunderte nicht. Im Tiebreak gab Matysik nach Kreislauf-Problemen auf. "Wir haben bei dem Turnier mehr Spiele gemacht, als wir insgesamt zuvor trainieren konnten", berichtete der Routinier.

Dazu kam noch eine "furchtbare Dopingkontrolle", erzählte der Abwehr-Spezialist. Zwischen Viertel- und Halbfinale musste Matysik in einem warmen Raum ohne Klimaanlage zwei Stunden ausharren, durfte nicht essen und nicht raus. "So ging die komplette Regeneration flöten. Die Kontrolle selbst war dann in einem öffentlich zugänglichen Dixiklo. Das war wirklich Schikane", sagte Matysik.

So war der Finaleinzug, der 450 Olympia-Punkte brachte, auch ein Sieg gegen die eigenen Zweifel. Erdmann verwies auf den Vorteil des schon acht Jahre währenden Zusammenspiels: "Unsere Block-Abwehr-Strategien haben einfach nahtlos gegriffen." Plötzlich ist Rio wieder näher gerückt für die Olympia-Fünften von 2012. Drei Open-Turniere, zwei Grand Slams und die EM bleiben zum Punktesammeln.

Mit 3990 Zählern liegen Erdmann/Matysik knapp unter dem Quali-Strich wie auch das zweite deutsche Nationalteam, Markus Böckermann und Lars Flüggen. Die beiden können nach einer Knie-Operation von Flüggen derzeit gar nicht in den Olympia-Ausscheidungskampf eingreifen.

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