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Schwimm-EM 2016: Adam Peaty mag deutsche Hunde und Autos

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Schwimm-EM 2016  

Brustschwimmer Peaty mag deutsche Hunde und Autos

18.05.2016, 12:06 Uhr | dpa

Schwimm-EM 2016: Adam Peaty mag deutsche Hunde und Autos. Adam Peaty siegte über 100-Meter-Brust.

Adam Peaty siegte über 100-Meter-Brust. Foto: Patrick B. Kraemer. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Sobald Weltrekordler Adam Peaty über deutsche Errungenschaften wie seinen Jagdhund oder die schwäbische Nobel-Karosse spricht, gerät der Top-Schwimmer aus Großbritannien ins Schwärmen.

"Monty gibt mir beim Spazierengehen viel Kraft und ihr Deutschen baut eh die besten Autos", sagt der 21-Jährige der Deutschen Presse-Agentur zu Beginn der EM in London. In Berlin stellte er bei der EM vor zwei Jahren seinen ersten Weltrekord über 50 Meter Brust auf. "Deutschland tut mir irgendwie gut", sagte Peaty mit schelmischen Grinsen und Lausbuben-Gesicht.

Im Becken aber verteilt Peaty keine Nettigkeiten. Der Weltmeister dominiert mit Weltrekorden die kurzen Bruststrecken. Über die olympischen 100 Meter unterbot er vergangenes Jahr die Schallmauer von 57 Sekunden, bei der EM diese Woche und den Spielen im August in Rio ist er der Topfavorit. Das EM-Halbfinale über 100 Meter Brust bestritt er unrasiert, trotz der bremsenden Körperbehaarung blieb er locker unter 59 Sekunden. Das Finale gewann Peaty souverän in 58,36 Sekunden. Mit seinen 21 Jahren ist Peaty aber Profi genug, um die üblichen Sätze zu sagen über den Druck, den er nicht spüre und den er sich nur selbst mache.

Wie andere Sprinter hat Peaty auch dank des Trainings in Australien mehrere Kilo Muskelmasse zusätzlich aufgebaut. "Und der Typ sah schon aus wie ein Monster", sagt der deutsche Chefbundestrainer Henning Lambertz anerkennend über Peaty. Der Vorzeige-Athlet hat übrigens daheim eine feste Regel: Über Schwimmen wird nicht geredet. "Wenn ich die Treppe runter gehe, sage ich Mom und Dad, dass sie meine Rennen im TV ausschalten sollen", sagt der dreimalige Weltmeister.

Vor vier Jahren hatte Peaty den Schlüsselmoment seiner Schwimm-Karriere. In seiner Heimat Derby erfuhr er als 17-Jähriger vom Olympia-Start eines gleichaltrigen Teamkollegen. "Ich hätte mich im Feld betrinken können oder etwas anderes Blödes. Es war ein Was-mache-ich-mit-meinem-Leben-Moment. Von da gab es keine Ablenkung mehr, sondern nur noch das Ziel Olympia", erinnert sich Peaty.

Wie Deutschlands Weltmeister Marco Koch fehlt Peaty nur noch der Olympiasieg. In Rio will der dreimalige Weltmeister von 2015 Koch aber auf den 200 Metern keine Konkurrenz machen. "Sein Körper passt wirklich gut auf die 200, meiner auf die kürzeren Strecken. Marco ist unaufdringlich, ein ruhiger, toller Kerl. Er macht so viel aus seinen Möglichkeiten. Der Weltrekord wird in Rio fallen", lobt Peaty die deutsche Gold-Hoffnung.

Ein Erfolgsgeheimnis der britischen Schwimmer, deren Nachwuchs die Arrivierten ständig herausfordert, ist Transparenz. Die Coaches tauschen ihre Trainingsprogramme aus und besprechen sich, in Deutschland lange ein undenkbarer Zustand. "Jeder kann zum Training vorbeischauen", berichtet Peaty, aber schränkt auch ein, dass jeder seinen eigenen Weg finden müsse: "Eine Kopie ist nie so gut wie das Original. Das wissen die Deutschen mit ihren Autos auch."

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