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Wegen Marco Russ: Eintracht-Coach Kovac poltert in der ARD los

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Wegen Marco Russ  

Kovac attackiert Staatsanwaltschaft: "Ist eine Lüge"

20.05.2016, 15:06 Uhr | dpa, sid

Wegen Marco Russ: Eintracht-Coach Kovac poltert in der ARD los. Niko Kovac redete sich nach dem Spiel gegen Nürnberg in Rage.  (Quelle: imago/Jan Hübner)

Niko Kovac redete sich nach dem Spiel gegen Nürnberg in Rage. (Quelle: Jan Hübner/imago)

Niko Kovac war nach dem Relegations-Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg richtig sauer. Und das nicht wegen des für Eintracht Frankfurt mäßigen Ergebnisses von 1:1. Eintrachts Trainer kritisierte vielmehr die Begleitumstände rund um das Thema Marco Russ, bei dem ein Tumor festgestellt worden war.

"Wie das bei uns im Trainingscamp abgelaufen ist, das war eine Frechheit. Das kann man so nicht machen. Ich bin geschockt gewesen", sagte Kovac in der ARD mit Blick auf das Vorgehen der Staatsanwaltschaft.

Es sei unbenommen die Pflicht der Staatsanwaltschaft, nach der Kenntnisnahme eines möglichen Dopingfalles zu ermitteln. "Nur: Dann bekommt man vom Arzt eine Bestätigung, dass Russ erkrankt ist, und trotzdem kommt immer noch jemand und sagt, ich glaube dem nicht. Und dann wird auch noch erklärt, der Befund des Arztes sei nicht da gewesen. Das ist eine Lüge, das ist nicht die Wahrheit", ereiferte sich Kovac:  "Es gibt viele, auch die Beamten, die können das Gegenteil bezeugen."

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Kritik an der NADA

Einmal in Fahrt, bekam auch die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA von Kovac ihr Fett weg: "Ich finde es merkwürdig, dass es mit den Ergebnissen drei Wochen dauert und diese dann vor einem so wichtigen Spiel veröffentlicht werden. Ich halte das, salopp gesagt, für schlecht. Das ist nicht gut gelaufen."

Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft den medizinischen Befund über die schwere Erkrankung des Eintracht-Profis erhalten. Die Unterlagen der NADA seien am späten Donnerstagabend eingegangen, teilte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen mit. Darin werde von einem "starken Verdacht" auf einen Tumor gesprochen. Details nannte sie nicht. "Die Unterlagen müssen nun geprüft werden", sagte Niesen.

Zugleich verteidigte sie das Vorgehen der Behörde. Die Durchsuchung der Wohnung des Spielers und des Trainingscamps der Frankfurter sei notwendig gewesen, da zu diesem Zeitpunkt keine medizinischen Dokumente vorgelegen hätten, die eine mögliche Krankheit bescheinigten. Die NADA hatte Strafanzeige wegen des Verdachts auf Doping gestellt.

Wirbel hatte es direkt nach der Partie auch wegen einer unbedachten Äußerung von Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer über die Erkrankung von Russ gegeben. "Ich glaube, wenn einer wirklich schwer krank ist, kann er kein Fußball spielen", hatte Schäfer gesagt. Kapitän Russ hatte gespielt, ihm war das Eigentor zur Nürnberger Führung unterlaufen.

Schäfer und Weiler entschuldigen sich

Noch in der Nacht distanzierte sich Schäfer von dieser Aussage. "Meine Worte waren dumm, dafür kann ich mich nur aufrichtig entschuldigen. Ich habe mich voreilig geäußert, ohne Bescheid zu wissen. So etwas darf mir nicht passieren, das ist absolut nicht in Ordnung. Ich wünsche Marco das Allerbeste und bin sicher, dass er wieder gesund wird", wird Schäfer in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Trainer René Weiler, der die Bekanntmachung der Russ-Erkrankung durch die Eintracht am Abend vor dem Spiel zunächst als "Inszenierung" abgetan hatte, revidierte seine Aussagen ebenfalls. "Es ist pietätlos, dass ein Klub und ein erkrankter Spieler fast dazu genötigt werden, die intimsten Dinge preisgeben zu müssen, um nicht als Dopingsünder in Verdacht zu stehen", sagte der Coach: "Ich habe meine Aussage auch bei Marco Russ sowie den Frankfurter Verantwortlichen persönlich unmittelbar klargestellt."

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