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Schwimmen: Die Baustellen des Deutschen Schwimm-Verbandes

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Die Baustellen des Deutschen Schwimm-Verbandes

23.05.2016, 08:57 Uhr | dpa

Schwimmen: Die Baustellen des Deutschen Schwimm-Verbandes. Der Vertrag von Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz könnte verlängert werden.

Der Vertrag von Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz könnte verlängert werden. Foto: Rainer Jensen. (Quelle: dpa)

London (dpa) - Vor Franziska Hentkes EM-Gold über 200 Meter Schmetterling verbuchte der Deutsche Schwimm-Verband bereits einen Erfolg abseits des Beckens.

DSV-Präsidentin Christa Thiel wurde bei den Europameisterschaften in London trotz mehrerer Gegenkandidaten als Vizepräsidentin des Europäischen Verbandes LEN bestätigt. Hentkes Sieg verfolgte die Rechtsanwältin von Deutschland aus. Thiel hat viel zu tun: Das Olympia-Jahr 2016 hält für den DSV nicht nur aus sportlicher Sicht einige Weichenstellungen bereit. Die Deutsche Presse-Agentur beleuchtet einige der Baustellen.

- Der Verbandstag im November mit Wahl des Präsidiums:

Seit 2000 ist Christa Thiel DSV-Präsidentin, eine fünfte Wiederwahl beim Verbandstag im November in Leipzig wird kein Selbstläufer. Eine dreiköpfige Findungskommission soll über Kandidaten befinden. "Es gehört sich, dass man sich vor dieser Findungskommission, dem Hauptausschuss und dem Präsidium erklärt, bevor ich das öffentlich tue", sagt Thiel. Würden ihre (Personal-)Vorstellungen erfüllt, könnte die 62-Jährige wieder antreten. Intern hat Thiel bereits signalisiert, dass sie einen weiteren Verbandstag wie 2012 nicht noch einmal mitmacht. Damals taten sich einige Landesverbände zusammen und Thiel erhielt als alleinige Kandidatin nur 57,1 Prozent der Stimmen. Zudem missfiel ihr die neue Zusammensetzung des Präsidiums.

- Die weiteren Ambitionen der Präsidentin:

Nach dem Ende ihrer Amtszeit als Vize des Deutschen Olympischen Sportbundes hätte Christa Thiel Zeit für ein weiteres internationales Amt im Weltschwimmverband FINA. Als Vorsitzende des Doping-Gremiums wird die Rechtsanwältin über mangelnde Arbeit kaum klagen können. LEN-Präsident Paolo Barelli ermuntert Thiel nun, für den FINA-Vorstand im Juli 2017 zu kandidieren. Zwei freie Plätze sollen nach Barellis Vorstellungen an Spanien und Deutschland gehen. Als DSV-Präsidentin wäre das einfacher als ohne DSV-Amt.

- Das sportliche Führungspersonal:

Vor dem Verbandstag darf der DSV nach Beschluss des Hauptausschusses keine Verträge verlängern - das führt wie 2012 zu einer monatelangen Hängepartie. Zudem wird der DOSB erst nach Rio über die Finanzmittel endgültig entscheiden. Schwimm-Chefbundestrainer Henning Lambertz hat einen Vertrag bis Ende 2016 mit Option bis 2020. "Ich meine, Henning Lambertz macht eine sehr gute Arbeit. Das ist eine ganz persönliche Bewertung, die mit niemandem abgesprochen ist", sagt Thiel.

Mit DOSB und Bundesinnenministerium soll auch über eine veränderte Verbandsstruktur gesprochen werden. Auf dem Prüfstand steht wohl auch der Posten des Leistungssportdirektors. Den hat Wassersprung- Cheftrainer Lutz Buschkow seit 2008 in Personalunion inne.

- Der TV-Vertrag: 

Zum Jahresende läuft der TV-Vertrag mit der Agentur SportA der öffentlich-rechtlichen Sender aus. Olympia-Erfolge in Rio könnten da helfen. Bislang übertrugen ARD/ZDF die Endläufe deutschen Meisterschaften an zwei Wochenendtagen live und bestimmten daher den Termin. So fand die DM in diesem Jahr am zweiten Mai-Wochenende statt wie ursprünglich geplant im April. Da ARD/ZDF künftig nicht mehr Inhaber der Olympia-Senderechte sind, könnte sich auch deren nationale Berichterstattung olympischer Kernsportarten reduzieren. "Das würde dem öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht gerecht werden", sagt Thiel und hofft vielmehr, dass bei mehr Erfolgen das Fernsehen das Fernsehen "auf unsere Zeitwünsche eingeht".

- Die Einbindung früherer Spitzensportler:

Freiwasser-Rekordweltmeister Thomas Lurz soll nach seinem Rücktritt aktiver als bisher im Verband mitarbeiten. "Da gibt es Ideen, die habe ich dem Präsidium auch schon vorgestellt. Das weiß er auch", sagt Thiel. Frühere Größen wie Michael Groß, Franziska van Almsick oder Britta Steffen, die zumindest punktuell dem Nationalteam ihre Erfahrungen weiter gibt, hatten das für sich ausgeschlossen. Lurz ist Präsident der Würzburger Schwimmer. Mit seinem Know-how wäre er auch im DSV für einen Posten gut.

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