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Relegation Bundesliga 2016: Frankfurt und Nürnberg bangen um Zukunft

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Showdown in der Relegation  

Frankfurt und Nürnberg bangen um die Zukunft

23.05.2016, 13:54 Uhr | sid

Relegation Bundesliga 2016: Frankfurt und Nürnberg bangen um Zukunft. Erbitterter Kampf um die Bundesliga: Nürnbergs Ondrej Petrak (links) und Frankfurts Alex Meier. (Quelle: imago/Jan Huebner)

Erbitterter Kampf um die Bundesliga: Nürnbergs Ondrej Petrak (links) und Frankfurts Alex Meier. (Quelle: Jan Huebner/imago)

"Es ist wirklich nur ein Fußballspiel", sagte Eintracht Frankfurts Trainer Niko Kovac vor dem entscheidenden Relegations-Rückspiel beim 1. FC Nürnberg (ab 20.15 Uhr bei t-online.de im Live-Ticker). Mit Blick auf die schwere Tumorerkrankung von Marco Russ hat er sicher recht. Nur: Für beide Klubs steht praktisch alles auf dem Spiel.

Den Hessen droht beim fünften Abstieg der Vereinsgeschichte alleine bei den TV-Geldern ein Verlust in Höhe von 15 Millionen Euro. Zudem müsste der Spieleretat um rund 18 Millionen Euro zusammengestrichen werden. Ein neuer Hauptsponsor soll seine Unterschrift von der Ligazugehörigkeit abhängig machen.

Und der Club? Die Nürnberger planen seit dem Abstieg 2014 fest mit dem Aufstieg - entsprechend desaströs ist inzwischen die finanzielle Lage, 16,2 Millionen Euro Verbindlichkeiten plagen den Traditionsverein.

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Welches Team setzt sich in der Relegation durch?

Russ im Nürnberg nicht dabei

Immerhin scheinen sich beide wieder auf das Sportliche konzentrieren zu können. "Ich möchte das jetzt nicht mehr breittreten", sagte Kovac zur Russ-Erkrankung und die hohen Wellen, die peinliche Aussagen von FCN-Torwart Raphael Schäfer und darauf folgende Entschuldigungen ausgelöst hatten. Nürnbergs Trainer Réne Weiler äußerte sich ähnlich - allerdings erst nach einer minutenlangen Wutrede.

Der ohnehin im Rückspiel gesperrte Russ wird nicht mit nach Nürnberg fahren. "Er soll sich auf seine Operation vorbereiten", sagte Kovac: "Das Wichtigste ist, dass der Junge so schnell wie möglich wieder fit wird."

Kovac: "Wir glauben daran"

Der Verlierer im Spiel heute Abend steht am Abgrund - und wird sich mit den wütenden Fans auseinandersetzen müssen. Sowohl in Frankfurt (in der WM-Arena) als auch in Nürnberg (auf dem Hauptmarkt) zittern Tausende Fans, die keine Karte ergattern konnten, beim Public Viewing mit. Die Ordnungskräfte hoffen, dass nicht viel mehr als die rund 5000 Frankfurter Karteninhaber in den Süden reisen. Die Lage um das "Risiko-Spiel" ist angespannt - auch bei den Trainern.

"Wir glauben daran. Wir haben bewiesen, dass wir in schwierigen Situationen unseren Mann stehen und dem Druck standhalten können", sagte Kovac, der neben Russ nur auf Sonny Kittel verzichten muss: "Ich bin mir sicher, dass man auswärts in Nürnberg gewinnen kann. Mit einem Tor sind wir wieder voll im Rennen." Das allerdings ist das große Frankfurter Problem.

Kovac sieht Ergebnis plötzlich positiv

In 34 Ligaspielen erzielte der Tabellen-16. ganze 34 Treffer. Torjäger Alexander Meier konnte nach langer Verletzung im Hinspiel zwar auflaufen, er blieb aber wirkungslos. "Wir werden kurzfristig entscheiden, ob es für einen Einsatz in der Startelf reicht", sagte Kovac, der immerhin das enttäuschende Hinspiel verdaut hat: "Am Donnerstagabend waren wir ein bisschen geknickt. Aber jetzt sehe ich das Resultat gar nicht so negativ. Selbst wenn Nürnberg in Führung gehen sollte - wir haben am Donnerstag gezeigt, dass wir zurückkommen können."

Dass der Club genau das verhindern will, liegt wohl in der Natur der Sache. Weiler erwartet ein "Endspiel". Alles sei "komplett offen - für beide", sagte der Coach. Auf das für den Club ausreichende 0:0 werde er nicht spekulieren.

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