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Basketball - NBA-Traumfinale elektrisiert: "Genau das, was ich sehen wollte"

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Basketball  

NBA-Traumfinale elektrisiert: "Genau das, was ich sehen wollte"

01.06.2016, 12:09 Uhr | dpa

Basketball - NBA-Traumfinale elektrisiert: "Genau das, was ich sehen wollte". LeBron James bekommt seine Revanche gegen Stephen Curry im Finale.

LeBron James bekommt seine Revanche gegen Stephen Curry im Finale. Foto: Larry W. Smith. (Quelle: dpa)

Oakland (dpa) – Auf diesen Showdown haben NBA-Fans die ganze Saison hingefiebert. Champion Golden State Warriors gegen Vizemeister Cleveland Cavaliers – das Finale in der NBA garantiert allein aufgrund seiner Protagonisten großen Hype und Hysterie.

"Das ist genau das, was ich sehen wollte – ein Rematch mit zwei gesunden Teams", twitterte Legende Earvin Magic Johnson.

Im Vorjahr standen sich beide Teams bereits gegenüber, die Warrios gewannen in sechs Spielen. Allerdings war es ein ungleiches Duell. Golden State hatte alle Stars zur Verfügung, bei den Cavaliers hingegen war LeBron James auf sich alleine gestellt. Die Nummern zwei und drei, Kyrie Irving und Kevin Love, fehlten verletzungsbedingt. Und deshalb haben sich viele seit vergangenem Juni ein Re-Match gewünscht – und nun bekommen.

"Jetzt sind wir nur noch vier Siege von unserem Ziel entfernt – das ist schon eine besondere Leistung", sagte Warriors-Superstar Stephen Curry. Für sein Team war der Weg in die am Donnerstag (Ortszeit) beginnende Endspielserie steiniger als erwartet. Im Halbfinale schien die Hürde Oklahoma City Thunder bereits zu hoch. Nach vier Partien lag Golden State 1:3 hinten und musste Historisches leisten, um doch noch die Chance auf eine Titelverteidigung zu wahren. Als erst zehntes Team der Liga-Geschichte schafften es die Warriors, einen derartigen Rückstand noch zu drehen.

Bei "TNT" schauten sich 15,9 Millionen Fans den entscheidenden 96:88-Sieg an, sorgten für die beste Quote in der Geschichte des Kabel-TV-Senders. Selbst einige Finalspiele der jüngsten Vergangenheit kamen nicht an diese Zahl heran. Nach den Thrillern gegen OKC war die Frage durchaus berechtigt, wie das eigentlich noch zu toppen sein solle? Doch es gibt eine Steigerung – das Duell mit den Cavaliers und ihrem König.

King James regiert seit Jahren die Eastern Conference. Zum sechsten Mal nacheinander hat er mit seinem Team im Osten gewonnen und das Finale erreicht – von 2011 bis 2014 jeweils mit Miami Heat, nun zum zweiten Mal hintereinander mit Cleveland. Wo James spielt, ist das Endspielticket sicher.

In keiner anderen der vier nordamerikanischen Profiligen ist ein Erfolg so vorhersehbar wie im NBA-Osten. Trotz dieser Dominanz gehen die Cavaliers als Außenseiter ins Traumfinale. James kommentierte diese Rollenverteilung auf seine Art: "Dummheit."

Sein Duell mit Curry steht im Mittelpunkt – das beide in Akron/Ohio geboren sind, ist zusätzliche Würze. Frühestens am 10. und spätestens am 19. Juni hat einer der beiden Alleskönner eine Trophäe mehr. Sollten die Cavaliers gewinnen, hätte die Titeltristesse der Sportteams aus der Stadt am Erie-See nach mehr als 50 Jahren ein Ende. Verteidigt Golden State die Meisterschaft, wäre die Saison der Superlative perfekt.

Mit 24 Siegen nacheinander zu Beginn der Spielzeit sowie 73:9 Erfolgen in der Vorrunde hat die Mannschaft von Trainer Steve Kerr bereits NBA-Rekorde aufgestellt. James bezeichnet den Gegner als "gut geölte Maschine" und die Dreier-Spezialisten Curry und Klay Thompson als die "wahrscheinlich besten Schützen, die der Basketball je hatte."

Am Dienstag gingen einige, wenige Tickets für die ersten beiden Partien in Oakland in den Verkauf – auf dem Schwarzmarkt lag der Preis umgehend bei mindestens 550 Dollar. Krieger gegen Kavaliere, Curry contra James – das ist bestes Basketball-Business. 

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