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FIFA-Chef Gianni Infantino: Persönliche Ausgaben selbst bezahlt

02.07.2016, 11:29 Uhr | dpa

FIFA-Chef Gianni Infantino: Persönliche Ausgaben selbst bezahlt. Gianni Infantino ist der Präsident der FIFA.

Gianni Infantino ist der Präsident der FIFA. Foto: Jason Szenes. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Gianni Infantino hat Vorwürfe über angebliche unlautere Vorteilsnahme als FIFA-Präsident zurückgewiesen.

"Ich habe sämtliche persönliche Ausgaben immer selbst bezahlt", sagte der Schweizer in einem Interview der "Bild"-Zeitung. "Ich habe mich in meinem professionellen Leben immer an die ethischen Grundsätze gehalten", beteuerte Infantino. In Medienberichten war dem 46-Jährigen zuletzt vorgeworfen worden, er habe private Anschaffungen auf FIFA-Kosten getätigt und sich Reisen in einem Privatjet von einem russischen Oligarchen bezahlen lassen.

Angeblich soll die FIFA-Ethikkommission Vorermittlungen aufgenommen haben. Bestätigt wird dies von dem Gremium aber nicht. "Und die FIFA-Ethikkommission betreffend kann ich sagen, dass ich dieses unabhängige Organ und ihre Kompetenzen vollkommen respektiere und natürlich in ihrer Arbeit unterstütze. Falls nötig, bin ich jederzeit bereit, zu allen Fragen vollumfänglich Auskunft zu geben", sagte Infantino, der seit Februar den Fußball-Weltverband leitet.

Auch in der Diskussion um die Festlegung seiner Bezüge wies Infantino alle Anschuldigungen von sich. "Es ging mir nie um die Höhe meines Gehalts, sondern um die Art und Weise, wie der Prozess gehandhabt wurde. Die Höhe meines Gehalts war immer sekundär. Sobald mein Vertrag unterschrieben ist, werde ich die Höhe meines Gehalts öffentlich bekannt geben", versprach Infantino.

Im Mai war Domenico Scala als Chef der FIFA-Compliance-Kommission zurückgetreten, da der FIFA-Kongress auf Betreiben Infantinos die Rechte der Kontrollgremien für einen Übergangszeitraum beschnitten hatte. Scala war als Vorsitzender der Vergütungskommission für die Festsetzung des Infantino-Gehalts zuständig. Der FIFA-Chef soll die Höhe von knapp zwei Millionen Franken pro Jahr in einer Council-Sitzung als Beleidigung bezeichnet haben.

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