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Triathlon-Streit: DOSB muss Olympianominierung behandeln

16.07.2016, 17:41 Uhr | dpa

Triathlon - Triathlon-Streit: DOSB muss Olympianominierung behandeln. Die deutsche Triathletin Rebecca Robisch.

Die deutsche Triathletin Rebecca Robisch. Foto: Axel Heimken. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) muss sich noch einmal mit der Olympia-Nominierung der Triathleten beschäftigen.

Nach einem Beschluss des Landgerichts Frankfurt "hat der DOSB den Auftrag bekommen, die Thematik Olympianominierung im Triathlon noch einmal zu behandeln. Der DOSB setzt den Beschluss des Gerichts derzeit um", teilte der Sportdachverband mit.

Dagegen wurde der Antrag auf Einstweilige Verfügung der Triathletin Rebecca Robisch von dem Gericht am Freitag abgelehnt. Die 28-Jährige hatte versucht, auf diesem Weg doch noch vom DOSB für Rio nominiert zu werden. Robisch war dennoch zufrieden, auch wenn sie nur einen Teilerfolg erzielte. "Ich freue mich sehr über dieses Urteil", sagte sie sportschau.de: "So konnte ich die aus meiner Sicht unverständliche Nichtnominierung korrigieren und im Sinne unserer deutschen Athleten etwas Gutes tun."

Der DOSB hatte am Dienstag nur Anne Haug für Olympia benannt. Die 33-Jährige hatte als einzige die Qualifikations-Kriterien erfüllt. Insgesamt hatten Deutschland bei Olympia drei Startplätze bei den Frauen und zwei bei den Männern zugestanden.

Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hatte zunächst neben Haug die 20-jährige Laura Lindemann und Anja Knapp sowie bei den Männern Steffen Justus und Gregor Buchholz vorgeschlagen. Nach einer erfolgreichen Klage Robischs beim Deutschen Sportschiedsgericht erweiterte der Verband kurzfristig die Liste um Robisch und Hanna Philippin.

Insgesamt gibt es in den beiden olympischen Rennen der Männer und Frauen jeweils 55 Startplätze. Die vier freien deutschen Quotenplätze sollen bereits vergeben sein. Daher ist es sehr fraglich, dass noch eine weitere deutsche Triathletin oder ein Triathlet nach Rio mitkommen kann. "Die Chancen sind sehr gering", sagte DTU-Präsident Martin Engelhardt der Deutschen Presse-Agentur.

Am Rande des WM-Rennens in Hamburg standen noch Gespräche zwischen der DTU und der Präsidentin des Weltverband ITU, der Spanierin Marisol Casado, über das Thema an. Die ITU hat großes Interesse daran, dass Deutschland als eine der wichtigsten Triathlon-Nationen mit mehr als einer Starterin in Rio vertreten ist. Wer den möglichen Platz neben Haug einnimmt, ist völlig offen. Die besten Chancen als Nachrückerin werden der zweimaligen Junioren-Weltmeisterin Laura Lindemann eingeräumt.

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