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Doping in Russland: McLaren-Report der WADA legt gravierende Belege vor

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Brisanter WADA-Report  

Gravierende Belege für Staatsdoping in Russland

18.07.2016, 18:13 Uhr | sid

Doping in Russland: McLaren-Report der WADA legt gravierende Belege vor. Russland steht im Fokus von Dopingermittlungen. (Quelle: dpa)

Russland steht im Fokus von Dopingermittlungen. (Quelle: dpa)

Der mit Spannung erwartete McLaren-Report hat ein systematisches und von höchsten politischen Kreisen gedecktes Doping-System in Russland während der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi bestätigt.

Das gab Sonderermittler Richard McLaren bei der Vorstellung des von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) initiierten Berichts im kanadischen Ottawa bekannt.

Demnach habe das russische Sportministerium die Manipulation mithilfe des Geheimdienstes FSB "gelenkt, kontrolliert und überwacht", hieß es in dem Report. McLaren hatte Aussagen des russischen Kronzeugen Gregori Rodtschenkow untersucht, denen zufolge die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi massiv auch unter Mithilfe staatlicher Behörden beeinflusst worden waren.

Dopingkontrollen massiv manipuliert

Unter anderem sollen massiv Dopingkontrollen manipuliert worden sein. Mehrere Dutzend russische Sportler, darunter mindestens 15 Medaillengewinner, sollen in Sotschi gedopt an den Start gegangen sein.

Der Report hielt fest, dass in die Planung dieses einzigartigen Vertuschungsverfahrens des Labors in Sotschi unter anderem das Sportministerium, der Geheimdienst FSB und das Moskauer Labor eingebunden waren.

Russische Athleten geschützt

Eine vorher ausgewählte Gruppe russischer Athleten, die in Sotschi am Start waren, wurden demnach durch die Vertuschung von Proben geschützt. Bei allen Fläschchen mit den Proben wurden Manipulationen festgestellt, alle Deckel waren entfernt und später wieder angebracht worden.

Eine Entscheidung über eine mögliche Sperre Russlands muss nun das Internationale Olympische Komitee (IOC) treffen, McLaren oder die WADA haben keinerlei Entscheidungsbefugnis.

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