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Schwimmen: Heintz schwimmt erneut deutschen Lagen-Rekord

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Heintz schwimmt erneut deutschen Lagen-Rekord

31.08.2016, 20:03 Uhr | dpa

Schwimmen: Heintz schwimmt erneut deutschen Lagen-Rekord. Philip Heintz ist beim Weltcup in Berlin erneut deutschen Rekord geschwommen.

Philip Heintz ist beim Weltcup in Berlin erneut deutschen Rekord geschwommen. Foto: Gregor Fischer. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die deutschen Schwimmer haben beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin ihre Olympia-Wunden etwas gelindert. Philip Heintz verbesserte seinen erst vier Tage alten deutschen Rekord über 200 Meter Lagen.

Franziska Hentke auf ihrer Spezialstrecke 200 Meter Schmetterling und Florian Wellbrock über 1500 Meter Freistil sorgten für weitere Erfolge. Insgesamt gab es sechs deutsche Siege in Berlin.

"In Moskau werde ich versuchen, den Europarekord zu knacken", sagte Heintz, der sich auf knapp 30 000 Dollar Preisgeld freuen darf. In Rio hatte der Heidelberger vor zweieinhalb Wochen als Olympia-Sechster noch bittere Tränen über die verpasste Medaille vergossen.

In 1:51,92 Minuten schwamm Heintz elf Hundertstelsekunden schneller als zum Weltcup-Auftakt im französischem Chartres. Ob er 2017 aufhören oder bei den Spielen 2020 in Tokio einen neuen Olympia-Anlauf nehmen wird, will er weiter in Ruhe überlegen. Voraussetzung für eine Karrierefortsetzung seien grundlegende Strukturveränderungen im Deutschen Schwimm-Verband. Stunden zuvor hatte Christa Thiel bekanntgegeben, dass sie beim Verbandstag Anfang November nach 16 Jahren Amtszeit nicht mehr als DSV-Präsidentin kandidieren wird.

Die Magdeburgerin Franziska Hentke gewann ihre Spezialdisziplin 200 Meter Schmetterling in guten 2:04,06 Minuten vor der Olympia-Zweiten Madeline Groves aus Australien. "Am Anfang war ich vielleicht ein bisschen zu schnell", sagte die Europameisterin - in Rio nach ihrem Halbfinal-Aus ebenfalls in Tränen aufgelöst. Vereinskollege Wellbrock siegte in 14:35,79 über die 1500 Meter Freistil. Erfolgreichste Athletin in Berlin war die dreimalige Olympiasiegerin Katinka Hosszu. Die Ungarin entschied allein sieben Wettbewerbe für sich.

Marco Koch war am Tag nach seinem überzeugenden Sieg über die 200 Meter Brust von den Folgen einer Virus-Infektion zu geschwächt: Mehr als Platz vier über 100 Meter Brust in 57,21 Sekunden war nicht drin. "Ich wollte mich jetzt nicht töten, bin Montag erst aus dem Krankenhaus", sagte er.

Knapp an Weltrekorden vorbei schwammen mehrere Athleten: Chad Le Clos aus Südafrika etwa verfehlte über 100 Meter Schmetterling in 48,66 Sekunden seine Bestmarke um gut zwei Zehntel wie auch Alia Atkinson aus Jamaika den sieben Jahre alten Weltrekord von Jessica Hardy. Über 50 Meter Brust schlug Atkinson nach 29,00 Sekunden an.

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