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Sportpolitik: Roms Olympia-Bewerbung vor Aus - "Traurig für Italien"

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Sportpolitik  

Roms Olympia-Bewerbung vor Aus - "Traurig für Italien"

09.09.2016, 15:50 Uhr | dpa

Sportpolitik: Roms Olympia-Bewerbung vor Aus - "Traurig für Italien". Giovanni Malagò, der Präsident von Italiens NOK, sagte, dass es ohne Rom keine Olympia-Bewerbung geben werde.

Giovanni Malagò, der Präsident von Italiens NOK, sagte, dass es ohne Rom keine Olympia-Bewerbung geben werde. Foto: Ettore Ferrari. (Quelle: dpa)

Rom (dpa) - Die Bewerbung Roms für die Olympischen Sommerspiele 2024 steht vor dem Aus. Die neue Bürgermeisterin Virginia Raggi werde in den kommenden Tagen ihr Nein zu der Kandidatur offiziell verkünden, meldeten italienische Medien.

"Olympia in Rom, Nein Danke", schrieb der Komiker Beppe Grillo, Kopf von Raggis Partei, der Protestbewegung "5 Sterne" (M5S), auf seinem Blog. "Das ist traurig für Rom und traurig für Italien", sagte Regierungschef Matteo Renzi.

"Sie entscheiden, sie haben gewonnen, aber man kann nicht nein sagen, weil man Angst vor der Zukunft hat", kritisierte Renzi. Raggi war im Juni gewählt worden, ihr Vorgänger Ignazio Marino hatte die von Renzi vorangetriebene Bewerbung unterstützt. Raggi hatte ihre Ablehnung bereits im Wahlkampf deutlich gemacht. Ihr Hauptargument sind die hohen Kosten, die durch die Olympischen Spiele entstünden.

Grillo behauptete, Olympische Spiele ruinierten die Gastgeber-Städte. "Wozu und für wen braucht man in einem von Korruption und Illegalität zerfressenen Land mit einem beeindruckenden Schuldenstand Olympische Spiele?", fragte er. Rom habe sich finanziell noch nicht von der Schwimm-WM 2009 erholt, die politische Klasse und die Wirtschaft nutzten Olympische Spiele vor allem führ ihre eigenen Zwecke.

Italien ächzt unter der zweithöchsten Verschuldung in der EU, nur in Griechenland ist der Schuldenstand gemessen am Bruttoinlandsprodukt noch höher. Zudem leidet die Wirtschaft immer noch unter den Folgen der europaweiten Finanzkrise. Bereits Roms Bewerbung für die Spiele 2020 hatte Italiens damaliger Regierungschef Mario Monti wegen der Folgen der Krise zurückgezogen. Zuletzt war Rom 1960 Gastgeber der Sommerspiele, in Cortina d'Ampezzo 1956 und in Turin 2006 fanden Winterspiele statt.

Verabschiedet sich auch Rom aus dem Rennen um die Olympischen Spiele 2024, wären nur noch drei Kandidaten übrig: Paris, Budapest und Los Angeles. Hamburgs Bürger hatten bereits Ende 2015 bei einem Referendum gegen die Olympia-Bewerbung gestimmt. Die ursprüngliche US-amerikanische Bewerberstadt Boston hatte ihre Kandidatur ebenfalls zurückzogen, daraufhin war Los Angeles nominiert worden.

Jüngsten Umfragen zufolge ist eine Mehrheit der Bürger in Rom für die Olympia-Bewerbung. Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Italien, Giovanni Malagò, hatte bereits angekündigt, dass es ohne die Zustimmung der Stadt keine Olympia-Bewerbung geben werde. Auch einen neuen Anlauf mit einer anderen Stadt 2028 hatte er ausgeschlossen.

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