Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Doping: Biles und Venus Williams weisen Doping-Verdacht zurück

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Doping  

Biles und Venus Williams weisen Doping-Verdacht zurück

14.09.2016, 17:54 Uhr | dpa

Doping: Biles und Venus Williams weisen Doping-Verdacht zurück. Auch Turnstar Simone Biles wurde Opfer des Hacker-Angriffs.

Auch Turnstar Simone Biles wurde Opfer des Hacker-Angriffs. Foto: Tatyana Zenkovich. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Nach einem Angriff von russischen Hackern auf die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA haben sich US-Topathletinnen gegen die Veröffentlichung ihrer vertraulichen Daten gewandt und jeglichen Doping-Verdacht zurückgewiesen.

Unterstützung bekamen die viermalige Turn-Olympiasiegerin Simone Biles, Tennis-Star Venus Williams und Basketball-Olympiasiegerin Elena Delle Donne von der WADA und dem Internationalen Olympischen Komitee IOC. Die Sportlerinnen verwiesen auf ärztliche Ausnahmegenehmigungen, bestimmte Substanzen nehmen zu dürfen, auch wenn diese auf Dopinglisten stehen.

Turn-Olympiasiegerin Biles schrieb am Dienstagabend (Ortszeit) bei Twitter, dass sie "immer die Regeln befolgt habe". Sie habe eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und nehme dafür Medikamente. Dies sei "nichts, für das man sich schämen muss", teilte die 19 Jahre alte Fahnenträgerin des amerikanischen Olympia-Teams bei der Abschlusszeremonie der Spiele in Rio mit.

Wer hinter der russischen Hacker-Gruppe steckt, die sich "Fancy Bears" nennt, war am Mittwoch noch unklar. Auf der Webseite fancybear.net stellte sie die mutmaßlichen Daten der Sportlerinnen ins Netz. Die Hacker kündigten auf ihrer Homepage an, demnächst auch über andere Olympia-Teams berichten zu wollen. Es werde "sensationelle Beweise" dafür geben, dass berühmte Sportler dopen würden.

Ob dahinter eine Racheaktion Russlands steckt, blieb offen. Auf Grundlage eines unabhängigen Berichts der WADA waren die russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio bis auf eine Ausnahme suspendiert worden. Der sogenannte Pound-Bericht hatte systematisches Doping in der russischen Leichtathletik zu Tage gebracht.

Russlands Sportminister Witali Mutko äußerte sich skeptisch über Spekulationen, dass die Täter russische Hacker gewesen seien. Er kritisierte den Hacker-Angriff am Mittwoch scharf. "Wenn so etwas in Russland geschieht, werden die Täter strafrechtlich zur Verantwortung gezogen. Daten müssen geschützt sein", sagte Mutko der Agentur Tass zufolge in Moskau. "An einer solchen Attacke ist nichts Gutes. Wir fürchten, dass dies auch russischen Sportlern geschehen könnte."

Kurz vor den Sommerspielen in Rio war auch bekannt geworden, dass bei den Winterspielen in Sotschi 2014 staatlich gedecktes Doping zum Erfolg russischer Sportler beigetragen haben soll. Für die WADA hatte der unabhängige Ermittler Richard McLaren einen Bericht mit entsprechenden Belegen verfasst. Die WADA hatte dafür plädiert, Russlands Team komplett von den Rio-Spielen auszuschließen. Das IOC lehnte dies - trotz scharfer Kritik - ab und versuchte mit strengen Auflagen, mögliche russische Dopingsünder gar nicht erst antreten zu lassen.

Die Hacker-Gruppe stellte medizinische Ausnahmegenehmigungen für Mittel der Athletinnen ins Internet. Darunter waren unter anderem auch die Genehmigungen für Biles, Williams und Delle Donne. Bei den Spielen in Rio habe das US-Team "gut, aber nicht fair gespielt", hieß es auf der Website. Medaillen würden mit "schmutzigen Methoden" gewonnen.

"Ich möchte mich bei den Hackern bedanken, dass sie die Welt darauf aufmerksam gemacht haben, dass ich gegen eine bei mir diagnostizierte Krankheit ein Medikament nehme, für welches mir die WADA eine Ausnahme erlaubt hat. Danke Leute", meinte Delle Donne via Twitter.

Sportler dürfen mitunter Medikamente einnehmen, die auf der Dopingliste stehen, müssen dafür aber eine medizinische Ausnahmegenehmigung vorweisen.

Venus Williams sagte, sie sei enttäuscht, dass medizinische Daten von ihr ohne Erlaubnis veröffentlicht worden seien. Sie habe sich beim Beantragen und Erhalten von "therapeutischen Ausnahmen" an alle Vorschriften gehalten. Der Internationale Tennisverband ITF betonte, alle Ausnahmegenehmigungen hätten medizinische Gründe. Bei der einstigen Weltranglisten-Ersten war vor einigen Jahren eine Autoimmunerkrankung diagnostiziert worden.

Turnerin Biles schrieb: "Ich glaube an einen sauberen Sport, habe immer die Regeln befolgt und werde dies weiterhin tun." Der amerikanische Turnverband ergänzte bei Twitter, dass Biles alle vorgeschriebenen Unterlagen eingereicht habe.

Das Internationale Olympische Komitee hatte das Vorgehen der Hacker-Gruppierung verurteilt. Mit solchen Methoden werde der Ruf von sauberen Athleten befleckt. "Das IOC kann bestätigen, dass die Athleten bei den Olympischen Spielen kein Dopingvergehen begangen haben", hieß es.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal