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Dimitrij Ovtcharov greift beim Tischtennis World Cup als Vater an

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Tischtennis  

Neustart als Vater: Ovtcharov greift beim Weltcup an

29.09.2016, 13:40 Uhr | dpa

Dimitrij Ovtcharov greift beim Tischtennis World Cup als Vater an. Der sportliche Ehrgeiz von Dimitrij Ovtcharov ist auch als stolzer Vater groß.

Der sportliche Ehrgeiz von Dimitrij Ovtcharov ist auch als stolzer Vater groß. Foto: Felix Kaestle. (Quelle: dpa)

Saarbrücken (dpa) - Fünf Wochen nach Olympia drückt Dimitrij Ovtcharov auf die Neustart-Taste. Der Tischtennis-Europameister schlägt beim World Cup vom 1. bis 3. Oktober in Saarbrücken erstmals als Vater auf.

Kurz nach der Rückkehr aus Rio brachte Ehefrau Jenny die Tochter Emma zur Welt. "Durch Emma erkenne ich einmal mehr, dass es im Leben nicht nur um den kleinen Ball geht, sondern dass es noch andere wichtige Aspekte gibt", berichtete der 28-Jährige auf der Homepage des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) über seine Gefühle.

Der sportliche Ehrgeiz von "Dima" ist auch als stolzer Vater groß. In Rio holte er zwar Bronze mit dem DTTB-Team, konnte aber im Einzel Platz drei von London 2012 nicht wiederholen. Ovtcharov verlor in Brasilien zwei Partien und büßte dadurch seinen Status als bester Nicht-Chinese in der Welt ein. Das soll sich in Zukunft wieder ändern. "In Saarbrücken hoffe ich auf den Heimvorteil. Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podium", erklärte der Weltranglisten-Sechste vor Beginn des mit 150 000 Dollar (rund 134 000 Euro) dotierten Turniers.

"Der World Cup steht auf einer Stufe mit Olympia und WM. Die Bedeutung ist enorm hoch", sagte der für Orenburg in Russland spielende Ovtcharov. Neben dem Europameister tritt der Bremer Olympia-Teilnehmer Bastian Steger als zweiter deutscher Spieler in der Saarlandhalle an. Top-Star Timo Boll von Borussia Düsseldorf konnte sich diesmal nicht für die Veranstaltung qualifizieren, die er 2002 und 2005 schon zweimal gewonnen hat.

Klare Favoriten sind die Chinesen. Weltmeister und Olympiasieger Ma Long sagte zwar seinen Start ab, für ihn rückte der 19 Jahre alte Fan Zhendong nach. Der ist kaum schlechter als der Branchenführer. "Fan Zhendong ist eine absolute Bereicherung für das Turnier", urteilte DTTB-Spordirektor Richard Prause über den Mann, der als 16-jähriger Teenager in bemerkenswerter Manier 2013 die German Open in Berlin gewonnen hatte.

Hinter den beiden Chinesen Xu Xin und Fan Zhendong ist Ovtcharov an Nummer drei gesetzt, noch vor seinem Rio-Bezwinger Wladimir Samsonow aus Weißrussland. Die acht besten Spieler sind automatisch für das Achtelfinale gesetzt und greifen erst am Sonntag in das Geschehen ein. Der zweimalige EM-Dritte Steger muss sich in der Qualifikation einen Platz für die K.o.-Runde sichern.

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