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Sportpolitik: Reformfolgen für Olympiastützpunkte noch unklar

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Sportpolitik  

Reformfolgen für Olympiastützpunkte noch unklar

30.09.2016, 14:02 Uhr | dpa

Sportpolitik: Reformfolgen für Olympiastützpunkte noch unklar. Die Olympiastützpunkte sollen von 19 auf 13 reduziert werden.

Die Olympiastützpunkte sollen von 19 auf 13 reduziert werden. Foto: Jens Büttner. (Quelle: dpa)

Tauberbischofsheim (dpa) - OSP-Leiter Matthias Behr kann die Folgen der geplanten Spitzensport-Reform für den Olympiastützpunkt Tauberbischofsheim noch nicht abschätzen.

Welche Auswirkungen die geplante Umstrukturierung für seinen und die drei weiteren baden-württembergischen Olympiastützpunkte in Stuttgart, Heidelberg und Freiburg mit Blick auf Personal und Athleten hätte, sei noch unklar, sagte der frühere Weltklasse-Fechter der Deutschen Presse-Agentur.

"Ich gehe davon aus, dass es in irgendeiner Art und Weise weitergeht und dass die Standorterhaltung angestrebt wird", meinte der Mannschafts-Olympiasieger von 1976 und mehrfache Florett-Weltmeister. "Jeder wird um die Erhaltung seines Standorts kämpfen, aber es wird da und dort auch schmerzhaft sein." Ein "Weiter so wie bisher" könne es aber auch nicht sein, sagte der 61-jährige Behr. "Wenn es dann zum Schluss die Medaillen bringt und man insgesamt auf einen neuen Weg kommt, sind alle auch wieder zufrieden."

Der Landessportverband Baden-Württemberg hatte angekündigt, dass die vier Standorte unter dem Dach einer Trägergesellschaft zusammengefasst werden sollen. Es gelte, die finanziellen Mittel künftig effizienter einzusetzen. Im Zuge der Spitzensport-Reform ist vorgesehen, die Zahl der bundesweit 19 Olympiastützpunkte auf 13 zu reduzieren.

Beim Olympiastützpunkt Bayern stößt der Entwurf auf Zustimmung. "Wir sehen das erst mal positiv, denn irgendetwas muss passieren", sagte OSP-Leiter Klaus Pohlen. Die bayerischen Kern-Zentren - etwa im Ski alpin, Rodeln oder Eishockey - dürften gesichert sein. Die Zukunft kleinerer Stützpunkte, zum Beispiel von Curling in Füssen, ist dagegen unklar. "Wir warten ab, was konkret passiert. Das war ja erst mal nur eine Absichtserklärung", sagte Pohlen. Mit den kleinen Sportarten "muss man reden: "Wie stellt ihr euch die Zukunft eigentlich vor?"", sagte der OSP-Chef der Deutschen Presse-Agentur.

Der Stuttgarter OSP-Chef Klaus Tappeser lehnt eine Reduzierung der vier Olympiastützpunkte in Baden-Württemberg ab. "Ich unterstütze den im Landessportverband erarbeiteten Vorschlag, ein gemeinsames Dach "Olympiastützpunkte Baden-Württemberg" für Verwaltung und Koordination zu schaffen und die vier bisherigen Standorte zu erhalten", sagte der Vorsitzende des Trägervereins des Olympiastützpunkts (OSP) Stuttgart und Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB).

Grundsätzlich sei es aber richtig, die Spitzensportförderung in Deutschland "auf Effizienz und Effektivität hin zu durchleuchten. Die Reformen dürfen aber nicht zum Spardiktat werden. Wer die Weichen für mehr Erfolg stellen will, muss auch investieren - in das Athleten-Trainer-Gespann und in die Infrastruktur", sagte Tappeser.

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