Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport >

Doping - Tygart kritisiert Verbände: "Fuchs im Hühnerstall"

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Doping  

Tygart kritisiert Verbände: "Fuchs im Hühnerstall"

30.10.2016, 14:54 Uhr | dpa

Doping - Tygart kritisiert Verbände: "Fuchs im Hühnerstall". Travis Tygart kritisiert das IOC.

Travis Tygart kritisiert das IOC. Foto: Maja Hitij. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Travis Tygart hat als Chef der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA große Verbände wie das Internationale Olympische Komitee im Kampf gegen den Sportbetrug kritisiert.

Die Verbindungen zwischen den Verbänden wie dem IOC und der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA verglich Tygart im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF mit dem "Fuchs im Hühnerstall". Es bestehe ein Interessenskonflikt. "Die Verbände, das IOC - wie die den Sport promoten. Irrsinnig, Wahnsinn. Aber sie schützen den einzelnen Sportler nicht richtig, wenn es um Dopingkontrollen geht. Das sind Promoter, keine Schützer."

Tygart stört beispielsweise, dass WADA-Präsident Craig Reedie gleichzeitig als IOC-Mitglied fungiert und bis zum Sommer sogar Vizepräsident unter Thomas Bach war. "Der Fuchs muss weg. Die können nicht beides verantworten", sagte Tygart und betonte, dass es nicht um Menschen und Positionen gehe. "Bei der WADA im Vorstand sitzen ganz viele, bei denen man den Eindruck hat, dass sie weg müssten." Der Sport brauche eine globale Behörde, die gut ausgestattet und unabhängig sein müsste.

Dabei forderte Tygart auch die Verbände auf, mehr Geld für den Anti-Doping-Kampf bereitzustellen. "Das Geld haben sie. Haben sie aber auch den Wunsch, den sauberen Sportler zu schützen, Maßnahmen zu ergreifen und den Worten Taten folgen zu lassen?"

Kritik übte der US-Cheffahnder, der einst Lance Armstrong zu Fall gebracht hatte, auch am Rückzug des Sportartikelherstellers Adidas als Sponsor der Nationalen Anti-Doping-Agentur. "Warum jetzt zu diesem Zeitpunkt, wenn man doch großen Wert auf den Sport legt? Jetzt wäre der Zeitpunkt, wo alle ihren Einsatz verdoppeln müssten, wenn uns Fairness etwas wert ist", sagte Tygart. Adidas hatte die NADA bislang mit rund 300 000 Euro jährlich im Anti-Doping-Kampf unterstützt.

Unterdessen verteidigte Tygart den Einsatz sogenannter medizinischer Ausnahmegenehmigungen (TUE) und wollte dabei nicht von Doping durch die Hintertür sprechen. Eine russische Hacker-Gruppierung hatte sich zuletzt Zugang zu Daten der WADA verschafft und mehrere der sogenannten TUE's von Topsportlern wie Turn-Olympiasiegerin Simone Biles oder Radstar Bradley Wiggins veröffentlicht.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Geschenktipp: NIVEA Creme- dose mit Ihrem Lieblingsfoto
Fotodose bestellen auf NIVEA.de
Shopping
Kleines und großes Glück zum Verschenken & selbst lieben
von ESPRIT
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Sport von A bis Z

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017