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Fußball: Infantinos WM-Pläne sorgen bei Ligen für Unmut

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Fußball  

Infantinos WM-Pläne sorgen bei Ligen für Unmut

18.12.2016, 10:37 Uhr | dpa

Fußball: Infantinos WM-Pläne sorgen bei Ligen für Unmut. Christian Seifert ist der Geschäftsführer der DFL.

Christian Seifert ist der Geschäftsführer der DFL. Foto: Frank Rumpenhorst. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Fußball-WM mit 48 Ländern, Club-WM mit 32 Teams - die Expansionspläne des umstrittenen FIFA-Chefs Gianni Infantino sorgen bei den europäischen Ligenvertretern zunehmend für Unmut.

Für Christian Seifert, den Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), ist eine mögliche Aufstockung der WM auf 48 Mannschaften "sportlich Unsinn". Vielmehr glaubt Seifert, dass Infantino mit diesem Vorschlag seine persönliche Machtstellung festigen will. "Das System der FIFA ist nun mal, dass der Präsident von 211 Nationen der Welt gewählt wird. (...) Und am Ende fragen diese Länder, was er für sie tut, damit sie ihn wählen", sagte der DFL-Chef der "Bild am Sonntag".

Unter der Woche hatte bereits die Vereinigung der europäischen Fußballclubs ECA einen Protestbrief an Infantino formuliert und sich deutlich gegen eine Aufstockung ausgesprochen. Dagegen kann sich DFB-Präsident Reinhard Grindel notfalls mit einem 48er-Format anfreunden. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte Grindel auf die Frage, welches Modell er vorziehe: "Vielleicht sogar das mit 48 Mannschaften und einer Vorqualifikation." Da das deutsche Team hoch in der Weltrangliste stehe, gehöre Deutschland wahrscheinlich sicher zu den 16 für das Turnier gesetzten Mannschaften. Grundsätzlich hält der DFB wie auch Bundestrainer Joachim Löw nichts von einer Aufblähung der Weltmeisterschaft.

Infantino plant, die WM-Endrunde ab 2026 deutlich zu erweitern. Im Gespräch sind 48 statt bislang 32 Mannschaften. Am 9. und 10. Januar wird das FIFA-Council in Zürich weiter über die Modalitäten beraten.

Die FIFA befinde sich laut Seifert in einem "Hamsterrad, aus dem sie nicht mehr rauskommt". Es gebe die Forderung der Nationalverbände nach mehr Geld, dafür müsse die FIFA ihre Wettbewerbe ausweiten. Das gehe zu Lasten der Clubs, in der diese Spieler angestellt sind. "Ich kann derzeit nicht ausschließen, dass es dann in den nächsten Jahren zu einem unglaublichen Machtkampf kommt", ergänzte Seifert.

Sollte die FIFA damit beginnen, die nationalen Top-Ligen zu reduzieren, um mehr Zeitfenster für FIFA-Wettbewerbe zu haben, sei spätestens der Zeitpunkt erreicht, dagegen aufzustehen. So fordert Seifert auch die Abschaffung der Club-WM. Dieser Wettbewerb interessiere keinen. "Jetzt soll ein neues Format gefunden werden? Warum muss man ein neues Format finden? Ich frage mich: Warum kann man die Club-WM nicht einfach abschaffen?"

Deutliche Worte hatte bereits der ECA-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge formuliert. "Politik und Kommerz dürfen im Fußball nicht zur exklusiven Priorität werden", hatte Rummenigge gesagt: "Es ist der Zeitpunkt gekommen, dass nicht das Geld der entscheidende Faktor ist, sondern die ungesunde Belastung der Spieler. Unsere Spieler gehen auf dem Zahnfleisch." Dem dürfte Infantino sicher entgegenhalten, dass Clubs und Ligen mit der Forcierung der Champions League nicht ganz unschuldig an der Entwicklung sind.

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