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Playoffs sollen NFL-Saison retten: Das sind die Favoriten

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American Football  

Playoff-Spektakel soll NFL-Saison retten

02.01.2017, 14:18 Uhr | dpa

Playoffs sollen NFL-Saison retten: Das sind die Favoriten. Die Green Bay Packers und die Detroit Lions haben sich für die NFL-Playoffs qualifiziert.

Die Green Bay Packers und die Detroit Lions haben sich für die NFL-Playoffs qualifiziert. Foto: Paul Sancya. (Quelle: dpa)

Los Angeles (dpa) - Die umsatzstärkste Profiliga der Welt kämpft gegen den Quotenschwund. Nach einer sportlich eher mäßigen Hauptrunde mit sinkenden Zuschauerzahlen und kontroversen Debatten hoffen die Macher der NFL auf die Strahlkraft der Playoffs und des Milliarden-Spektakels Super Bowl.

DIE FAVORITEN: Superstar Tom Brady und Trainer Bill Belichick streben mit den New England Patriots ihrem fünften Super-Bowl-Sieg entgegen. Mit 14 Siegen in 16 Spielen bringt das Team die beste Bilanz in die Playoffs mit. "Ich bin stolz auf diese Jungs", sagte Erfolgscoach Belichick. Als Traumfinale gilt vielen Experten ein Super Bowl zwischen den Patriots und den Dallas Cowboys, einem der beliebtesten Teams der NFL. Nach der Verletzung von Star-Quarterback Tony Romo führte Ersatzmann Dak Prescott die Texaner in seiner ersten NFL-Saison wie ein Altmeister in die Playoffs. Während Romo nun um seine Zukunft bangen muss, lässt ein mögliches Finalduell zwischen Brady und Prescott die NFL-Vermarkter auf Topquoten hoffen.

DIE ENTTÄUSCHTEN: Der Titelverteidiger hat es nicht mal in die Playoffs geschafft. Die Denver Broncos scheiterten ebenso früh wie Finalgegner Carolina Panthers. Broncos-Trainerveteran Gary Kubiak kündigte intern seinen Rücktritt an. "32 Spielzeiten haben Spuren bei Kubiak hinterlassen. Er ist erschöpft. Und seine Spieler konnten das spüren", befand die "Denver Post". Dagegen schien den Panthers um Spielmacher Cam Newton, in der Vorsaison als wertvollster Spieler ausgezeichnet, die Zukunft zu gehören. Doch auch sie blieben weit hinter den Erwartungen. "Wir müssen uns darauf konzentrieren, im nächsten Jahr ein besseres Produkt auf den Platz zu bringen. Ich nehme die Herausforderung an, diese Liga zu dominieren", sagte Newton. Sportlich ein Flop war die Rückkehr der Rams nach Los Angeles. Coach Jeff Fisher musste schon im Dezember gehen.

DIE DEUTSCHEN: Sebastian Vollmer war beim Siegeszug der Patriots bislang nur Zuschauer. Ob der verletzte Offensive Tackle in den Playoffs doch noch eingreifen kann, ist sehr ungewiss. Neuzugang Moritz Böhringer verpasste mit den Minnesota Vikings trotz eines guten Saisonstarts die K.o.-Runde, über den Status des Trainingsspielers kam der Stuttgarter nicht hinaus. Kasim Edebali verpasste mit den New Orleans Saints die Playoffs.

DIE RANDNOTIZEN: Die Zwischenbilanz der NFL-Manager dürfte bislang bestenfalls durchwachsen ausfallen. Die Nachwirkungen des "Deflategate" um angeblich absichtlich zu weich aufgepumpte Footbälle inklusive der Sperre für Patriots-Spielmacher Brady sorgten ebenso für unliebsame Schlagzeilen wie die Kontroverse um Colin Kaepernick. Der Quarterback der San Francisco 49ers stand aus Protest gegen drakonische Polizeigewalt gegen Schwarze nicht auf, wenn vor Spielen die Nationalhymne erklang. Neben Zuspruch von höchster Stelle mussten Kaepernick und seine Mitstreiter auch viel Kritik in den sozialen Medien einstecken. Die Politisierung des Sports auch im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs vertrieb offenbar eine Reihe von Fans. Die TV-Quoten gingen zu Saisonbeginn um eine zweistellige Prozentzahl zurück, in den letzten Wochen hat sich der Absturz nun zumindest etwas eingebremst.

DER WEG ZUM SUPERBOWL: Die Playoffs beginnen am Wochenende mit den Wildcard-Runden. Acht Teams spielen um die letzten vier Plätze im Viertelfinale. Für die nächste Runde schon qualifiziert sind neben den Patriots und den Cowboys auch die Kansas City Chiefs und die Atlanta Falcons. Diese vier Teams haben dann im Viertelfinale am 14. und 15. Januar auch Heimrecht gegen die Sieger der Wildcard-Partien. Die Halbfinals sind für den 22. Januar angesetzt. Der 51. Super Bowl steigt dann am 5. Februar in Houston.

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