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Leichtathletik: IAAF öffnet Russlands Leichtathleten die Tür

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IAAF öffnet Russlands Leichtathleten die Tür

04.01.2017, 12:56 Uhr | dpa

Leichtathletik: IAAF öffnet Russlands Leichtathleten die Tür. Clemens Prokop ist Chef des Deutschen Leichtathletik Verbandes.

Clemens Prokop ist Chef des Deutschen Leichtathletik Verbandes. Foto: Sven Hoppe. (Quelle: dpa)

Monte Carlo (dpa) - DLV-Präsident Clemens Prokop hat reserviert auf die Ankündigung des Weltverbandes IAAF reagiert, nicht ins Staatsdoping verwickelte russische Leichtathleten unter neutraler Flagge starten zu lassen.

"Ich bin grundsätzlich skeptisch, weil nach dem zweiten Report von Richard McLaren das Doping in Russland systematisch und institutionell vollzogen wurde", sagte der Chef des deutschen Verbandes der Deutschen Presse-Agentur. "Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass sich ein Athlet diesem System entziehen konnte."

Die IAAF hatte den russischen Verband wegen des umfassenden Dopings in der Leichtathletik suspendiert und von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen. Nachdem die IAAF die Tür mit den ergänzenden Richtlinien für Sportler aus Russland geöffnet hat, könnten 50 bis 60 Athleten aus dem Land bei der Hallen-EM im März in Belgrad und bei der Freiluft-WM im August in London mit neutralem Status antreten. So viele Russen sind in den Doping-Testpool nach Angaben der IAAF bis zum 1. Januar 2017 aufgenommen worden.

Voraussetzung für den Start unter neutraler Flagge sei, dass die Sportler weder von Trainern noch Ärzten betreut wurden, denen Verstöße gegen Doping-Regeln vorgeworfen werden. Außerdem muss eine ausreichende Zahl von Urin- und Blutproben nachgewiesen werden.

Die Athleten müssen nach der präzisierten IAAF-Richtlinie zwar nicht mehr wie bislang gefordert außerhalb Russlands auf Doping getestet worden sein. Sie müssen sich aber über einen längeren Zeitraum unabhängigen Tests nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur unterworfen haben.

Bei den Rio-Spielen durfte nur die russische Weitspringerin Darja Klischina an den Start gehen, weil sie in den USA trainiert und nicht in ihrer Heimat. Auch Whistleblowerin Julia Stepanowa hat wegen ihrer Verdienste um die Enthüllung des Dopings in ihrer Heimat ein Startrecht erhalten. Die 800-Meter-Läuferin nahm zwar an der EM in Amsterdam teil, durfte aber nicht bei den Rio-Spielen antreten. Das Internationale Olympische Komitee verwehrte den Start, weil die Russin bereits einmal wegen Dopings gesperrt war.

"Russlands Athleten sind von einem System enttäuscht worden, das sie beschützen und ihre Erfolge feiern lassen, aber nicht Zweifel nähren und zum Ausschluss von Wettbewerben führen sollte", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe. "Wir werden weiter nach Wegen suchen, parallele und glaubwürdige Systeme der unabhängigen Prüfung von russischen Athleten zu schaffen, so dass sie Alternativen haben, wieder in den Wettbewerb zurückzukehren." Zugleich werde die IAAF mit dem russischen Verband Rusaf daran arbeiten, die Voraussetzungen für die Aufhebung der Suspendierung zu schaffen.

"Es sind alle daran interessiert, dass Russland wieder an Großveranstaltungen teilnehmen kann", meinte Prokop. Er vermisse allerdings trotz der umfassenden Belege, dass Russlands weiter leugnet, Doping systematisch betrieben zu haben: "Skeptisch bin ich, weil es in Russland kein Umdenken zu geben scheint, wie man an den Reaktionen auf den zweiten McLaren-Bericht sehen konnte."

Zuletzt hatte die Leiterin der Nationalen Anti-Doping-Agentur zunächst in einem Interview mit der "New York Times" eingestanden, es habe eine "institutionelle Verschwörung" in ihrem Land gegeben. Wenig später relativierte die Rusada-Chefin Anna Anzeliowitsch jedoch ihre Aussagen und sprach von einer Verfälschung des Gesagten.

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