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Fußball: Zwanziger wirft Kanzlei Freshfields Widersprüche vor

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Zwanziger wirft Kanzlei Freshfields Widersprüche vor

04.05.2017, 16:27 Uhr | dpa

Fußball: Zwanziger wirft Kanzlei Freshfields Widersprüche vor. Theo Zwanziger bestreitet von den Hintergründen einer dubiosen Zahlung gewusst zu haben.

Theo Zwanziger bestreitet von den Hintergründen einer dubiosen Zahlung gewusst zu haben. Foto: Arne Dedert. (Quelle: dpa)

Diez (dpa) - Der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger zieht in der WM-Affäre ein zweites Mal vor Gericht. Nach seiner gescheiterten Schmerzensgeld-Klage wegen der Steuerermittlungen in diesem Skandal geht der Jurist nun auch gegen den sogenannten Freshfields-Report vor.

Die Kanzlei hat die Affäre vor mehr als einem Jahr im Auftrag des Deutschen Fußball-Bundes untersucht. Zwanziger wirft nun der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer Ungenauigkeiten und Widersprüchlichkeiten vor. Eine Klage gegen einzelne Passagen ihres Untersuchungsberichts habe er bereits im Dezember 2016 beim Landgericht Frankfurt am Main eingereicht. "Ich habe nicht getäuscht. Wir haben Freshfields aufgefordert, das richtigzustellen", sagte der 71-Jährige am 4. Mai bei einer Pressekonferenz in seinem Heimatort Diez. Er bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Zu seiner Rolle bei der Aufklärung der WM-Affäre sagte Zwanziger: "Ich bin kein Prozesshansel. Ich bin auch kein Rache-Engel."

Zwanziger sieht sich bei der Bewältigung des Skandals allerdings allein auf sich gestellt, weil Wolfgang Niersbach als sein Nachfolger als DFB-Präsident einem internen E-Mail-Verkehr zufolge versucht hatte, ihm einen Großteil der Verantwortung anzulasten und eine Medienkampagne gegen ihn zu lancieren. "Die Haltung beim DFB ist: Theo Zwanziger ist der Feind des DFB. Und dieses Feindbild muss aufrecht erhalten werden", sagte er am Donnerstag. "Man hätte die Steuerermittlungen definitiv verhindern können. Aber statt mit mir diese Dinge zu regeln, werden Mitarbeiter des DFB damit beauftragt, etwas gegen mich zu lancieren. Was ist das für ein mieses Volk?" Dagegen wolle er sich auf allen Ebenen wehren.

Bei der Auseinandersetzung mit Freshfields geht es konkret um zwei Passagen des im März 2016 veröffentlichten Berichts. "Im Freshfields-Report steht weit vorne an plakativer Stelle: Das WM-OK 2006 hat Gremien des DFB getäuscht und bewusst Zahlungen verschleiert. Damit sagt der Bericht auch: Jedes einzelne Mitglied des WM-OK hat bewusst getäuscht, und damit auch Theo Zwanziger", sagte sein Rechtsanwalt Hans-Jörg Metz bei der Pressekonferenz. "Weiter hinten im Bericht steht bei der Bewertung der Rolle von Theo Zwanziger: Man kann ihm nicht beweisen, dass er etwas gewusst hat. Genau diesen Widerspruch wollen wir klargestellt wissen."

Der Freshfields-Report steht bereits seit Monaten in der Kritik. Immer wieder sind zuletzt Details der WM-Affäre öffentlich geworden, die in dem Untersuchungsbericht nicht erwähnt wurden. Die Freshfields-Ermittler selbst sehen dagegen "keinen Grund, Inhalte unseres Untersuchungsberichts zu korrigieren oder uns zur Unterlassung der Äußerung dieser Inhalte zu verpflichten." Das erklärte die Kanzlei gegenüber der FAZ.

Das Organisationskomitee der WM hatte im April 2005 über ein Konto des Weltverbandes FIFA umgerechnet 6,7 Millionen Euro an den früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zurückgezahlt. Das Geld wurde als Beitrag zu einer WM-Gala deklariert, die allerdings nie stattfand.

Louis-Dreyfus hatte Franz Beckenbauer als Chef des WM-OK drei Jahre zuvor zehn Millionen Schweizer Franken geliehen, die kurz darauf an eine Firma des damaligen FIFA-Funktionärs Mohamed Bin Hammam in Katar weiterflossen. Was mit diesem Geld passierte, ist die zentrale Frage der gesamten Affäre: Wurden damit Stimmen vor der Vergabe der WM gekauft? Floss es in den Wahlkampf des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter? Oder sicherten sich die deutschen WM-Macher damit nur einen Organisationskosten-Zuschuss des Weltverbandes, wie es der DFB noch immer behauptet? Diese Frage ist bis heute nicht geklärt.

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