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Tischtennis: Boll führt Düsseldorf zur 29. deutschen Meisterschaft

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Tischtennis  

Boll führt Düsseldorf zur 29. deutschen Meisterschaft

11.06.2017, 11:04 Uhr | dpa

Tischtennis: Boll führt Düsseldorf zur 29. deutschen Meisterschaft. Timo Boll feiert mit Borussia Düsseldorf die 29.

Timo Boll feiert mit Borussia Düsseldorf die 29. deutsche Meisterschaft. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Timo Boll hat die Titeljäger von Borussia Düsseldorf trotz einer Erkältung und Magen-Darm-Problemen zur 29. deutschen Meisterschaft und dem vierten Double in Serie geführt.

"Für so ein Finale muss man schon mal die Zähne zusammenbeißen", sagte der 36-Jährige nach dem 3:0 im Meisterschaftsfinale gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Boll musste vor 2500 Zuschauern in Frankfurt Schwerstarbeit verrichten. Der Rekord-Europameister drohte zum Auftakt gegen den stark aufspielenden Dänen Jonathan Groth mit 1:2 in Rückstand zu geraten. Doch Boll drehte den dritten Satz nach 8:10 mit dem nötigen Quäntchen Glück und brachte sein Team in Führung. "Ich habe mich irgendwie reingestohlen in die Partie und wirklich Dusel gehabt", sagte der Weltranglisten-Achte.

Danach bewiesen seine schwedischen Mannschaftskameraden, warum Fulda mit zwei Abwehrspielern Düsseldorfs Lieblingsgegner unter den deutschen Spitzenteams ist. Mattias Karlsson führte den gebürtigen Chinesen Wang Xi regelrecht vor und blieb ohne Satzverlust. Auch der deutsche WM-Achtelfinalist Ruwen Filus schaffte die Wende nicht und unterlag dem erst 19 Jahre alten Anton Källberg in vier Sätzen.

"Timos Sieg war sicherlich etwas glücklich, aber was die beiden Schweden gezeigt haben, war beeindruckend", lobte Düsseldorfs Trainer Danny Heister. Und doch trägt die Siegesserie der Borussia vor allem eine Handschrift - die von Boll. Seit er 2007 an den Rhein wechselte, haben die Düsseldorfer neun von zehn möglichen Meisterschaften für sich entschieden. Pokal und internationale Wettbewerbe eingerechnet, ist es für den erfolgreichsten Verein Europas der 68. Titel der Geschichte.

Fulda verlor dagegen wettbewerbsübergreifend auch sein siebtes Finale gegen die Borussia und wartet weiter auf seinen ersten Titel. In den Halbfinals hatten die Osthessen noch von ihrer Abwehr-Lastigkeit profitiert und gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen zwei klare Siege gelandet. "Wir werden es auch beim achten Mal wieder versuchen", kündigte Fuldas Trainer Qing Yu Meng an.

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