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Deutsche Hockey-Damen erreichen Finale in Johannesburg

20.07.2017, 20:50 Uhr | dpa

Hockey: Deutsche Hockey-Damen erreichen Finale in Johannesburg. Charlotte Stapenhorst erzielte den Siegtreffer zum 2:1 gegen Argentinien.

Charlotte Stapenhorst erzielte den Siegtreffer zum 2:1 gegen Argentinien. Foto (2016): Jeon Heon-Kyun Foto: Jeon Heon-Kyun. (Quelle: dpa)

Johannesburg (dpa) - Die deutschen Hockey-Damen stehen im Endspiel der World League 3 in Johannesburg. Der Olympia-Dritte setzte sich im Halbfinale mit 2:1 (2:1) gegen Favorit Argentinien durch. Den Siegtreffer markierte Charlotte Stapenhorst (30. Minute) eine Sekunde vor der Halbzeitpause. 

"Das ist ein perfektes Beispiel für unsere Lernkurve im Turnier", sagte Bundestrainer Jamilon Mülders. "Die Defensive stand heute sehr gut und die Mädels haben auch eigene Ideen entwickelt." Gegner im Endspiel am Sonntag (15.30 Uhr) ist die USA, die im zweiten Halbfinale mit 2:1 im Penaltyschießen gegen England gewann. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 (0:1) gestanden. Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in London und das Endturnier der World League im November in Auckland hatte sich das Mülders-Team bereits zuvor mit dem 1:0-Viertelfinalsieg gegen Gastgeber Südafrika gesichert. 

Nach dem Spiel überreichte Bundestainer Mülders Janne Müller-Wieland anlässlich ihres 250. Länderspiels einen Blumenstrauß und sagte: "Du gehörst zu den erfolgreichsten Frauen, die wir im deutschen Hockey haben. Wir sind stolz, dass du unsere Kapitänin bist." Die Hamburgerin selbst sagte: "Wir sind überglücklich, wir können es noch gar nicht glauben." 

Der Weltranglistensiebte bot der Nummer drei der Welt von Beginn an Paroli. Die Auswahl des Deutschen Hockey Bundes (DHB) erspielte sich bereits in der dritten Minute eine Strafecke, die Nike Lorenz jedoch nicht verwerten konnte. Die zweite Strafecke führte dann zum 1:0, indem Naomi Heyn (6.) die Variante erfolgreich abschloss. Die zuvor noch unbesiegten Südamerikanerinnen drängten nun auf den Ausgleich und trafen 22 Sekunden nach Beginn des zweiten Viertels in Überzahl durch Lucina von der Heydes (16.) Strafeckentor.

Das 2:1 markierte Stapenhorst (30.) auf Zuspiel von Marie Mävers ebenfalls in Überzahl. Die Hamburger Vorlagengeberin hatte sich acht Minuten zuvor im Zweikampf mit Julia Gomes eine Platzwunde an der Augenbraue zugezogen, kehrte aber nach einem kurzen Gang in die Kabine wieder aufs Feld zurück. Den Sieg gegen die insgesamt zu einfallslos agierenden "Leonas" hielt Torfrau Julia Ciupka mit ihrer Strafecken-Parade in der Schlussminute fest. Franzisca Hauke meinte: "Wir haben ein großartiges Team und sind von Spiel zu Spiel gewachsen."

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