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Schwimmen: Freie Bahn bei Heim-Schwimm-WM für Laszlo Cseh

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Freie Bahn bei Heim-Schwimm-WM für Laszlo Cseh

24.07.2017, 11:41 Uhr | dpa

Schwimmen: Freie Bahn bei Heim-Schwimm-WM für Laszlo Cseh. Der Ungar Laszlo Cseh hofft bei seiner Heim-WM nochmal auf den großen Coup.

Der Ungar Laszlo Cseh hofft bei seiner Heim-WM nochmal auf den großen Coup. Foto: Joel Marklund/Bildbyran. (Quelle: dpa)

Budapest (dpa) - Der Superstar ist weg, Bahn frei für den Lokalmatador: Nach dem Karriere-Ende von US-Schwimmstar Michael Phelps hofft Laszlo Cseh bei seiner Heim-WM nochmal auf den großen Coup.

"Er ist für mich einer der besten Athleten, die es je gab", sagt Lagenspezialist Philip Heintz über den Ungar, für den die internationalen Titelkämpfe in Budapest wahrscheinlich das letzte Großevent in einer langen Laufbahn sind. "Er ist mindestens so gut wie Michael Phelps".

Häufig war der US-Amerikaner dann aber doch einen Tick besser, schnappte Cseh die Goldmedaille vor der Nase weg. Bei Olympia 2008 in Peking landete Cseh dreimal hinter dem Ausnahmesportler auf dem Silberrang über 400 und 200 Meter Lagen sowie 200 Meter Schmetterling. Insgesamt stehen für Phelps 23 Olympiasiege zu Buche, für Cseh keiner. Bei Weltmeisterschaften holte der Ungar zwei Goldmedaillen - beide Male war Phelps nicht am Start.

Eine Sache hat Cseh dem Rekordolympiasieger jedoch voraus: Nach der WM in Kasan 2015 war der Ungar der erste Schwimmer, der von sieben Weltmeisterschaften eine Medaille mit nach Hause brachte. In Budapest soll die achte folgen - und der Titel auf der 200-Meter-Schmetterlings-Strecke wiederholt werden. "Ich bin gespannt, was er am Ende seiner Karriere noch abrufen kann", sagt der deutsche Chefbundestrainer Henning Lambertz.

An der Motivation sollte es bei Cseh auf jeden Fall nicht scheitern. Der 31-Jährige ist ein seinem wassersportverrückten Heimatland ein Held. Bereits bei seinen ersten WM-Rennen über 50 Meter Schmetterling, die Cseh als Warm-up nutzte, war der Jubel in der Duna Aréna ohrenbetäubend. "Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist natürlich etwas ganz Besonderes", sagt Cseh. Sollte ihm am Dienstag über 200 Meter die Qualifikation für das Finale am Mittwoch gelingen, dürfte der Lärmpegel noch etwas nach oben gehen.

Philip Heintz wird dann wohl ebenfalls genau hinschauen. Für die deutsche Medaillenhoffnung über 200 Meter Lagen nimmt der ungarische Routinier eine spezielle Rolle ein. Eigentlich habe er keine Idole, erklärt Heintz. Für Cseh macht er jedoch eine Ausnahme: "Er ist für mich ein Stück weit ein Vorbild."

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