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Sportpolitik: IOC sperrt vier weitere russische Wintersportler

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Sportpolitik  

IOC sperrt vier weitere russische Wintersportler

24.11.2017, 18:53 Uhr | dpa

Sportpolitik: IOC sperrt vier weitere russische Wintersportler. Alexander Subkow wurde lebenslang gesperrt.

Alexander Subkow wurde lebenslang gesperrt. Foto: Tobias Hase. (Quelle: dpa)

Lausanne (dpa) - Russlands Fahnenträger bei den Winterspielen 2014 in Sotschi, der zweimalige Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, ist lebenslang für Olympia gesperrt worden.

Neben dem Star der Heimspiele suspendierte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Freitag drei weitere russische Wintersportler wegen Dopings. Die Sanktionen erfolgten aufgrund der Untersuchungen der Oswald-Kommission, die allen vier Athleten Verstöße gegen die Dopingregeln vorwirft.

Neben Subkow wurden die Bob-Pilotin Olga Stulnewa sowie die beiden Eisschnellläufer Olga Fatkulina und Alexander Rumjanzew für alle olympischen Wettbewerbe auf Lebenszeit gesperrt. Subkow hatte in Sotschi im kleinen und im großen Schlitten Gold erkämpft, Fatkulina holte Silber über 500 Meter.

"Ich habe jahrelang auf diese Medaillen hingearbeitet. Alle meine Erfolge, all meine Siege waren und sind immer sauber", sagte Subkow in einem Telefoninterview der Nachrichtenagentur AP und fügte hinzu: "Sport ist zur Politik geworden." Von seinem Amt als Präsident des russischen Bob-Verbandes werde er nicht zurücktreten. Er bezichtigte das IOC, die "Handlungen und Entscheidungen im Voraus ausgearbeitet" zu haben.

"Die Führer saßen dort und schliefen hinter ihren Schreibtischen ein, als die Fakten und Beweise von meiner Seite vorgelesen wurden. Sie waren nicht interessiert", berichtete er über seine Anhörung vor der vom Schweizer Denis Oswald geleiteten Kommission der "forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen".

Damit hat das IOC bereits für 14 russische Athleten in vier Sportarten lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Im Medaillenspiegel verlieren die Russen damit die Spitzenposition, die USA, Norwegen und Kanada ziehen nachträglich vorbei.

Die Kommission untersucht insgesamt 28 Fälle, in denen Athleten im Zuge der Ermittlungen des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren im Auftrag der Welt-Antidoping-Agentur WADA der Manipulation beschuldigt werden. Alle stehen im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Staatsdoping-Affäre. Weitere Urteile könnten in der nächsten Woche verkündet werden. Bereits am Montag soll die erste Urteilsbegründung veröffentlicht werden.

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