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Leichtathletik - Doping: Marion Jones drohen bis zu sechs Monate Haft

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Leichtathletik  

Jones drohen bis zu sechs Monate Haft

06.10.2007, 06:17 Uhr | dpa

Marion Jones kämpft mit den Tränen (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters)Marion Jones kämpft mit den Tränen (Foto: Reuters) (Quelle: Reuters) Nach jahrelangem hartnäckigen Leugnen hat die dreimalige Sprint-Olympiasiegerin von Sydney, Marion Jones, jetzt erstmals öffentlich die Einnahme von Dopingmitteln zugegeben. Einen Tag nach einem entsprechenden Bericht der "Washington Post" gestand Jones vor einem Bundesgericht in New York, das unerlaubte Designer-Steroid THG genommen zu haben. Ihre frühere gegenteilige Aussage sei eine Lüge gewesen, erklärte die 31-jährige Leichtathletin nach US-Medienberichten. Sie hatte bei den Olympischen Spielen im Jahr 2000 in Sydney drei Gold- und zwei Bronzemedaillen gewonnen. Diese könnten ihr jetzt aberkannt werden.

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Bis zu sechs Monate Haft drohen
Wie die "Washington Post" am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf einen Brief des ehemaligen US-Sprintstars an Freunde und Familienmitglieder berichtet hatte, nahm Jones laut einem Brief an Freunde und Verwandte von 1999 an zwei Jahre lang Steroide. Jones schrieb nach den Angaben, sie habe die Substanz von ihrem umstrittenen Trainer Trevor Graham unter dem Vorwand, es sei Leinsamen-Öl, erhalten. Wegen Falschaussage gegenüber Untersuchungsbehörden drohen der dreimaligen Olympiasiegerin eine Haftstrafe von bis zu sechs Monaten und der Verlust sämtlicher Olympia-und WM-Medaillen.

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Jones entschuldigt sich
"Ich möchte mich für alles entschuldigen. Es tut mir Leid, dass ich alle in vielen Sachen enttäuscht habe", wurde Jones darin von der "Washington Post" zitiert. Nach 100 Meter-Olympiasieger Justin Gatlin und dem entthronten Tour de France-Sieger Floyd Landis ist die 14fache Landesmeisterin bereits der dritte US-Star, der innerhalb der vergangenen 19 Monate im Dopingsumpf versinkt.

Wird ausgerechnet Thanou Jones-Nachfolgerin?
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagierte kompromisslos auf die neuen Erkenntnisse und zeigte sich bereit, Marion Jones ihre insgesamt fünf Olympia-Medaillen wegzunehmen. Die Informationen könnten "der Schlüssel sein, den Fall Jones voranzutreiben", hieß es in einer Presseerklärung des IOC, das im Dezember 2004 eine Untersuchungs-Kommission gegen die Athletin eingeleitet hatte. Ironischerweise könnte ausgerechnet die Griechin Ekaterina Thanou, seit den Spielen 2004 selbst mit Dopinggerüchten konfrontiert, nachträglich zur 100-Meter-Goldmedaillen-Gewinnerin von Sydney erklärt werden.

Auch WM-Titel könnten aberkannt werden
Der Leichtathletik-Weltverband IAAF kündigte sofortige Untersuchungen und eine mögliche Aberkennung ihrer sieben WM-Medaillen an. Die fünfmalige Weltmeisterin stand bereits seit Jahren unter dringendem Verdacht. Auch in die Dopingaffäre um das Betrugs-Labor BALCO war sie verwickelt, wurde aber weder überführt noch angeklagt.

Falschaussage in zwei Fällen
Zwar sei nach amtlichen Angaben ihr Name auf der Kundenliste des BALCO-Unternehmens gewesen, aber bei der Befragung durch staatliche Behörden habe sie gelogen und Dopingmissbrauch abgestritten - obwohl sie eine ihr präsentierte Probe des Steroids sofort wieder erkannt habe, da sie diese auf Anordnung von Graham benutzt habe. Auch im Zusammenhang mit einem Scheck über 25.000 Dollar habe sie nicht die Wahrheit gesagt, so die "Washington Post". Das Geld habe sie 2005 von ihrem Ex-Freund und Vater des gemeinsamen Sohnes, Tim Montgomery, bekommen, dies aber gegenüber Staatsbeamten nicht zugeben wollen.

Dick Pund: "Es ist billiger Betrug"
"Es ist die Zerstörung einer Heldin", erklärte Dick Pound, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, "es ist auf der einen Seite traurig, aber auf der anderen Seite eben leider billiger Betrug. Wir hoffen, dass die Kiste der faulen Äpfel langsam leer ist und die neue Generation daraus gelernt hat, aber wir werden sehen."

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