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Leichtathletik Doping: Marion Jones ist pleite

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Leichtathletik  

Jones pleite: "Ich bin gebrochen"

24.11.2007, 13:50 Uhr | sid

Marion Jones (Foto: imago)Marion Jones (Foto: imago) Marion Jones hat sich für pleite erklärt. Doch ungeachtet dessen soll die einstige Leichtathletik-Queen beim Weltverband IAAF die Zeche für jahrelanges Doping zahlen. Das IAAF-Council bestätigte nach dem Geständnis der US-Amerikanerin die zweijährige Sperre der Nationalen Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) und verlangt von der zurückgetretenen Sprint-Ikone Preisgelder in Höhe von geschätzten 700.000 US-Dollar zurück. Weitere 100.000 Dollar soll sie in den USA an Fördergeldern zurückzahlen. "Ich bin gebrochen. Mein 2,5 Millionen Dollar teures Traumhaus gehört mir nicht mehr, ich habe nur noch 2000 Dollar", gab die 31 Jahre alte Dreifach-Olympiasiegerin von Sydney 2000 laut Los Angeles Times im Juni in Indianaplis vor Gericht zu Protokoll.

Marion Jons IAAF bestätigt zweijährige Sperre

Doping mit Testosteron gestanden

Das IAAF-Council beschloss bei seiner Sitzung am Freitag in Monaco, alle Wettkampfergebnisse von Jones seit dem 1. September 2000 zu streichen. Außerdem empfahl es dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), der Mannschaft der USA die bei den Olympischen Spielen in Sydney gewonnenen zwei Staffel-Medaillen abzuerkennen. Jones hat Doping mit dem Steroid Tetrahydrogestrinon (THG) von September 2000 bis Juli 2001 gestanden und verliert nach dem Beschluss ihr 200-Meter-WM-Gold sowie 100-Meter-WM-Silber von 2001.

IAAF in der Zwickmühle

Nach dem Willen der IAAF sollten auch die Staffelkolleginnen der heute 32-Jährigen ihre bei den Olympischen Spielen in Sydney gewonnenen Medaillen über 4x400 Meter (Gold) und 4x100 m (Bronze) zurückgeben. Darüber muss nun die IOC-Exekutive bei ihrer Sitzung in Lausanne (10.-12. Dezember) entscheiden, genau wie über die Neuvergabe der Medaillen. Dies ist vor allem über 100 m eine knifflige Frage, da hier die Griechin Ekaterini Thanou auf Platz eins vorrücken könnte. Sie löste 2004 zusammen mit ihrem Sprintkollegen Kostas Kenteris den Dopingskandal bei Olympia in Athen aus, als das Duo vor Dopingfahndern flüchtete.

Rückzahlung der Fördergelder

Jones gab nach ihrem Geständnis Anfang Oktober bereits ihre fünf Olympiamedaillen (drei Gold, zwei Bronze) von Sydney zurück. Die USADA verlangte daraufhin von ihr auch die Rückzahlung von Fördergeldern in Höhe von 100.000 US-Dollar. Jones, die 2001 und 2002 auch am Golden-League-Jackpot partizipiert hatte, verliert auch den Titel als Welt-Leichtathletin 2000, behält alle ihre Bestleistungen, weil sie diese vor dem 1. September 2000 erzielte.

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