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Leichtathletik - Doping: Justin Gatlin droht das Karriereende

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Leichtathletik  

Justin Gatlin droht das Karriereende

01.01.2008, 18:52 Uhr | sid

Justin Gatlin (Foto: imago)Justin Gatlin (Foto: imago) Seine Dopingsperre wird wohl halbiert, die Hoffnung auf einen Start bei den olympischen Spielen in Peking ist für 100-Meter-Olympiasieger Justin Gatlin anscheinend geplatzt. Nach Informationen der "Washington Post" hat ein US-Schiedsgericht das Startverbot für den Doppel-Weltmeister von Helsinki 2005 auf vier Jahre reduziert. Doch auch das dürfte das Karriereende für den 25 Jahre alten Wiederholungstäter bedeuten, der bis zuletzt weitertrainiert und auf eine Viertelung der Strafe gehofft hatte. Gatlin sei am Boden zerstört, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Personen aus seinem Umfeld. Ihm bleibt nun nur der Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne.

Schon einmal gesperrt

Der ehemalige Weltrekordler war am 22. April 2006 positiv auf Testosteron getestet worden, nachdem er bereits als 19-Jähriger bei den US-Juniorenmeisterschaften im Jahr 2001 mit Amphetaminen erwischt und für zwei Jahre gesperrt worden war. Zwar erteilte der Leichtathletik-Weltverband IAAF damals dem Sprinter, der das positive Testergebnis als Resultat einer bis in seine Kindheit zurückreichenden Medikation erklärt hatte, zum 1. Juli 2002 wieder das Startrecht. Er drohte ihm aber im Wiederholungsfall eine lebenslange Sperre an. Dieser entging er nun durch seine Kooperation mit der US-Anti-Doping-Agentur (USADA), wurde aber trotzdem von ihr noch für acht Jahre bis einschließlich 24. Juli 2014 gesperrt. Das Schiedsgericht machte daraus nun eine Sperre bis 2010.

Kronzeuge gegen den Ex-Trainer

Vor dem Schiedsgericht hatte Gatlin argumentiert, der Amphetamin-Fall dürfe nicht gegen ihn verwendet werden, weil er das Medikament gegen ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom genommen habe. Außerdem forderte der US-Star einen größeren Strafnachlass, da er die USADA bei ihren Ermittlungen gegen seinen Ex-Trainer Trevor Graham unterstützte. Schon fast ein Dutzend Athleten des Coaches sind bisher positiv getestet worden. Darüber hinaus argumentierte Gatlin, er sei möglicherweise sabotiert worden und vermutete, ein Masseur habe ihn mit Testosteron-Salbe eingerieben.

Aberkennung des einstigen Weltrekordes

Hat das neue Urteil auch vor dem CAS Bestand, wird Gatlin endgültig aus den Rekordbüchern gestrichen. Sein Weltrekord, den er am 12. Mai 2006 in Doha erzielte (9,77 Sekunden) und den er sich mit Asafa Powell (Jamaika) teilte, wäre dahin. Powell hat die Bestmarke im Mai 2007 ohnehin schon auf 9,74 Sekunden gesteigert. Gatlin kann zwar weiter gegen das Strafmaß vorgehen, nicht jedoch gegen das Testergebnis, da dieses von ihm schon anerkannt worden ist. Sein Anwalt John Collins wollte das noch unveröffentlichte Urteil der American Arbitration Association (AAA) nicht kommentieren.

Olympiasieger, Weltmeister und Weltrekord-Halter

2003 begann Gatlins Aufstieg zum schnellsten Mann der Welt: Im März siegte er bei der Hallen-WM über 60 Meter, sprintete im August in Zürich die 100 Meter in 9,97 erstmals unter zehn Sekunden. Sein 100-Meter-Olympiasieg 2004 in Athen galt als Überraschung. Tage später wurde er Dritter über 200 Meter und Zweiter mit der 4x100-Meter-Staffel. Im WM-Finale in Helsinki 2005 lag er in 9,88 Sekunden 17 Hundertstel vor der Konkurrenz und erzielte den größten Vorsprung der WM-Geschichte. Gold holte er auch über 200 Meter. Er scheiterte über 4x100 Meter am Dreifach-Triumph, weil Mardy Scales und Leonard Scott auf dem Weg ins Finale den Staffelstab fallen ließen. In Doha schaffte Gatlin als vierter Sprinter der Geschichte das Triple aus Olympiasieg (2004), Weltmeister-Titel (2005) und Weltrekord (2006). Zuvor war dieses Kunststück nur seinen Landsleuten Carl Lewis und Maurice Greene sowie dem Kanadier Donovan Bailey gelungen.

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