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Lobinger verpasst die ersehnte Medaille

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Leichtathletik-WM  

Lobinger verpasst die ersehnte Medaille

09.03.2008, 18:23 Uhr | dpa

Enttäuscht in Valencia: Stabhochspringer Lobinger (Foto: dpa)Enttäuscht in Valencia: Stabhochspringer Lobinger (Foto: dpa) Nicht einmal Mannschafts-Kapitän Tim Lobinger hat die deutschen Leichtathleten bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Valencia vor dem Untergang retten können. Auch der hoch gehandelte Stabhochspringer verpasste als Fünfter die ersehnte erste Medaille. "Die Enttäuschung ist groß. Aber ich habe heute nicht viel falsch gemacht. Das Niveau war heute einfach sehr hoch", sagte der Titelträger von 2003. Damit stand schon vor den letzten Disziplinen fest, dass der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nicht auf mehr als zwei Medaillen kommen konnte. 2001 in Lissabon und 2004 in Budapest hatte es mit zweimal Bronze das bisher schlechteste Abschneiden seit der Vereinigung gegeben.

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Salto Nullo von Schulze

Angesichts der Olympia-Vorbereitung auf Peking, die bei vielen Sportlern im Vordergrund steht, hatte der DLV die Erwartungen bewusst niedrig gehalten. Von den 16 Teilnehmern schieden aber gleich sechs im Vorkampf aus. Darunter die 1500-Meter-Läufer Christoph Lohse (Wattenscheid) und Carsten Schlangen (Berlin) sowie der nachnominierte Fabian Schulze (Kornwestheim/Ludwigsburg) mit einem Salto Nullo im Stabhochspringen.

Russe Lukjanenko springt am höchsten

Ohne den verletzten Hallen-Europameister Danny Ecker (Leverkusen) wollte Lobinger "die Fahne der deutschen Stabhochspringer" hochhalten. Doch der 35 Jahre alte Münchner verpasste es, zum 100. Mal in seiner Karriere einen Wettkampf mit mindestens 5,80 Meter zu beenden und enttäuschte mit übersprungenen 5,70. "Bronze hätte mir heute auch nichts gegeben, der Wettkampf war ganz klar auf Gold ausgerichtet." Gold in dem hochkarätigen Wettkampf holte der Russe Jewgeni Lukjanenko mit der Weltjahresbestleistung von 5,90 Meter vor Freiluft-Weltmeister Brad Walker aus den USA (5,85) und Steven Hooker aus Australien (5,80).

Schwanitz gelingt Comeback

Die 103 Kilo schwere Kugelstoßerin Christina Schwanitz hatte zuvor ihr ganzes Gewicht in die Waagschale geworfen - mit 18,55 Metern reichte es aber nur zu Rang sechs. "Ich bin nicht in den Wettkampf reingekommen, ich bin nicht aufgewacht", ärgerte sie sich. An Freiluft- und jetzt auch Hallen-Weltmeisterin Valerie Vili aus Neuseeland (20,19), die Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk (19,74) und die Chinesin Li Meiju (19,09) kam sie nicht heran. Dennoch durfte sich Schwanitz über ein gelungenes Comeback auf internationaler Bühne freuen: Sie hatte in den vergangenen zwei Jahren fünfmal an den Füßen operiert werden müssen.

Blaschek holt beste Platzierung

Thomas Blaschek hatte an den beiden ersten Wettkampftagen für die beste Platzierung aus deutscher Sicht gesorgt: Nach einem Fotofinish-Rennen über 60 Meter fehlten dem Leipziger vier Hundertstel zu Bronze - Platz fünf in 7,64 Sekunden. "Ich habe meine Chance genutzt, auch wenn es nicht optimal gelaufen ist. Mit jeder Meisterschaft lernt man dazu, das wird sich in der Zukunft auszahlen", sagte der Freiluft-Vizeeuropameister.

Xiang gewinnt den Hürdensprint

Bei seinem einzigen Hallen-Start in diesem Winter rannte Liu Xiang, Chinas größte Olympia-Hoffnung für Peking, in 7,46 Sekunden zu Gold. Sein Rivale Dyron Robles war nach einem Fauxpas bereits im Vorlauf ausgeschieden: Der Kubaner ging von einem Fehlstart Xiangs auf der Bahn neben ihm aus und stoppte ab - und hastete dann entsetzt dem Feld hinterher. Rekord-Weltmeisterin Maria Mutola aus Mozambik blieb der achte Titel unterm Dach verwehrt: Die 800-Meter-Läuferin musste sich mit Bronze begnügen.

Hochspringerin Isinbajewa muss kämpfen

Auch einer Jelena Isinbajewa fliegen die Titel nicht zu: Die überragende Stabhochspringerin der vergangenen Jahre musste sich ihr drittes WM-Gold hintereinander hart erkämpfen. Der Olympiasiegerin blieb der ansonsten übliche Angriff auf den Weltrekord verwehrt. "Mein Hauptziel war die Goldmedaille. Aber meine Sprünge waren nicht großartig", räumte die Russin ein. "Ich fühle, dass ich höher springen kann. Ich weiß nicht, was passiert ist." Die Amerikanerin Jennifer Stuczynski benötigte über 4,75 Meter zwei Versuche, Isinbajewa nur einen - das reichte für die Favoritin.

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