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Digel kritisiert die Fernsehanstalten

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Leichtathletik  

Digel kritisiert die Fernsehanstalten

18.03.2008, 15:10 Uhr | dpa

Helmut Digel (Foto: imago)Helmut Digel (Foto: imago) Sportwissenschaftler Helmut Digel hat in scharfen Worten das Ungleichgewicht der Sportarten bei Fernsehübertragungen kritisiert. "Ich halte es für einen Skandal, dass die Leichtathletik und viele andere Sportarten so vernachlässigt werden. Was hat es mit dem öffentlich-rechtlichen Informationsauftrag zu tun, wenn ARD und ZDF am Samstagabend Profi-Boxkämpfe in einer teilweise widerlichen Art inszenieren?", sagte Digel, der Mitglied im Council des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IIAF) ist, in einem Interview der Zeitschrift "Leichtathletik".

Die Leichtathletik trägt eine Mitschuld

Es sei an der Zeit, "dass die Rundfunkräte die Interessen der Sportarten wahrnehmen, die immer weniger im Fernsehen stattfinden". Die Entwicklung der TV-Präsenz in der Leichtathletik bezeichnete Digel als "in der Tat dramatisch". Hier würden die Fernsehanstalten auf die gesunkenen Einschaltquoten reagieren. "Das hat die Leichtathletik zum Teil mit verursacht, weil sie sich nicht attraktiv genug darstellt", erklärte Digel. Aber auch das Fernsehen würde die olympische Kernsportart nicht so brillant präsentieren, wie sie es könnte.

Streichung von Wettbewerben darf kein Tabu sein

In der Leichtathletik müsse, so der frühere deutsche Verbandspräsident, "vor allem die Langeweile verschwinden. Die Wettkämpfe dürfen nicht länger als zweieinhalb Stunden dauern, die Pausen müssen auf ein Minimum reduziert werden." Um das zu erreichen, könnten im Hoch- und Stabhochsprung die Gesamtzahl der Versuche limitiert werden. Auch eine Streichung von Disziplinen dürfe kein Tabu sein.

Hoffen auf ein Comeback im eigenen Land

Das miserable Abschneiden der deutschen Leichtathleten, die bei der Hallen-WM Anfang März ohne Medaillen geblieben waren, beschäftigt offenbar auch den Weltverband. "In der IAAF wundert man sich über das Bild, das die deutsche Leichtathletik in Valencia abgegeben hat", sagte Digel. Viele Experten würden die Entwicklung mit Sorge betrachten, "hoffen allerdings auch auf den Heimvorteil, den die deutschen Leichtathleten bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin haben werden und darauf, dass die deutsche Leichtathletik dort ein Comeback feiert".

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