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Tibet-Politik: Protestwelle der DLV-Stars?

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Leichtathletik - Olympia  

Protestwelle der DLV-Stars?

21.03.2008, 13:30 Uhr | dpa

André Niklaus (Foto: imago)André Niklaus (Foto: imago) Zehnkämpfer André Niklaus würde Protestaktionen gegen China auf Grund der Menschen verachtenden Tibetpolitik des Olympia-Gastgebers begrüßen. "Wenn die Verbände beschließen würden, dass wir Sportler mit einer Tibetfahne ins Stadion einziehen, könnte ich mich damit identifizieren", sagte der Hallen-Weltmeister im Siebenkampf von 2006 dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Battke plant, Aufmerksamkeit zu erregen

Auch Stabhochspringerin Anna Battke plant wegen der Tibetpolitik Chinas einen Protest während der Spiele in Peking. "Ich lasse mir auf jeden Fall etwas einfallen", sagte die 23-Jährige vom USC Mainz kämpferisch in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Was derzeit in Tibet passiert, ist einfach nur traurig. Da ist es die Pflicht von Sportlern, auf Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen." Battke hatte bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten Anfang März in Valencia durch eine Protestaktion für Aufsehen gesorgt: Sie hatte mit einem Filzstift "Stop Doping" auf ihren Bauch geschrieben.

Am Anfang steht die erfolgreiche Olympia-Qualifikation

Psychologiestudentin Battke hält eine gemeinsame Aktion mit anderen Olympia-Teilnehmern jedoch für unwahrscheinlich. "Vielen ist im Zweifel ein schöner Olympiasieg wichtiger", sagte die Sportlerin. Davon will sich Battke jedoch nicht abhalten lassen. Die Olympische Charta verbietet jegliche Art von politischer Propaganda bei den Spielen. Battke muss sich zudem erst einmal für die Sommerspiele qualifizieren.

Fehler des IOC

Niklaus kritisierte das Internationale Olympische Komitee. "Das IOC hat Fehler gemacht", sagte der 26-Jährige. "Es hat die Spiele vor sieben Jahren an China vergeben, ohne aggressiv die Forderung zu vertreten, dass das Land demokratische Reformen einleiten und Menschenrechte achten muss." Man könne zumindest erwarten, dass das IOC "unter Federführung von Präsident Jacques Rogge die Stimme erhebt".

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