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Marathon: Hahn und Mockenhaupt mit Olympia-Norm

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Hahn und Mockenhaupt mit Olympia-Norm

05.05.2009, 14:58 Uhr | dpa, sid

Susanne Hahn jubelt über den Sieg in Mainz und die Olympia-Norm. (Foto: imago)Susanne Hahn jubelt über den Sieg in Mainz und die Olympia-Norm. (Foto: imago) Susanne Hahn hat im Rahmen des Gutenberg-Marathons in Mainz die deutsche Meisterschaft über die klassische Strecke von 42,195 Kilometer gewonnen. Zwölf Tage nach ihrem 30. Geburtstag unterbot sie mit der Siegerzeit von 2:29:35 Stunden die Olympia-Norm des Deutschen Leichtathletik- Verbandes (2:31:00) deutlich. Damit hat die Germanistik-Studentin beste Aussichten, auch das Ticket für Peking zu lösen. Über die drei Olympia-Starterinnen muss der Deutsche Leichtathletik-Verband noch entscheiden, da auch Melanie Kraus, Luminita Zaituc und die neue deutsche Rekordlerin Irina Mikitenko die Norm bereits erfüllt haben.

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Fitschen an der Norm vorbei

In Palo Alto hat Europameister Jan Fitschen im ersten von zwei Anläufen sein Olympia-Ticket für Peking verpasst, Sabrina Mockenhaupt hingegen ihre einzige Chance genutzt. Der Wattenscheider lief beim Leichtathletik-Meeting im US-Bundesstaat Kalifornien als Zehnter über 10.000 Meter in 28:02,55 Minuten an der "total brutalen" Norm des DLV (27:50,00) vorbei.

Knapp vorbei Usain Bolt verpasst den 100-Meter-Weltrekord

Mockenhaupt schläft kaum, rennt schnell

"Das hab' ich mir anders vorgestellt, so ist das halt mit den Scheiß-Qualis", sagte Fitschen enttäuscht. Mockenhaupt knackte auf derselben Distanz in 31:27,05 die geforderten 31:40,00 Minuten. "Ich hab' die letzten zwei Nächte nicht geschlafen, aber jetzt kann ich beruhigt nach Hause fahren", meinte sie strahlend. Fast zu einem Spaziergang geriet der Erfolg von Irina Mikitenko bei den deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Menden. Zwei Wochen nach ihrem Marathon-Triumph in London siegte die gebürtige Kasachin überlegen in 31:57,71 Minuten.

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Gepäck war verloren gegangen

Das dreiwöchige Trainingslager in Flagstaff/Arizona hatte für Mockenhaupt denkbar schlecht angefangen. Beim Chaos am neuen Terminal des Londoner Flughafens Heathrow waren ihre Koffer mit Laufschuhen, Puls- und Streckenmesser zunächst verloren gegangen. "Eine mittlere Katastrophe", hatte die EM-Achte gejammert. Doch am Ende der Vorbereitung hatte sie gut lachen. "Jetzt bin ich glücklich", meinte die 27-Jährige nach dem erfolgreichen Wettkampf.

Marathonstart bei Olympia kein Thema für Mockenhaupt

Mockenhaupt hat sogar die Norm für den Olympia-Marathon in der Tasche, aber immer betont, dass die zu erwartende Hitzeschlacht in Peking kein Thema für sie ist. Das Rennen in Stanford gewann Shalane Flanagan (USA), die mit 30:34,49 Minuten einen Kontinentalrekord aufstellte.

Fitschen verpasst trotz Bestzeit die Norm

Fitschen hatte sich noch länger in Flagstaff vorbereitet und schimpfte nach dem verpassten Ziel erst einmal kräftig. "Ehrlich: Zwei Monate USA, das macht ja nicht nur Spaß, da kann man schon mal fluchen", meinte der 31-Jährige. Der Diplom-Physiker hatte zum ersten Mal keine Fachbücher im Gepäck und sich gefreut: "Es ist einfach Klasse, der Kopf ist frei. Jetzt kann ich mich ganz auf den Sport konzentrieren." Doch für die sehr hoch angesetzte Norm reichte Fitschen bei Temperaturen von nur zehn Grad nicht einmal die persönliche Bestzeit, die er lief.

Noch eine Qualifikationsmöglichkeit

Während sich der siegreiche Australier Craig Mottram um 16 Sekunden auf 27:34,48 Minuten steigerte, haderte Fitschen mit dem Schicksal: "Die Beine waren halt schwer. Vom Training her war ich ja perfekt vorbereitet, ich hab' in den letzten Monaten hundert Prozent gegeben. Mehr geht eigentlich nicht", sagte der Blondschopf. Am 31. Mai kann Fitschen in Nerpelt/Belgien noch ein letztes Mal versuchen die Norm zu schaffen, das hatte der DLV so festgelegt. Oder er weicht noch auf die 5000 Meter aus und versucht dort sein Glück. "Das muss ich erstmal sacken lassen", kommentierte Fitschen seine Aussichten, machte sich aber dann selbst Mut: "Meistens brauche ich ja ein Rennen zum Reinrollen."

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