Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Mehr Sport > Leichtathletik >

Leichtathletik - Speerwurf: Christina Obergföll blickt nach Peking

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Leichtathletik - Speerwurf  

Obergföll: Mit Power und Psychologin nach Peking

05.06.2008, 13:17 Uhr | dpa

Christina Obergföll ist optimistisch auf dem Weg zu Olympia. (Foto: dpa)Christina Obergföll ist optimistisch auf dem Weg zu Olympia. (Foto: dpa) Als Christina Obergföll zum Training auf der Anlage des Eisenbahner Sportvereins in Offenburg auftaucht, wird sie von einer Frau freundlich angetippt. "Sie sind so fotogen - das muss ich Ihnen einfach mal sagen. Sie strahlen immer so", sagt sie. Die Speerwerferin schiebt ihre Sonnenbrille im blonden Haar zurück, schaut die Verehrerin aus ihren unglaublich blauen Augen an und lächelt: "Ach, wissen Sie: Ich bin einfach so." Bei der Leichtathletik-WM 2007 in Osaka war ihr für kurze Zeit das Lachen vergangen. Aber im Olympia-Jahr soll Christina Obergföll wieder die Strahlefrau der deutschen Leichtathletik werden.

Pettigrew-Geständnis Auch Johnson will Gold zurückgeben
Doping Pettigrew will Medaille nicht mehr

Selbstbewusst trotz mäßiger Leistung

Am Freitag trifft die zweimalige Vize-Weltmeisterin in Kassel erstmals in dieser Saison auf ihre deutsche Dauerrivalin Steffi Nerius. "Da möchte ich 65 oder 66 Meter werfen, damit ich beim Europacup dabei und im DKB-Jackpot noch drin bin", sagt die 26-Jährige. Während sich die fast 36 Jahre alte WM-Dritte Nerius vor ihrem Saisoneinstand erneut mit einigen Blessuren herumplagt und die tschechische Weltmeisterin Barbora Spotakova am vergangenen Wochenende mit 69,15 Metern ein Pfund vorlegte, strotzt Christina Obergföll trotz ihrer 63,86 Meter zum Einstand in Halle/Saale nur so vor Kraft und Selbstbewusstsein.

Überraschung Usain Bolt läuft 100-Meter-Weltrekord
Foto-Show Bolts Coup von New York

5000 Würfe im Jahr

Unter Anleitung ihres langjährigen Trainers Werner Daniels legt die Europarekordlerin einen Sprint nach dem anderen hin. Nur 3,37 Sekunden braucht sie für 30 Meter, fliegend gestoppt, 12,9 Sekunden über 100 Meter. Falls noch irgendjemand glaubt, Werferinnen seien schwerfällige Gestalten, denen schon auf der Ehrenrunde die Puste ausgeht: Christina Obergföll ist der perfekte Gegenbeweis. Wenn sie die Übungen mit Medizinbällen und Kugeln satt hat und mal wieder den Speer in die Hand nehmen möchte, dann sagt 1,75 Meter große und 78 Kilogramm schwere Athletin zu Daniels: "Heute schießen wir mal." Auf etwa 5000 Würfe, so schätzt sie, komme sie im Jahr.

Zehnkampf Behrenbruch überzeugt in Götzis
Dopingsperre Gatlin hofft auf Olympia-Teilnahme
Doping Marion Jones' Coach schuldig gesprochen

Talent und Ehrgeiz zahlen sich aus

Ein Drittel der täglichen Schweißarbeit absolviert Christina Obergföll allerdings im Kraftraum. Bei 120 Kilo liegt ihr Rekord im Nackenstoßen. "Unheimlich viel Eigenmotivation" habe sie im Lauf ihrer Karriere aufgebracht. "Aber mir ist es nie schwer gefallen, hundert Prozent meiner Energie zu geben - das ist mein Leben, meine Berufung". Bereits mit sieben Jahren hat sie den Tennisball über das Einfamilienhaus ihrer Eltern geworfen, mit zwölf den Schlagball auf 60 Meter gebracht.

In Osaka Nerven gezeigt

Mit 24 Jahren sorgte Obergföll als Außenseiterin für eine Sensation bei der WM in Helsinki, als sie mit dem Europarekord von 70,03 Meter Silber holte. Im vergangenen Jahr steigerte sie sich beim Europacup in München auf 70,20 Meter und reiste als ungeschlagene Topfavoritin zur WM nach Japan. Doch in der Qualifikation zeigte sie plötzlich Nerven und wäre um ein Haar ausgeschieden. Im Finale musste sie sich mit dem zweiten Platz hinter Spotakova begnügen.

Ehemalige Speerwerferin Damaske als Psychologin

Bei den Olympischen Spielen in Peking, hat sich Christina Obergföll vorgenommen, "will ich mich über jedes Edelmetall freuen". Sie hat lange gebraucht, um Osaka zu verarbeiten. "Wir haben sehr oft darüber gesprochen. Es immer wieder wieder hin- und hergedreht: wieso und warum?", bestätigt ihr Trainer. Als sie vorschlug, mit der früheren Speerwerferin und heutigen Psychologin Tanja Damaske aus Berlin zusammenzuarbeiten, stimmte Daniels zu. "Sie kennt mich, und sie kennt die Sportart. Wir fangen aber nicht an, lange Sitzungen auf der Couch abzuhalten, sondern sie zeigt mir die kleinen Tricks: Wie komme ich mit dieser und jener Situation besser zurecht", sagt Christina Obergföll.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Was dieser Arzt gleich macht ist einfach unglaublich

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal