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Stabhochsprung: Lobinger, Harting und Friedrich sind Deutsche Meister

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Leichtathletik  

Lobinger, Harting und Friedrich sind Deutsche Meister

05.07.2008, 20:06 Uhr | dpa

Stabhochspringer Tim Lobinger jubelt (Foto: ddp) Die Stabhochspringer sorgten mit ihrer Drei-Stunden-Show für Superspannung, doch bis zur Halbzeit der Meisterschaften hatten die deutschen Leichtathleten in Nürnberg mehr nationale Masse als internationale Klasse geboten. Im Stadion des 1. FC Nürnberg gab es insgesamt viel Mittelmaß.

Ausgerechnet ein Ehrengast kassierte den größten Beifall der rund 14.500 Fans: Der fünfmalige Diskuswurf-Weltmeister Lars Riedel wurde drei Tage nach seinem Rücktritt nun auch offiziell vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) aus der Nationalmannschaft verabschiedet.

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Lobinger, Ecker und eine Überraschung

Das Stabhochsprung-Trio Tim Lobinger, Danny Ecker und Raphael Holzdeppe hat bei der Olympia-Lotterie "3 aus 7 für Peking" die Glückslose gezogen. Als alles darauf ankam, war Altmeister Lobinger da: Nach drei Stunden Wettkampf glückte dem 35-Jährigen mit 5,75 Meter der Sprung nach Peking. Trotz Achillessehnen-Beschwerden landete der höhengleiche Ecker als entthronter Titelverteidiger auf dem zweiten Platz. Als Dritter mit einem Versuch mehr über 5,75 Meter hat auch der erst 18 Jahre alte Junioren-Weltrekordler Holzdeppe sein Olympia-Ticket in der Tasche.

Möllenbeck verpasst Olympia-Norm

Harting gibt sich in Nürnberg keine Blöße. (Foto: dpa)Harting gibt sich in Nürnberg keine Blöße. (Foto: dpa) Einer von Riedels Erben, Vizeweltmeister Harting, war erneut der Chef im Ring: Mit 66,26 Metern setzte sich der selbst ernannte Olympia-Medaillenkandidat vor dem Wattenscheider Michael Möllenbeck durch, der mit 62,98 Metern die für Peking geforderte zweite Normerfüllung (64,50) erneut verpasste.

Friedrich dominiert Konkurrenz

Eine Ein-Frau-Show lieferte Hochspringerin Ariane Friedrich, die beim Einspringen böse stürzte. "Ich hab mich da flach gelegt und auf einmal den Boden geküsst. Ich weiß immer noch nicht, warum", sagte die Frankfurterin nach dem Wettkampf mit schmerzverzerrtem Gesicht und kühlte sich ihre dicken Knie mit Eisbeuteln. Dennoch spielte sie mit der Konkurrenz: Mit einem weiteren Zwei-Meter-Sprung verfehlte Friedrich ihre Saisonbestleistung vom Europacup in Annecy nur um drei Zentimeter.

Obergföll glanzlos, Unger souverän

Erst im letzten Versuch verteidigte Speerwurf-Europarekordlerin Christina Obergföll den Titel: Mit 62,18 Metern entriss sie der Olympia-Zweiten Steffi Nerius (61,91Meter) noch den schon sicher geglaubten Sieg. Ihren Titel über 100 Meter verteidigte Verena Sailer mit persönlicher Bestleistung (11,28 Sekunden); bei den Männern sprintete Tobias Unger in 10,20 Sekunden zum Sieg und erfüllte zum zweiten Mal die DLV-Norm.

Heidler ärgert sich trotz Titelgewinn

Trotz ihres vierten Titels in Serie war Nürnberg für Hammerwurf-Weltmeisterin Heidler eine weitere Enttäuschung. "Schlechte Weite, schlechter Wettkampf. Ich bin mit viel Vorfreude und Optimismus hergekommen und konnte überhaupt nicht umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte", meinte die 24-Jährige von der LG Eintracht Frankfurt nach der ersten Entscheidung, die sie mit nur 68,64 Metern vor ihrer Vereinskollegin Andrea Bunjes (64,00) gewann.

800-Meter-Läufer verpassen Olympia-Norm

Bereits im Vorlauf hatten sich die besten 800-Meter-Läufer geschworen: Diesmal packen wir die Norm! Chef-Bundestrainer Jürgen Mallow engagierte den Dortmunder Steffen Co sogar als Tempomacher - doch es wurde wieder nichts: René Herms, Olympiasieger Nils Schumann und Nachwuchsmann Robin Schembera verpassten die Richtzeit von 1:45,50 Minuten um mehr als eine Sekunde. Herms: "Man hat gemerkt, dass alle wollen. Aber irgendwie klappt's nicht." Schumann blieb als alter Hase gelassen: "Wenn man's drauf hat, macht man's einfach."

Schwacher Schultz sagt "Tschüss"

Ex-Europameister Ingo Schultz hat das 400-Meter-Finale und damit seine letzte olympische Staffelchance klar verpasst. Der 32-Jährige von Bayer Leverkusen musste sich im Vorlauf mit schwachen 47,12 Sekunden und Platz 11 begnügen. Kurzkommentar: "Ich sag' dann mal Tschüss."

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