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René Herms ist an einer Herzmuskelentzündung gestorben

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René Herms  

Herms ist an einer Herzmuskelentzündung gestorben

23.01.2009, 15:45 Uhr | sid

René Herms starb am 9. Januar 2009 im Alter von nur 26 Jahren an einer Herzmuskelentzündung. (Foto: imago)René Herms starb am 9. Januar 2009 im Alter von nur 26 Jahren an einer Herzmuskelentzündung. (Foto: imago) Fast genau zwei Wochen war über die Todesursache gerätselt worden. Jetzt ist der ebenso mysteriöse wie plötzliche Tod von 800-Meter-Läufer René Herms aufgeklärt. Vor allem Witwe Steffi hat nun endgültig Gewissheit. Ihr Ehemann verstarb im Alter von lediglich 26 Jahren an einer "beidseitigen, virusbedingten Herzmuskelentzündung", auch "Sekundentod" genannt. Dies teilte ihr die Staatsanwaltschaft Dresden mit.

Das berichtete seine ehemalige Managerin Kerstin Pohlers dem Sport-Informations-Dienst (sid). Hinweise auf Doping habe es nicht gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Christian Avenarius auf Nachfrage. "René Herms ist eines natürlichen Todes gestorben", hieß es in einer knappen Pressemitteilung: "Das Todesermittlungsverfahren kann damit abgeschlossen werden."

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Herpes-Infektion als Auslöser

Die Rechtsmediziner hätten der Witwe erklärt, die Herzmuskelentzündung sei durch eine Herpes-Infektion ausgelöst worden, die aber schon länger zurückgelegen habe, sagte Kerstin Pohlers. Ursache dafür könnten die Röteln oder eine Gürtelrose gewesen sein. Herms' Verein, die LG Braunschweig, spekulierte bereits bei Bekanntwerden seines Todes mit einer Herzmuskelentzündung, denn der Leistungssportler hatte über Silvester einen grippalen Infekt und deshalb eine Trainingspause eingelegt.

Zwölf deutsche Meistertitel

Der zwölfmalige deutsche 800-Meter-Meister, der beim Dresdner SC bei Dietmar Jarosch trainierte, war am 10. Januar von seiner Schwiegermutter leblos vor dem Computer in seiner Wohnung im sächsischen Lohmen gefunden worden. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen, der bereits am 9. Januar eingetreten war.

Landessportbund kommt für die Beerdigungskosten auf

Herms wird am 26. Januar um 10 Uhr auf dem Friedhof in Pirna beigesetzt. Weil er Schulden hinterließ, wie seine Frau jüngst der "Sächsischen Zeitung" erzählte, werden die Beerdigungskosten vom Landessportbund Sachsen übernommen. Der Dresdner SC hat darüber hinaus ein Spendenkonto für die Hinterbliebenen eingerichtet.

Von der Schwiegermutter gefunden

Die Tragödie um Herms wurde am 10. Januar bekannt. Seine Witwe, um deren Hand er 2004 nach seinem Sieg bei der DM in Braunschweig öffentlich angehalten hatte, bat an diesem Tag ihre Mutter, in der gemeinsamen Wohnung in Lohmen nach René zu schauen. Ihr Mann, mit dem sie wegen einer Arbeitsstelle in Hannover vorübergehend eine Fernbeziehung führte, war nicht zu erreichen.

Am Tag des Todes noch trainiert

Erst blieb der übliche Gute-Nacht-Anruf am Abend zuvor aus, dann ging er auch am nächsten Morgen nicht ans Telefon. Zum Training erschien der ehemalige U20- und U23-Europameister ebenfalls nicht. Noch am Tag seines Todes hatte der Wirtschaftsstudent in Dresden trainiert. "Wir haben uns ganz normal verabschiedet. Es gab überhaupt keine Anzeichen", sagte sein Trainer Jarosch.

Nur vier Deutsche waren je schneller

Herms, mit seiner Bestzeit von 1:44,14 Minuten (2004) fünftschnellster Deutscher der Geschichte, galt lange als großes Talent und war schon früh in der Aktivenklasse erfolgreich. Noch als Jugendlicher gewann er 2001 den ersten DM-Titel, dem er im Freien bis 2006 fünf weitere folgen ließ und dabei 2002 in Wattenscheid kaltschnäuzig Olympiasieger Nils Schumann auf der Zielgeraden abhängte. Weitere sechs Mal DM-Gold gewann er in der Halle.

Vergeblich auf den Durchbruch gewartet

2001 wurde Herms U20-Europameister, 2003 U23-Titelträger. In der Aktivenklasse blieb ihm der sportliche Durchbruch jedoch verwehrt. Seine besten Ergebnisse waren Platz sieben bei der EM 2002 in München und das Halbfinale von Athen 2004.

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