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Leichtathletik: Olympiasiegerin im Hammerwerfen stirbt mit 26

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Leichtathletik  

Hammer-Olympiasiegerin stirbt mit 26

19.02.2009, 09:25 Uhr | dpa, sid

Hammerwerferin Kamilla Skolimowska ist tot. (Foto: dpa)Hammerwerferin Kamilla Skolimowska ist tot. (Foto: dpa) Ein erneuter Todesfall schockt die internationale Leichtathletik. Die Polin Kamila Skolimowska, Hammerwurf-Olympiasiegerin von Sydney 2000, starb am Mittwoch im Trainingslager im portugiesischen Vila Real de Santo Antonio.

Dies teilte der polnische Leichtathletik-Verband auf seiner Internetseite mit und bestätigte damit Medienberichte. Sie wurde nur 26 Jahre alt.

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Schwächeanfall im Kraftraum

Skolimowska habe den Berichten zufolge wegen einer Verletzung und Unwohlsein am Mittwoch nicht am Krafttraining teilgenommen, sei aber in die Sporthalle gekommen. Dort habe sie plötzlich das Bewusstsein verloren. Anschließend konnte sie nach Angaben ihrer Teamkollegen, selbst zum herbeigerufenen Krankenwagen gehen, fiel dann jedoch erneut in Ohnmacht, aus der sie nicht mehr erwachte. Trotz Wiederbelebungsversuchen sei sie eine Stunde später im Krankenhaus in Vila Real de Santo Antonio gestorben.

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Spekulationen über Todesursache

Eine Obduktion soll nun Aufschluss über die Todesursache bringen. Die Ärzte in Portugal spekulierten über einen Herzinfarkt. Der polnische Teamarzt sagte allerdings, eine Lungenembolie sei wahrscheinlicher. Erst am 9. Januar war der deutsche 800-Meter-Läufer René Herms an einer beidseitigen Herzmuskelentzündung gestorben. Auch er wurde nur 26 Jahre alt.

Schon mit 17 Jahren Olympiasiegerin

Die am 4. November 1982 in Warschau geboren Athletin hatte angeblich schon am Dienstag über Schmerzen in den Waden geklagt. Skolimowska, ist mit ihrer Bestweite von 76,83 Meter Vierte der ewigen Weltbestenliste. Sie war 2000 als 17-Jährige jüngste Olympiasiegerin in einer Wurfdisziplin geworden. Kirsten Münchow belegte damals Rang drei. 2004 in Athen wurde Skolimowska Fünfte, 2008 in Peking war sie im Finale verletzungsbedingt ohne gültigen Versuch geblieben. Ihr Vater ist Robert Skolimowski, ein ehemaliger Weltklasse-Gewichtheber im Superschwergewicht, der an den Sommerspielen 1980 in Moskau teilnahm (Rang sieben).


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