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Hochspringerin Friedrich nährt die WM-Hoffnungen

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Leichtathletik  

Hochspringerin Friedrich nährt die WM-Hoffnungen

14.06.2009, 19:36 Uhr | dpa

Ariane Friedrich überspringt die 2,06 Meter. (Foto: dpa)Ariane Friedrich überspringt die 2,06 Meter. (Foto: dpa) Sie schlug die Hände vors Gesicht, führte mit geballten Fäusten einen Freudentanz auf und drehte mit einer riesigen deutschen Fahne eine Ehrenrunde: Ariane Friedrich ist in die Fußstapfen von Rosi Ackermann getreten und hat beim ISTAF im Berliner Olympiastadion 63.000 Zuschauer zu Begeisterungsstürmen hingerissen. 32 Jahre, nachdem die Cottbuserin Ackermann als erste Hochspringerin der Welt die Zwei-Meter-Marke knackte, sprang die Hallen-Europameisterin in der gleichen Kurve deutschen Rekord und verbesserte mit 2,06 Metern die fast 18 Jahre alte Bestmarke der Leverkusenerin Heike Henkel um einen Zentimeter.

Friedrich rückte mit ihrem 20. Sprung über 2,00 Meter an die vierte Stelle der besten Hochspringerinnen der Leichtathletik-Geschichte und avancierte zugleich zur größten deutschen Hoffnung bei den Weltmeisterschaften in 62 Tagen an gleicher Stelle.

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Friedrich: "Habe einfach Spaß haben wollen"

Eindeutig entschied die Frankfurterin das Prestige-Duell mit der kroatischen Weltmeisterin Blanka Vlasic zu ihren Gunsten, ließ die Top-Höhen von 1,97 und 2,03 Metern aus und bewältigte die Weltjahresbestleistung gleich im ersten Versuch. Damit war der Rivalin, die bis zu 2,03 Metern ohne Fehlversuch war, erneut der Zahn gezogen. "Wir haben heute extrem gepokert. Das ist auch ein Signal an die Konkurrenz, dass sie mit mir zu rechnen haben. Ich habe heute einfach Spaß haben wollen", sagte Ariane Friedrich, die auch beim Siegerinterview noch sichtlich Spaß hatte.

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An Weltrekord-Höhe gescheitert

Zuvor hatte sie sich sogar am Weltrekord der Bulgarin Stefka Kostadinowa von 2,09 Metern versucht: Dabei hielten die Fans bei ihrem zweiten Versuch den Atem an - doch die Latte wackelte und fiel. Vlasic gratulierte fair. "Die Konkurrenz ist eine gute Sache für uns beide, so können wir uns pushen", sagte die Kroatin. "Es hat wirklich Spaß gemacht, hier zu springen. Nur das Timing war schlecht: Ich schlafe jeden Tag zwischen eins und vier."

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Vlasic fährt zuversichtlich zur WM

Voller Brisanz ist das Duell der Gigantinnen spätestens seit dem vorjährigen Golden-League-Finale, als Ariane Friedrich in Brüssel der damals noch schier übermächtigen Konkurrentin nach bereits fünf Siegen den fast sicher geglaubten Jackpot-Anteil von 500.000 Dollar vermasselte. Für die WM spürt Vlasic nun nach der Niederlage neue Angriffslust. "Es ist natürlich Arianes Heimstadion, aber ich sollte mir keine Sorgen um die Unterstützung bei der WM machen. Bei der WM will ich wieder die Beste sein", meinte sie.

Berlin erweist sich als gutes Pflaster für Höchstleistungen

"Gegen Blanka zu springen motiviert mich immer", hatte Ariane Friedrich schon vor dem ISTAF in Berlin erklärt. Bereits im Vorjahr war der 25-Jährigen in Berlin erstmals im Freien ein Satz über die magischen 2,00 Meter geglückt. "Schon deshalb springe ich gern hier", bekundete die deutsche Modell-Athletin mit der blondierten Struwwel-Frisur, die sich mit tiefen Verbeugungen beim Publikum für die euphorischen Anfeuerungen bedankte.

Studenten-Weltmeisterschaft als großer Traum

Für diese Saison hat sich aber Ariane Friedrich nicht nur Top-Leistungen bei den Weltmeisterschaften vorgenommen. "Mein Traum ist es, nach Bronze und Silber bei der Universiade auch einmal Studenten-Weltmeisterin zu werden. Dafür würde ich auch auf finanziell attraktivere Wettkämpfe verzichten", sagte sie. Vielleicht muss sie nach dem Sieg beim Golden-League-Auftakt nun doch noch umdisponieren: Für die Universiade müsste sie nämlich auf die Meetings in Oslo und Rom verzichten und würde damit die nun plötzlich nicht mehr unwahrscheinliche Möglichkeit des Jackpot-Gewinns aus der Hand geben.

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