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Leichtathletik: Usain Bolt kontert Tyson Gays Weltjahresbestzeit

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Leichtathletik - Golden-League-Serie in Paris  

Bolt kontert Gays Weltjahresbestzeit

18.07.2009, 14:23 Uhr | sid

100-Meter-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika während der Golden-League-Serie in Paris. (Foto: imago)100-Meter-Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika während der Golden-League-Serie in Paris. (Foto: imago) Weniger als einen Monat vor dem Startschuss zur Leichtathletik-WM in Berlin deutet sich ein grandioses Finale über 100 Meter an. Olympiasieger Usain Bolt aus Jamaika und Weltmeister Tyson Gay aus den USA befinden sich in Bestform. In Paris konterte Bolt Gays Weltjahresbestzeit von Rom mit 9,79 Sekunden - und war nur zwei Hundertstelsekunden schlechter als sein großer Konkurrent.

"Das war nicht perfekt, aber gut genug", kommentierte Bolt seine Zeit, die er im Regen und bei Gegenwind (0,2 Meter pro Sekunde) erzielte. 46.500 Zuschauer im Stade de France feierten den 22-Jährigen.

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Olympia-Leistungen bei der WM bestätigen

Seinen Trainingskollegen Daniel Bailey aus Antigua (9,91) und Yohan Blake aus Jamaika (9,93) ließ der dreifache Olympiasieger keine Chance. Trotz eines erneut lahmen Starts hatte der Jamaikaner zur Halbzeit die Konkurrenz überholt und im Ziel eine klare Antwort auf die 9,77 Sekunden Gays gegeben. "Bei der Leichtathletik-WM in Berlin will ich der Welt zeigen, dass meine Leistungen des Vorjahres kein Witz waren", meinte Bolt, der 2008 in Peking jeweils Olympia-Gold und die Weltrekorde über 100 (9,69), 200 (19,30) und 4x100 Meter (37,10) geholt hatte.

Bolt hat noch 15 Prozent Luft nach oben

Zwar kommt er ab 15. August weder über 100 noch über 200 Meter als Weltranglisten-Erster ins Berliner Olympiastadion, doch der Jamaikaner fürchtet sich vor dem wiedererstarkten Gay nicht. "Ich bin erst bei 85 Prozent. Vor allem am Start muss ich noch arbeiten. Beim Lauf hatte ich dann das Gefühl, ich fliege."


Gay ist der Maßstab

Gay, der bei seinen beiden schnellsten Rennen Top-Bedingungen hatte, führt die Jahres-Weltbestenlisten mit 9,77 und 19,58 Sekunden an. Bolt liegt mit 9,79 und 19,59 jeweils knapp dahinter. Allerdings musste er stets mit Regen und Gegenwind kämpfen. "Ich bin unter allen Bedingungen bereit."

Ein Quartett träumt noch vom Jackpot

Neben Bolt stand das Jackpot-Rennen in Paris, der vierten von sechs Stationen der Golden League, im Blickpunkt. Vier Wochen vor dem WM-Auftakt blieben die vier Anwärter Kenenisa Bekele aus Äthiopien (3000-Meter-Sieger in 7:28,64 Minuten), Kerron Stewart aus Jamaika (100-Meter-Erfolg in 10,99 Sekunden), die Russin Jelena Issinbajewa (Stab-Siegerin mit 4,65 Metern) und US-Girl Sanya Richards (400-Meter-Siegerin in 49,34 Sekunden) im Rennen um die Dollar-Millionen. Das Quartett benötigt jetzt noch Erfolge in Zürich (28. August) und Brüssel (4. September).

Eine weitere Uralt-Bestmarke ist gefallen

Richards übernahm mit dem 37. 400-Meter-Lauf ihrer Karriere unter 50 Sekunden die Bestmarke von Weltrekordlerin Marita Koch, die 36 geschafft hatte. Koch reagierte gelassen: "Das kann man nicht vergleichen. Heute gibt es viel mehr Wettkämpfe als früher. Da bekommt man die Zahl schneller zusammen", sagte sie dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Football-Star Ross überrascht seine Verlobte

Obwohl Richards seit 2005 am Jahresende stets die schnellste Viertelmeilerin war, läuft sie bislang vergeblich einem großen Einzeltitel hinterher. Den will sie nun in Berlin holen und baut dabei auf die Unterstützung ihres Verlobten Aaron Ross, der als Rückraumverteidiger bei den New York Giants in der NFL American Football spielt. In Paris beflügelte er sie mit einem Überraschungsbesuch.

DLV-Athleten als Beiwerk des Abends

Die deutschen Athleten hatten im WM-Stadion von 2003 nichts zu bestellen. Zwar wurde Stabhochspringer Malte Mohr mit 9000 Dollar belohnter Dritter, doch 5,45 Meter waren trotz schwieriger Windbedingungen schwach. Nur auf Rang acht (5,30) kam Björn Otto. Silke Spiegelburg und Anna Battke blieben ohne Höhe. Sechster wurde beim Speerwurf-Erfolg von Olympiasieger Andreas Thorkildsen aus Norwegen (88,03) Mark Frank (81,73). Hochspringerin Ariane Friedrich verzichtete auf einen Start. Es gewann die kroatische Weltmeisterin Blanka Vlasic (1,99).

Berlin Zeitplan zur Leichtathletik-WM 2009

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