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Leichtathletik-WM: Betty Heidler will ihren Hammerwurf-Titel verteidigen

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Leichtathletik-WM  

Betty Heidler: "Bin eine der besten Hammerwerferinnen"

02.08.2009, 15:18 Uhr | Das Interview führte Bettina Schardt

2007 jubelt Betty Heidler in Osaka über den Weltmeistertitel im Hammerwerfen. (Foto: imago)2007 jubelt Betty Heidler in Osaka über den Weltmeistertitel im Hammerwerfen. (Foto: imago) Bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007 in Osaka holte Betty Heidler ein wenig überraschend den Titel im Hammerwerfen. Nach einem etwas schwächeren Jahr 2008 mit dem neunten Platz bei den Olympischen Spielen in Peking will die 25-Jährige bei der WM in ihrer Heimatstadt Berlin erneut Gold holen.
Im Gespräch mit t-online.de sagt Heidler, warum sie in diesem Jahr so stark ist und wie die Titelverteidigung gelingen soll.

Frau Heidler, die WM in Ihrer Heimatstadt Berlin steht kurz bevor. Wird Ihnen so langsam noch mal ein Stückchen bewusster, dass Sie Weltmeisterin sind und als einheimische Titelverteidigerin bei der WM eine besondere Rolle spielen?

Betty Heidler: Nein, das ist nicht der Fall. Mein Titel, die Titelverteidigung, die WM im eigenen Land - das ist immer gleich präsent.

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Sie stammen aus Marzahn, haben bei der Berliner LG Ost mit der Leichtathletik begonnen. Kennen Sie das Olympiastadion aus früheren Wettkämpfen wie "Jugend trainiert für Olympia"?

Nein, für diese Wettkämpfe habe ich zu spät mit der Leichtathletik begonnen. Ich bin noch nie bei einem Wettkampf im Berliner Olympiastadion gestartet.

Sabrina Mockenhaupt Kein Start über 10.000 Meter


Was macht das Besondere an der WM in der Heimatstadt für Sie aus? Das Stadion, die vertraute Umgebung, das Wissen, dass viele Bekannte und Freunde da sein werden?

Wie gesagt, das Olympiastadion kenne ich nicht als Wettkämpferin, nur als Zuschauerin. Ich freue mich über alle Besucher, natürlich am meisten über die, die ich auch persönlich sehr gut kenne. Ich bin stolz darauf, dass Zuschauer extra wegen mir ins Stadion kommen. In der Heimatstadt bei einer WM zu starten - das ist einfach etwas Einzigartiges.



Bei der Universiade in Belgrad haben Sie mit 75,83 Metern Gold geholt . Eine sehr gelungene Generalprobe für die WM - wie war das Erlebnis Universiade für Sie?

Die Universiade hat mir sehr gut gefallen! Es war wie kleine Olympische Spiele, eben nur mit Studenten. Wir haben in einem Athletendorf gewohnt, in einer großen Mensa gegessen, Busshuttles genutzt - es war sehr schön!

Wie gehen Sie in diesem Jahr mit dem besonderen Druck um?  Sie sagen immer, Sie möchten  in Berlin Ihren Titel verteidigen?

Mit dem Druck gehe ich gelassener um, weil er mehr von mir kommt und ich ihn bestimmen kann. Den Druck von außen lasse ich nicht mehr so doll an mich ran.


Das letzte Jahr lief nicht so ganz rund. Hat das geholfen, alles gelassener zu sehen?
Letztes Jahr wäre es vermessen gewesen zu sagen, "ich will Olympiasiegerin werden". Dafür haben die Vorleistungen überhaupt nicht gestimmt. Ich bin dieses Jahr technisch wesentlich stabiler und kann im Wettkampf besser meine Leistung aus dem Training umsetzen. Wenn das nicht wäre und ich nicht schon konstant weit geworfen hätte dieses Jahr - dann wäre es auch mit der Titelverteidigung schwer. So aber weiß ich, dass ich es drauf habe und eine der besten Hammerwerferinnen dieses Jahr bin.

Berlin Zeitplan der Leichtathletik-WM 2009

Sie haben zu Saisonbeginn angekündigt, immer "auf Sieg werfen" zu wollen. Was macht den Unterschied, wenn man mit diesem Ziel in den Wettkampf geht - mehr Angriffslust? Mehr Risiko?

Ja, genauso sieht es aus. Ich will Spaß haben, mich über gute Ergebnisse freuen und mich nicht in kleinen technischen Details verlieren. Das ist fürs Training wichtig, aber im Wettkampf geht es ums Gewinnen und da ist es zum Teil egal, wie technisch gut oder schlecht der Wurf war. Das Risiko erhöht sich dadurch natürlich auch.

Sie sind jetzt gerade im Schwarzwald im Trainingslager - wie sehen die letzten Wochen vor der WM aus und wann kommen Sie nach Berlin?

Wir sind bis zum 29. Juli auf dem Herzogenhorn, dann kurz in Frankfurt und ab dem 2. August in Kienbaum. Kurz vor der Quali kommen wir dann nach Berlin. Im Stadion werde ich hoffentlich vorher nochmal werfen können. Das steht noch nicht fest. Es wäre aber schade, wenn wir den Heimvorteil nicht ausnutzen könnten.

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