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Jamaika wirft Asafa Powell aus dem WM-Kader

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Leichtathletik-WM 2009  

Jamaika wirft Asafa Powell aus dem WM-Kader

12.08.2009, 16:16 Uhr | sid, dpa

Asafa Powell darf nun doch nicht bei der WM starten. (Foto: imago)Asafa Powell darf nun doch nicht bei der WM starten. (Foto: imago) Jamaikas Sprintteam für die Leichtathletik-WM in Berlin hat sich 72 Stunden vor dem ersten Startschuss dreier seiner Top-Stars beraubt und Ex-Weltrekordler und Staffel-Olympiasieger Asafa Powell, 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser sowie Melaine Walker, Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden, aus seinem Aufgebot gestrichen.

Der Weltverband IAAF wurde aufgefordert, die jamaikanischen Teilnehmer aus der WM-Teilnehmerliste zu streichen und sie aus dem Athletenhotel in Berlin zu verbannen.

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Athleten schwänzten das Trainingslager

Der jamaikanische Verband reagierte mit dieser disziplinarischen Maßnahme darauf, dass Powell zusammen mit Fraser, Walker, der Olympia-Zweiten Shericka Williams, Brigitte Foster-Hilton und Kaliese Spencer nicht am Trainingslager in Herzogenaurach teilgenommen hatten. Stattdessen hatten sie in Italien trainiert.

Powell-Manager: "Wir haben nichts gewusst"

"Wir haben nicht gewusst, dass wir verpflichtet waren, ins Traininslager zu kommen", sagte Powell-Manager Paul Doyle zuletzt. Doch hinter der Nicht-Teilnahme steckt mehr. Es ist ein Machtkampf innerhalb des jamaikanischen Sprints zwischen den beiden rivalisierenden Leichtathletik-Klubs des Landes. Der eine ist der Racers Track Club mit Weltrekordler und Sprint-Superstar Usain Bolt und dessen Trainer Glen Mills, der andere ist MVP.

Ratlosigkeit beim Weltverband

Ratlosigkeit herrschte beim IAAF-Kongress, als die Nachricht die Runde machte. IAAF-Generalsekretär Pierre Weiss bestätigte lediglich, dass die Delegation der Karibik-Insel den Weltverband bat, das Sextett von den Startlisten zu nehmen. Mehr wusste auch er nicht.

Jamaikas Verbandspräsident geht nicht ans Telefon

Vergeblich suchte IAAF-Präsident Lamine Diack Licht ins Dunkel zu bringen. Immer wieder rief er am Mittwoch Howard Aris, den Präsidenten des Jamaikanischen Leichtathletik-Verbandes JAAA, an. Doch der ignorierte das Klingeln. Und auch die Plätze mit dem Namensschild Jamaika im großen Kongresssaal blieben leer. Nur Herb Elliot aus dem Medizinischen Komitee der IAAF war von den jamaikanischen Offiziellen greifbar: "Ich weiß von nichts, aber eines ist sicher: Stephen Francis ist ein verdammter Lügner." Es ginge MVP doch immer nur ums Geld.

Bis Donnerstag muss der Fall geklärt sein

"Die JAAA ist autonom und kann machen was sie will. Sie hat das Recht zu diesem Schritt", meinte der Deutsche Helmut Digel, Mitglied des IAAF-Councils. "Es ist eine jamaikanische Angelegenheit und hat nichts mit uns zu tun", betonte auch IAAF-Sprecher Nick Davies. Bis Donnerstagmittag 12 Uhr muss der Fall geklärt sein. Dann wird die Startliste für den Samstag mit den 100 Meter der Männer erstellt.

Neuer Fehlstart-Regel

Unterdessen wurde mit einer neuen Fehlstart-Regel, die der IAAF beschloss, dem Zocken am Startblock ein Ende gesetzt. Für Superstar Bolt und Co. gilt somit ab 1. Januar 2010: Jeder Fehlstart in den Sprint-Wettbewerben wird mit einer sofortigen Disqualifikation geahndet. "Die Athleten werden sich daran gewöhnen. Nun sind die Fehlstart-Zocker nicht mehr in der Lage zu pokern", sagte Rüdiger Harksen, Cheftrainer der Läufer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

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