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Leichtathletik-WM: Von Kugel- und Stöhn-Attacken

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Leichtathletik-WM 2009 - Splitter  

Von Kugel- und Stöhn-Attacken

16.08.2009, 16:42 Uhr | sid

FAMILIENSACHE: Da hat sich Moses Masai, der Bruder von 10.000-m-Weltmeisterin Linet Masai, aber etwas vorgenommen. Als er kurz vor dem WM-Start gefragt wurde, welchen Platz er anstrebe, sprach er davon, besser sein zu wollen als seine Schwester. Dann rannte die 19-jährige Kenianerin überraschend zu Gold und nun hat Moses (23) ein Problem: "Mach es besser, großer Bruder", forderte Linet Masai von ihm nach dem Rennen am Telefon vor Journalisten. Beide hatten im Vorjahr bei Olympia in Peking Platz vier belegt.

BERLIN: Berlin war in Berlin chancenlos. Der Monegasse Antoine Berlin schied im Vorlauf in der WM-Gastgeberstadt in 4:27,52 Minuten aus. Berlin ist 450-mal so groß ist wie das Fürstentum, aus dem er stammt. Die Zeit hätte nicht einmal gereicht, um 2009 bei den Frauen deutsche Meisterin zu werden. Immerhin: Er führte das Feld 100 Meter lang an. "Ich habe meine erste Weltmeisterschaft genossen."

SONDERPRÄMIE: Im Vorjahr erhielt Geher-Weltmeister Waleri Bortschin zum Olympiagold einen BMW von Vater Staat, dieses Mal hat Russlands Premierminister Wladimir Putin allen Weltmeistern von Berlin 7000 Dollar zusätzlich zu den vom Weltverband IAAF versprochenen 60.000 Dollar versprochen. "Das hatte ich ganz vergessen. Gut, dass Sie mich erinnern", sagte der 22-Jährige im Ziel.

ZUM ANFASSEN: 650 Touch-Screens versorgen Journalisten und Offizielle im Stadion mit Informationen. Darin ist die gesamte Datenbank des Weltverbandes IAAF abrufbar: mit allen Weltrekorden, Flash-Interviews und Bestenlisten vergangener Jahre.

KUGEL-ATTACKE: Auf der Pressekonferenz der Medaillengewinner im Kugelstoßen verlängerten Weltmeister Christian Cantwell und der WM-Zweite Tomasz Majewski ihren Zweikampf. Der US-Amerikaner Cantwell beschuldigte den Polen Majewski, ihm beim Wettkampf in London kürzlich eine Kugel auf den Fuß geworfen zu haben. Der Beschuldigte stritt das ab und zog immer wieder Grimassen, wenn Cantwell mit den Journalisten sprach.

VERAUSGABT: Ein übles Bild bot Johnny Dutch nach seinem Vorlauf über 400 Meter Hürden. Der US-Boy sank in der Mixed-Zone des Olympiastadions vor den Journalisten zu Boden und blieb dort 20 Minuten stöhnend liegen. Mehrere Helfer bemühten sich um den völlig erschöpften Läufer, doch der ließ sich nicht zum Aufstehen ermutigen und übergab sich stattdessen. Erst als eine Trage geholt wurde, erhob sich Dutch, der sich für die nächste Runde qualifiziert hatte, und verließ auf Helfer gestützt die Mixed-Zone. Zurück blieb auf dem Teppich sein Erbrochenes.

TAPFER: Obwohl sie im 10.000-m-Finale mit deutlichem Abstand als Letzte ins Ziel kam, erhielt sie fast ebenso viel Applaus wie die Siegerin Linet Chepkwemoi Masai: Die kleingewachsene Japanerin Yukari Sahaku lief in die Herzen des Berliner Publikums. Als sie einsam ihre letzte Runde drehte, überschlug sich die Begeisterung im Stadion. Im Ziel wartete eine besondere Überraschung auf Sahaku, die Marathon-Läuferin ist und im vergangenen Jahr das Rennen in Sapporo gewann. Maskottchen Berlino griff sich die tapfere Läuferin und führte mit ihr ein kurzes Tänzchen auf.

AUGENZEUGIN: Kanzlerin Angela Merkel erlebte auf der Ehrentribüne noch mit, als Kugelstoßer Ralf Bartels seinen Bronzestoß von 21,37 Metern schaffte. Dagegen hatte Bundespräsident Horst Köhler die Ehrenloge bereits verlassen.

DURCHSICHTIG: Es ist da, fällt aber nicht auf. Ein durchsichtiges Netz macht es den Zuschauern möglich, Hammer- und Diskuswerfer in ihrem Käfig fast ohne Sichteinschränkung zu beobachten. "Wie Sie sehen, sehen Sie nichts", sagt IAAF-Wettkampfdirektor Paul Hardy.

SCHMINKE: Auch Leichtathletinnen achten auf ihr Äußeres. So gestand Stabhochspringerin Silke Spiegelburg, dass sie sich seit ihrer Kindheit schminkt und das auch vor jedem Wettkampf tue. "Warum sollte ich das hier anders machen?", sagte die Leverkusenerin. Ein Problem könnte es nur bei einer möglichen tränenreichen Siegerehrung geben: "Die Schminke ist nicht wasserfest."

LANGSAMSTE: Tioiti Katutu war in 14,38 Sekunden die langsamste unter allen 61 gestarteten 100-Meter-Läuferinnen. Die 19-Jährige kommt aus dem pazifischen Inselstaat Kiribati und durfte nur über die Quotenregelung starten, die jedem Mitgliedsland des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF mindestens einen Startplatz sichert.

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