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Desaster für Issinbajewa - Spiegelburg undankbare Vierte

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Leichtathletik-WM  

Desaster für Issinbajewa - Spiegelburg undankbare Vierte

17.08.2009, 22:19 Uhr | sid, dpa

Jelena Issinbajewa vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen. (Foto: Reuters)Jelena Issinbajewa vergräbt ihr Gesicht in ihren Händen. (Foto: Reuters) Russlands Stabhochsprung-"Sputnik" Jelena Issinbajewa ist bei der Leichtathletik-WM brutal vom Himmel gefallen, Silke Spiegelburg verfehlte knapp den Sprung aufs Treppchen und stürzte ins Tal der Tränen. "Manchmal habe ich mir gedacht, was machst Du hier für ein Schwachsinn?", schimpfte die Hallen- Vizeeuropameisterin aus Leverkusen und weinte bitter. Mit 4,65 Meter wurde sie Vierte im Berliner Olympiastadion.

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Rogowska nutzt die Gunst der Stunde

Nachdem Issinbajewa, Weltrekordlerin und Weltmeisterin von 2005 und 2007, sensationell ohne gültigen Versuch blieb, war der Weg für die Polin Anna Rogowska zum WM-Gold frei - sie schaffte 4,75 Meter. Silber ging an die höhengleichen Monika Pyrek (Polen) und Chelsea Johnson (USA). Anna Battke (Mainz) wurde Siebte und Kristina Gadschiew Zehnte. Damit war das deutsche Trio besser als die fast unbezwingbare Jelena Issinbajewa, die völlig überraschend den letzten und elften Platz belegt.

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Issinbajewa legt die Latte zu hoch

An der Spree hatte die nicht in Bestform angetretene Sport-Millionärin zu hoch gepokert. Erst bei der Höhe von 4,75 Meter stieg die 24-malige Weltrekordlerin in den Wettkampf ein und riss den ersten Versuch. Statt auf Nummer sicher zu gehen, ließ sie die Latte fünf Zentimeter höher legen - und scheiterte erneut zwei Mal und verpatzte die Titel-Trilogie. Bereits beim Meeting in London war sie Anna Rogowska unterlegen.

Finanzielle Verlockung sorgt für Meinungsumschwung

Eigentlich wollte die Tochter eines Maschinisten mit Wohnort im glamourösen Monte Carlo nach den Olympischen Spielen 2008 eine Pause einlegen. "Ich habe mich nach Peking so leer gefühlt, ich war ausgebrannt", bekannte die Doppel-Olympiasiegerin. Ein gut dotierter Sponsorenvertrag mit dem chinesischen Sportartikelhersteller, der ihr bis zur nächsten WM 2013 in Moskau rund 1,5 Millionen Dollar per anno einbringt, stimmte sie um.

Spiegelburg versagen Im Finale die Nerven

Stabhochspringerin Silke Spiegelburg ist enttäuscht. (Foto: Reuters)Stabhochspringerin Silke Spiegelburg ist enttäuscht. (Foto: Reuters) Erstmals in der WM-Geschichte war ein deutsches Damen-Trio in das Stabhochsprung-Finale eingezogen. Für Silke Spiegelburg endete nach der "besten Qualifikation meines Lebens" das Finale vor heimischer Kulisse enttäuschend. Eigentlich wollte sie im Endkampf den sieben Jahre alten deutschen Rekord von Annika Becker (4,77 Meter) übertreffen. Mit Yoga-Übungen hatte sie versucht, die dafür notwendige Spannung aufzubauen - es reichte aber nur zu 4,65 Meter.

Battke hat keine Angst vor großen Namen

Anna Battke, bekannt auch für ihr offensives Anti-Doping-Engagement, war nach gelungenem Final-Einzug ohne Furcht in ihrem bisher größten Endkampf gegangen: "Keine ist unschlagbar. Auch Issinbajewa nicht." Doch die 24 Jahre alte Psychologiestudentin wurde schnell auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt. "Vielleicht muss ich noch etwas lernen", sagte sie nach drei vergeblichen Flug-Übungen über 4,55 Meter. "Dabei bin ich im Training schon 4,70 Meter gesprungen."

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Bekele stellt seine Klasse erneut unter Beweis

Kenenisa Bekele ist zum vierten Mal in Serie Weltmeister über 10.000 Meter. Der Äthiopier gewann das Langstrecken-Rennen in 26:46,31 Minuten. Er lief damit die beste Zeit, die jemals bei einer WM über diese Distanz erzielt wurde. Platz zwei belegte Zersenay Tadese aus Eritrea (26:50,12) vor dem Kenianer Moses Masai (26:57,39).

Möldners Rekord reicht nicht zur Medaille

Antje Möldner hat die erste Medaille einer deutschen Hindernis-Läuferin bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften seit 18 Jahren deutlich verpasst. Die 25-jährige Potsdamerin, die mit der zweitbesten Vorlaufzeit in das Finale über 3000 Meter Hindernis eingezogen war, stellte aber in 9:18,54 Minuten erneut einen deutschen Rekord auf. Den Titel erkämpfte im Zielspurt die Spanierin Marta Dominguez in Weltjahresbestzeit von 9:07,32 Minuten. Weltrekordlerin Gulnara Galkina aus Russland wurde nur Vierte.

Savigne kann die Erwartungen erfüllen

Dreispringerin Yargelis Savigne aus Kuba hat ihren Titel verteidigt. Die Kubanerin kam auf 14,95 Meter und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Damit machte die 24-Jährige ihren enttäuschenden fünften Platz bei den Olympischen Spielen in Peking wett. Silber gewann Savignes Teamkollegin Mabel Gay mit 14,61 vor Anna Pjatych aus Russland (14,58). Die Weltjahresbeste Nadeschda Aljechina aus Russland war als 28. in der Qualifikation ebenso sang- und klanglos ausgeschieden wie Katja Demut aus Jena als einzige deutsche Teilnehmerin.

Essers Traum ist geplatzt

Olympiasieger Primoz Kozmus ist erstmals auch Weltmeister im Hammerwerfen. Der 29-jährige Slowene gewann mit 80,84 Metern Gold. Der Traum von einer Medaille erfüllte sich für Markus Esser nicht: Der Leverkusener kam mit 76,27 Meter auf Rang sechs und musste sogar noch WM-Neuling Sergej Litvinov vorbei ziehen lassen: Der gebürtige Russe aus Frankfurt/Main durfte sich über den fünften Platz und 76,58 freuen. Vize-Weltmeister wurde Szymon Ziolkowski aus Polen mit 79,30 vor dem Russen Alexej Sagornji (78,09).

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