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Leichtathletik-WM: Jelena Issinbajewa ist ratlos

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Leichtathletik-WM  

Nach Sensations-Aus: Issinbajewa ist ratlos

18.08.2009, 12:21 Uhr | t-online.de

Aus Berlin berichtet Sebastian Schlichting

Jelena Issinbajewa schämt sich ob ihres Versagens. (Foto: ddp) In der Pressekonferenz der Stabhochspringerinnen spielte Jelena Issinbajewa die Hauptrolle. "Sie ist die Nummer eins in der Welt", sagte Anna Rogowska. "Sie bleibt die Größte", ergänzte Chelsea Johnson. Die so Gelobte war gar nicht anwesend, Issinbajewa hatte kurz zuvor unfreiwillig für die bisher größte Sensation der Leichtathletik-Weltmeisterschaften gesorgt: Ohne gültigen Versuch war die je zweifache Weltmeisterin und Olympiasiegerin aus dem Wettbewerb gegangen. Die unverhoffte Chance nutzte die Polin Rogowska mit 4,75 Metern zum Sieg, Silber holten mit 4,65 Metern höhengleich ihre Landsfrau Monika Pyrek und die Amerikanerin Johnson.

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Tränen bei Spiegelburg

Silke Spiegelburg schaffte diese Höhe auch, hatte aber mehr Fehlversuche und wurde Vierte. In Tränen aufgelöst verließ sie die Anlage. Issinbajewa hatte in den Katakomben des Olympiastadions das Desaster zu erklären versucht. Es war ein kurioses Bild: Da ein riesiger Pulk von Journalisten auf Antworten wartete, bekam die 27-Jährige kurzerhand ein Mikrofon in die Hand gedrückt. So teilte sie auf Englisch und Russisch mit, dass sie nicht wisse, woran es gelegen habe: "Alles war perfekt, so wie ich es mir vorgestellt hatte."

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Das Unheil nimmt seinen Lauf

Wie immer hatte sie mit dem Publikum gespielt. Ähnlich wie Usain Bolt, nur zurückhaltender. Doch dann lief etwas schief. Der erste Fehlversuch über die Einstiegshöhe von 4,75 Meter ging als Betriebsunfall durch. Issinbajewa erhöhte auf 4,80 Meter – und riss wieder. Eine Höhe, die sie sonst mit einem Lächeln nimmt. Nun folgten hektische Beratungen mit Trainer Witali Petrow. Letzter Versuch. Drüber. Mit dem Bauch riss sie die Latte jedoch. Beide gemeinsam fielen auf die Matte.

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Johnson: "Sie ist eben auch ein Mensch"

Dort verharrte die Ausnahmespringerin sekundenlang. Die vielleicht sicherste Goldmedaille der WM war ihr entglitten. Ihr, der einzigen Frau, die je über fünf Meter gesprungen war. Die bereits 26 Weltrekorde aufgestellt hat. Die nach Olympia 2008 einen Vertrag mit einer chinesischen Sportartikel-Firma abschloss, der ihr bis 2013 jährlich 1,5 Millionen Dollar bringt. Es spricht für Issinbajewa, dass sie ihre Knieprobleme nicht als Ausrede geltend machen wollte: "Das hat mich heute nicht beeinträchtigt." Möglicherweise hat Silbermedaillengewinnerin Johnson die ebenso einfache wie richtige Erklärung für Issinbajewas Scheitern gegeben: "Sie ist eben auch ein Mensch. Jeder erwischt mal einen schlechten Tag."

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