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Leichathletik-WM: Robert Harting auf Anhieb im Diskusfinale

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Leichtathletik-WM  

Friedrich und Harting souverän im Finale

18.08.2009, 12:24 Uhr | sid, dpa

Ariane Friedrich meisterte 1,95 Meter auf Anhieb (Foto: Reuters)Ariane Friedrich meisterte 1,95 Meter auf Anhieb (Foto: Reuters) Die Hochsprung-Favoritinnen Ariane Friedrich und Blanka Vlasic haben am vierten Tag der Leichtathletik-WM souverän das Finale am Donnerstag erreicht . Die deutsche Hallen-Europameisterin von der LG Frankfurt und die Weltmeisterin aus Kroatien meisterten jeweils im ersten Versuch die in der Qualifikation verlangten 1,95 Meter.

Heute Abend hofft das deutsche Team auf mindestens einmal Edelmetall im Speerwerfen der Frauen. Europameisterin Steffi Nerius und Vize-Weltmeisterin Christina Obergföll gehen als Medaillenkandidaten an den Start, obwohl beide in der Qualifikation schwächelten. Als dritte Deutsche hat sich Linda Stahl für das Finale qualifiziert. In den vier anderen Entscheidungen über 400 Meter Hürden, 3000 Meter Hindernis und im Dreisprung der Männer sowie über 400 Meter der Frauen greifen deutsche Athleten nicht ins Geschehen ein. Spannung verspricht vor allem das 400-Meter-Duell zwischen der Top-Favoritin Sanya Richards (USA) und der britischen Olympiasiegerin Christine Ohuruogu.

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Blutende Wunde bei Vlasic

Für Blanka Vlasic hatte der Tag mit einem Schrecken begonnen, denn nach Frühstück und Stretching auf dem Zimmer holte sich die 1, 92 m lange Olympiazweite beim Verlassen des Hotelzimmers am Türrahmen eine blutende Wunde. Diese musste laut Vater und Trainer Josko Vlasic im Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Ein Handikap schien es letztlich nicht.

Harting reicht ein Versuch - Münch raus

Medaillen-Kandidat Robert Harting hat bei seinem Heimspiel in Berlin gleich im ersten Wurf der Diskus-Konkurrenz das Finale am Mittwoch erreicht. Der 24-jährige Hauptstädter kam heute im ersten Durchgang auf 66,81 Meter und übertraf die geforderte Qualifikationsweite von 64,50 Metern deutlich. Für das zweitbeste Resultat der Qualifikation sorgte Top-Favorit Gerd Kanter aus Estland. Der Olympiasieger kam auf 66,73 Meter. Vorbei ist die WM für Markus Münch aus Wedel-Pinneberg, der im Vorkampf mit 60,55 Metern nicht über Platz 20 hinauskam.

Eklat nach Final-Einzug

Robert Harting bei seinem ersten Versuch (Foto: Reuters)Robert Harting bei seinem ersten Versuch (Foto: Reuters) Nach seinem Wurf sorgte Harting allerdings für einen Eklat: "Wenn der Diskus auf dem Rasen aufspringt, soll er gleich gegen eine der Brillen springen, die die Doping-Opfer hier verteilt haben. Aber ich bin kein Mörder, ich will nur, dass sie wirklich nichts mehr sehen", erklärte er in der Mixed-Zone den Journalisten und spielte damit auf die Aktion des Dopingopfer-Hilfe-Vereins (DOHV) an. Dieser lässt während der WM 20.000 Papp-Brillen verteilen, um plakativ auf den im Verborgenen weiter stattfindenden Missbrauch verbotener Mittel aufmerksam zu machen. Harting gewann 2007 bei der WM in Osaka die Silbermedaille.

Harting entschuldigt sich

Bereits fünf Stunden nach seinem Verbal-Angriff bedauerte Harting allerdings bereits seine Äußerungen. Die Anspannung des Qualifikations-Wettkampfes habe nachgewirkt. Seine Äußerungen seinen unakzeptabel sagte Harting. "Ich finde diese Aussagen unerträglich", sagte Präsident Clemens Prokop vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und kündigte für die Zeit nach der WM ein Gespräch mit Harting an.

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Entsetzen bei Doping-Opfern

Bei den Doping-Opfern der DDR ist diese Äußerung Hartings auf heftige Ablehnung gestoßen. "Es wundert mich nicht, was Harting da ablässt. Es zeigt wieder, wes Geistes Kind er ist. Auch in seinen Äußerungen zur Freigabe von Doping ist er ja schon zurück gerudert", sagte Uwe Trömer, der durch Doping schwer geschädigte frühere DDR-Bahnradsportler. "Ich wünsche Harting, dass er am Mittwoch Weltmeister wird, aber ich wünsche mir auch, dass er mal über ein paar seiner Äußerungen nachdenkt."

Hering weiter - Bolt locker

200-Meter-Sprinter Robert Hering ist mit der drittbesten Vorlaufzeit über 200 Meter in den Zwischenlauf gestürmt, Usain Bolt kam als Achter locker weiter. Der Weltrekordler aus Jamaika ließ es erneut langsam angehen und qualifizierte sich mit 20,70 Sekunden für die nächste Runde am Abend. Sein Weltrekord steht bei 19,30. Hering kam auf 20,64, sein Teamkollege Aleixio Platini Menga qualifizierte sich in 20,84 als zweiter deutscher Sprinter für den Zwischenlauf. Der Wattenscheider Alexander Kosenkow schied dagegen aus.

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Wariner und Merritt geben sich keine Blöße

Die beiden US-Goldfavoriten Jeremy Wariner und LaShawn Merritt haben sich in ihren 400-m-Vorläufen der WM in Berlin keine Blöße gegeben und im Gleichschritt das Halbfinale erreicht. Erst ließ Olympiasieger Merritt in 45,23 Sekunden bei seinem Vorlaufsieg nichts anbrennen, wenig später zog Titelverteidiger Wariner in locker herausgelaufenen 45, 54 Sekunden nach. Beide gewannen ihre Vorläufe. Deutsche 400-m-Läufer hatten sich nicht für die WM qualifiziert.

Kraus sagt Marathon-Start ab

Unterdessen hat die Leverkusenerin Melanie Kraus ihren Marathon-Start abgesagt. "Sie hat massive Rückenprobleme", erklärte Rüdiger Harksen, Cheftrainer Lauf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), am Dienstag. Die 34-jährige Kraus war 2007 bei der WM in Osaka auf Platz 20 gelaufen. Zuvor hatte bereits die zweimalige London-Siegerin und WM-Topfavoritin Irina Mikitenko (Wattenscheid) aus privaten Gründen auf eine Teilnahme in Berlin verzichtet. Einzige Einzelstarterin wird am Sonntag nun Sabrina Mockenhaupt vom Kölner Verein für Marathon sein.

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