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Nerius holt Gold für Deutschland

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Leichtathletik-WM  

Nerius holt Gold für Deutschland

18.08.2009, 20:12 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Steffi Nerius kann ihr Glück kaum fassen. (Foto: Reuters)Steffi Nerius kann ihr Glück kaum fassen. (Foto: Reuters) Steffi Nerius hat im Speerwurf die Goldmedaille gewonnen. Die 37-Jährige schleuderte den Speer gleich im ersten Durchgang auf 67,30 Meter, eine Weite, welche die Konkurrenz im Laufe des Wettkampfs nicht mehr erreichen konnte. Für die Europameisterin war es nach diversen Medaillen bei internationalen Titelkämpfen der erste Weltmeistertitel.

"Das ist einfach geil, mir fehlen die Worte", sagte Nerius, die ihren Plan für das Finale in die Tat umsetzen konnte. "Ich hatte mir schon vorgenommen, einen guten ersten Versuch rauszuhauen. Aber vornehmen und umsetzen ist zweierlei", sagte Nerius, die vor Spotakovas letztem Versuch ihr Stirnband umdrehte. Aufschrift: "Danke für eure Treue".

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Obergföll Fünfte und Stahl Sechste

Damit hat Nerius zum Abschluss ihrer glanzvollen Karriere als erste deutsche Frau Speerwurf-Gold bei einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft gewonnen. Für die deutsche WM-Mannschaft war es die erste Goldmedaille in Berlin und die vierte insgesamt nach zuvor zweimal Silber und einmal Bronze. Silber hinter Steffi Nerius ging mit 66,42 Metern an Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Barbora Spotakova aus Tschechien, Bronze holte sich mit 66,06 Meter die Quali-Beste Maria Abakumowa aus Russland. Christina Obergföll, Olympiadritte von Peking und WM-Zweite von Osaka 2007, blieb nach neuerlichen technischen Schwächen als Fünfte mit 64,34 Metern erstmals bei einer internationalen Meisterschaft ohne Medaille. Linda Stahl aus Leverkusen landete mit 63,23 Metern auf dem sechsten Platz.

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Clement verteidigt seinen Titel

Weltmeister Kerron Clement hat seinen Titel im 400-Meter-Hürdenfinale erfolgreich verteidigt und den USA den dritten WM-Sieg in Serie in dieser Disziplin beschert. Der Olympiazweite verwies in der Jahresweltbestzeit von 47,91 Sekunden Javier Culson (Puerto Rico/48,08) sowie Landsmann und Ex-Champion Bershwan Jackson (48,23) auf die Plätze. Thomas Goller, der sich als einziger deutscher Hürdenläufer für die WM qualifizieren konnte, hatte seinen Start wegen einer Wadenverletzung abgesagt.

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Richards holt Titel über die Stadionrunde

Über 400 Meter setzte sich Sanya Richards durch. Die 24-jährige Amerikanerin siegte in Weltjahresbestzeit von 49,00 Sekunden klar vor der Jamaikanerin Shericka Williams (49,32) und Antonina Kriwoschapka aus Russland (49,71). Die einzige deutsche Läuferin Sorina Nwachukwu war am in 51,98 Sekunden im Halbfinale ausgeschieden.

Kenia triumphiert im Hindernislauf

Über 3000 Meter Hindernis waren die Abonnementssieger aus Kenia nicht zu schlagen. Im Finale setzte sich der Jahres-Weltbeste Ezekiel Kemboi in 8:00,43 Minuten durch und sorgte für den achten WM-Triumph seines Landes seit 1983 auf dieser Distanz. Silber ging an seinen Landsmann Richard Kipkemboi Mateelong in 8:00,89 Minuten. Europarekordler Bouabdellah Tahri aus Frankreich verhinderte in 8:01,18 Minuten den totalen kenianischen Triumph. Im Vorlauf ausgeschieden war der Kieler Steffen Uliczka.

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England holt Titel im Dreisprung

Im Dreisprung holte der Olympiazweite Philips Idowu das zweite britische Gold der WM. Mit der Jahres-Weltbestmarke von 17,73 Metern trat der 30-Jährige in die Fußstapfen seines Landsmanns Jonathan Edwards, der 1995 und 2001 Weltmeister war und noch immer mit 18,29 Metern den Weltrekord hält. Zugleich verhinderte Idowu, dass Portugals Olympiasieger Nelson Evora mit seinen zum Auftakt erzielten 17,54 Metern als erster Dreispringer einen WM-Titel erfolgreich verteidigen konnte. Bronze gewann mit 17,36 Metern der Kubaner Alexis Copello.

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Friedek genießt WM-Feeling

Idowu hatte 2008 in Valencia bereits WM-Gold in der Halle gewonnen und gehört zu den konstanten Größen der Disziplin seit seinem sechsten Rang bei Olympia 2000 in Sydney.Evora verlor in Berlin auch seine Jahres-Weltbestmarke an den Briten, nachdem der Portugiese die Konkurrenz im ersten Versuch mit 17,54 Metern überrascht hatte. Nur Idowu, dessen persönliche Bestmarke bei 17,68 Metern stand, ließ sich nicht beeindrucken und landete im dritten Versuch die große Weite.In der Qualifikation war Charles Friedek zehn Jahre nach seinem WM-Gold 1999 in Sevilla mit drei ungültigen Versuchen gescheitert. "Es ist schön, dass ich hier noch einmal bei einer WM dabei war. Ich bin dem Verband dankbar, dass ich starten konnte", sagte der mit einer Saisonbestleistung von 16,97 Metern angereiste 37-Jährige nach seinem letzten Sprung. Große Erwartungen hatte der Routinier eh nicht gehabt: "Ich wollte eine gute Leistung zeigen, eine Medaille war eh nie Thema."

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Marokkanischer Läufer gedopt

Unterdessen hat die WM ihren ersten Dopingfall. Hindernisläufer Jamal Chatbi sei bei den Titelkämpfen positiv auf das Anabolikum Clenbuterol getestet worden, gab der marokkanische Verband bekannt. Wenige Minuten später sollte der 25-Jährige eigentlich im Finale über 3000 m Hindernis antreten. Chatbi hatte in seinem Vorlauf in 8:20,26 Minuten Platz zwei belegt. Die Bestzeit des ansonsten eher unbekannten Athleten steht bei 8:08,86 und stammt vom 12. Juli dieses Jahres.

Nytra locker weiter

Carolin Nytra hat über 100 Meter Hürden sicher das Halbfinale erreicht. Die deutsche Meisterin vom Bremer LT kam in ihrem Vorlauf in 13,03 Sekunden auf den dritten Platz und qualifizierte sich damit für die Vorschlussrunde am Mittwoch. Auf den letzten Metern konnte sie es sich sogar erlauben, ein wenig Kräfte zu sparen.

Favoritinnen geben sich keine Blöße

Insgesamt wurde die deutsche Meisterin Vorlauf-17. Dabei behielt die Freundin von Weitsprung-Halleneuropameister Sebastian Bayer nach einem von ihr verursachten Fehlstart die Nerven und fand nach anfänglichen Schwierigkeiten schnell ihren Rhythmus. "Ich war ein bisschen aufgeregt, deswegen auch der Fehlstart. Aber das Publikum hat mich ins Ziel getragen", sagte Nytra: "Ich bin zufrieden, auch im Vergleich zu den anderen. Da ist noch was drin." Die absolute Weltspitze präsentierte sich in Top-Form. Die kanadische Olympia-Dritte Priscilla Lopes-Schliep war in starken 12,56 Sekunden Vorlaufbeste, die US-amerikanische Olympiasiegerin Dawn Harper stand ihr mit 12,70 Sekunden kaum nach.

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Harting reicht ein Versuch - Münch raus

Medaillen-Kandidat Robert Harting hat bei seinem Heimspiel in Berlin gleich im ersten Wurf der Diskus-Konkurrenz das Finale am Mittwoch erreicht. Der 24-jährige Hauptstädter kam heute im ersten Durchgang auf 66,81 Meter und übertraf die geforderte Qualifikationsweite von 64,50 Metern deutlich. Für das zweitbeste Resultat der Qualifikation sorgte Top-Favorit Gerd Kanter aus Estland. Der Olympiasieger kam auf 66,73 Meter. Vorbei ist die WM für Markus Münch aus Wedel-Pinneberg, der im Vorkampf mit 60,55 Metern nicht über Platz 20 hinauskam.

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Eklat nach Final-Einzug

Nach seinem Wurf sorgte Harting allerdings für einen Eklat: "Wenn der Diskus auf dem Rasen aufspringt, soll er gleich gegen eine der Brillen springen, die die Doping-Opfer hier verteilt haben. Aber ich bin kein Mörder, ich will nur, dass sie wirklich nichts mehr sehen", erklärte er in der Mixed-Zone den Journalisten und spielte damit auf die Aktion des Dopingopfer-Hilfe-Vereins (DOHV) an. Dieser lässt während der WM 20.000 Papp-Brillen verteilen, um plakativ auf den im Verborgenen weiter stattfindenden Missbrauch verbotener Mittel aufmerksam zu machen. Harting gewann 2007 bei der WM in Osaka die Silbermedaille.

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Harting entschuldigt sich

Bereits fünf Stunden nach seinem Verbal-Angriff bedauerte Harting allerdings bereits seine Äußerungen. Die Anspannung des Qualifikations-Wettkampfes habe nachgewirkt. Seine Äußerungen seinen unakzeptabel sagte Harting. "Ich finde diese Aussagen unerträglich", sagte Präsident Clemens Prokop vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und kündigte für die Zeit nach der WM ein Gespräch mit Harting an.

Entsetzen bei Doping-Opfern

Bei den Doping-Opfern der DDR ist diese Äußerung Hartings auf heftige Ablehnung gestoßen. "Es wundert mich nicht, was Harting da ablässt. Es zeigt wieder, wes Geistes Kind er ist. Auch in seinen Äußerungen zur Freigabe von Doping ist er ja schon zurück gerudert", sagte Uwe Trömer, der durch Doping schwer geschädigte frühere DDR-Bahnradsportler. "Ich wünsche Harting, dass er am Mittwoch Weltmeister wird, aber ich wünsche mir auch, dass er mal über ein paar seiner Äußerungen nachdenkt."

Hering weiter - Bolt locker

200-Meter-Sprinter Robert Hering ist mit der drittbesten Vorlaufzeit über 200 Meter in den Zwischenlauf gestürmt, Usain Bolt kam als Achter locker weiter. Der Weltrekordler aus Jamaika ließ es erneut langsam angehen und qualifizierte sich mit 20,70 Sekunden für die nächste Runde am Abend. Sein Weltrekord steht bei 19,30. Hering kam auf 20,64, sein Teamkollege Aleixio Platini Menga qualifizierte sich in 20,84 als zweiter deutscher Sprinter für den Zwischenlauf. Der Wattenscheider Alexander Kosenkow schied dagegen aus.

Wariner und Merritt geben sich keine Blöße

Die beiden US-Goldfavoriten Jeremy Wariner und LaShawn Merritt haben sich in ihren 400-m-Vorläufen der WM in Berlin keine Blöße gegeben und im Gleichschritt das Halbfinale erreicht. Erst ließ Olympiasieger Merritt in 45,23 Sekunden bei seinem Vorlaufsieg nichts anbrennen, wenig später zog Titelverteidiger Wariner in locker herausgelaufenen 45, 54 Sekunden nach. Beide gewannen ihre Vorläufe. Deutsche 400-m-Läufer hatten sich nicht für die WM qualifiziert.

Kraus sagt Marathon-Start ab

Unterdessen hat die Leverkusenerin Melanie Kraus ihren Marathon-Start abgesagt. "Sie hat massive Rückenprobleme", erklärte Rüdiger Harksen, Cheftrainer Lauf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), am Dienstag. Die 34-jährige Kraus war 2007 bei der WM in Osaka auf Platz 20 gelaufen. Zuvor hatte bereits die zweimalige London-Siegerin und WM-Topfavoritin Irina Mikitenko (Wattenscheid) aus privaten Gründen auf eine Teilnahme in Berlin verzichtet. Einzige Einzelstarterin wird am Sonntag nun Sabrina Mockenhaupt vom Kölner Verein für Marathon sein.

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