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Erster Athlet positiv getestet

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Leichathletik-WM  

Erster Athlet positiv getestet

18.08.2009, 21:58 Uhr | dpa

Der erste Doping-Fall der WM: Jamal Chatbi (Foto: AFP)Der erste Doping-Fall der WM: Jamal Chatbi (Foto: AFP) Die Leichathletik-WM in Berlin hat ihren ersten Dopingfall. Unmittelbar vor dem Finale über 3.000 Meter Hindernis wurde bekannt, dass der Marokkaner Jamal Chatbi bei einer Trainingskontrolle am WM-Eröffnungstag positiv auf das anabole Mittel Clenbuterol getestet worden ist. Der nationale Verband von Marokko bestätigte dies. Der 25-Jährige war im Vorlauf Elfter geworden. Keine Aufklärung wird es bei den jamaikanischen Doping-Fällen vor Ende der WM geben.

Das Berufungsgericht der Anti-Doping-Agentur (JADCO) der Karibikinsel sollte eigentlich schon tagen, um über die Freisprüche der fünf bei den nationalen Meisterschaften positiv auf ein Stimulanzmittel getesteten Läufer zu entscheiden. "Das Panel ist nicht zusammengetreten. Die vorgesehenen Richter sind im Urlaub", erklärte Pierre Weiss, Generalsekretär des Weltverbandes IAAF. "So lange wir die Entscheidung nicht haben, können wir sie nicht suspendieren."

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Verdächtige Jamaikaner dürften sogar antreten

Theoretisch könnten damit die des Dopings beschuldigten Yohan Blake, Marvin Anderson, Lansford Spence, Allodin Fothergill und Sheri-Ann Brooks für ihr Land in den Staffel-Wettbewerben eingesetzt werden. Die Vorläufe über 4x100-Meter, für die Anderson und Blake infrage kämen, beginnen am Freitag. Blake gehört dem Racers Track Club von Weltmeister Usain Bolt an, der die jamaikanische Staffel bei den Olympischen Spielen 2008 zu Gold und Weltrekord geführt hatte. Die Meldefrist für die Sprint-Staffel bei der WM endet am Donnerstag - allerdings können die Namen bis eine Stunde vor dem Vorlauf angegeben werden.

Risiko eines Dopingfalls ist zu groß

"Die fünf Athleten sind nicht in Berlin", sagte Weiss. Wenn sie für Jamaika bei der WM an den Start gingen, würde es nachträglich Konsequenzen haben. "Entscheidet das Berufungsgericht, dass sie gedopt haben, werden wir sie disqualifizieren und ihre Medaillen aberkennen", sagte Weiss. "Dann würde Jamaika auch eine mögliche Goldmedaille verlieren." Bei den Peking-Spielen waren Bolt, Asafa Powell, Nesta Carter und Michael Frater zum Olympiasieg gerannt.

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Gerüchte um gedopten Sprinter "sind ein Witz"

Zurückgewiesen hat die IAAF Spekulationen um einen angeblich gedopten Sprinter bei der WM. "Diese Gerüchte sind ein Witz", sagte Weiss. Rein aus technischen Gründen könnten die Analyseergebnisse der Doping-Proben noch gar nicht vorliegen. Nach dem 100-Meter-Finale mit dem Fabelweltrekord von Usain Bolt in 9,58 Sekunden war in einigen Medien über einen positiv getesteten Sprinter spekuliert worden.

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DOSB-Präsident verfolgte den Fabelrekord begeistert

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, hält nichts von nicht bewiesenen Anschuldigungen. Er habe den 100-Meter-Weltrekord von Bolt "mit Begeisterung" verfolgt. "Man darf diese Faszination nicht mit einem Generalverdacht ersticken", sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees in einem Interview mit den Zeitungen der Essener "WAZ"-Gruppe.

Auch Puma glaubt an sauberen Bolt

Auch der Sportartikelhersteller Puma nimmt den dreimaligen Olympiasieger Bolt vor Doping-Verdächtigungen in Schutz. "Usain hat gesagt, Jamaika würde ihn hassen, wenn er gedopt wäre. Das spricht für sich", sagte Puma-Vorstandsvorsitzender Jochen Zeitz in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel". "Natürlich soll man niemals nie sagen; und sollte es dennoch passieren, passiert es eben." In Deutschland beobachte er eine Aufgeregtheit beim Thema Doping, die manchmal sogar zu einer Vorverurteilung führe, die es so in anderen Ländern nicht gebe. "Er ist ein absoluter Ausnahmeläufer, wie ihn die Leichtathletik lange nicht erlebt hat", sagte Zeitz.

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